(openPR) Mit Theaternebel Luftströmung sichtbar machen
Das Umweltbundesamt und die Hamburger Schulbehörde sind sich einig: Klassenräume sollen zur Vorbeugung von Corona-Infektionen während des Unterrichts alle 20 Minuten für 5 Minuten gelüftet werden. Doch wie lässt sich das in der Praxis umsetzen? Das Zimmerwetter-Team des Regionalverbands Umweltberatung Nord hat jetzt gemeinsam mit der Nelson-Mandela-Schule Kirchdorf in einer Demonstration vor Ort gezeigt, wie Klassenzimmer auch im Winter gelüftet werden können und dies als Video veröffentlicht. Mit Hilfe von Theaternebel wird im Video die Luftbelastung durch Schadstoffe und Aerosole simuliert. Durch den Nebel werden die Luftströmung und das Lüftungsergebnis gut sichtbar. Ziel der Lüftung ist es, die Raumluft rasch komplett auszutauschen, ohne dass dabei unnötig viel Heizenergie verloren geht und der Raum immer mehr auskühlt. Fazit des Films: Alle Fenster auf, dicke Luft muss raus! Mit ganz geöffneten Fenstern auf gegenüberliegenden Raumseiten ist die Luft im Raum nach knapp 6 Minuten ausgetauscht. Das Video kann unter folgendem Link aufgerufen werden: zimmerwetter.de/video-lueften-von-klassenzimmern.
Aus aktuellem Anlass bietet das Zimmerwetter-Team eine solche Demonstration mit Theaternebel auch anderen Schulen oder Schulklassen im Großraum Hamburg an. Anfragen telefonisch oder per Mail an Meike Ried, 040-404005 oder ![]()
Das Zimmerwetter-Projekt des Regionalverbands Umweltberatung Nord führt seit über 10 Jahren Unterrichtseinheiten zum bedarfsgerechten Lüften und Heizen mit 5. und 6. Schulklassen in Hamburg durch. Die Initiatorin des Projekts, die Umweltingenieurin Brigitte Harste gibt zu bedenken, dass die energiesparende und gesunde Lüftung in der Schulpraxis häufig auf praktische Hürden stößt: „Fenster sind abgeschlossen, lassen sich nur kippen oder Fensterbänke sind vollgestellt.“ Auch die baulichen Voraussetzungen sind sehr unterschiedlich. In Klassenräumen, die nur auf einer Raumseite Fenster haben, lässt sich in 5 Minuten kein kompletter Luftaustausch erreichen.
Hintergrundinfo: Das Zimmerwetter-Projekt
Stickige Luft in Klassenzimmern, Schimmel in Wohnräumen, virenhaltige Aerosole und Verschwendung von Energie – falsches Heiz- und Lüftungsverhalten schadet durch einen erhöhten CO2-Ausstoß nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Wohn- und Lernklima von Menschen. Studien belegen: Konzentration und Lernleistung lassen nach, wenn Klassenräume nicht richtig gelüftet werden. Das Ansteckungsrisiko für Corona steigt. Im Zimmerwetter-Projekt des Regionalverbands Umweltberatung Nord e. V. erforschen Schulklassen der Jahrgänge 5 und 6 gemeinsam mit geschulten Ehrenamtlichen das Raumklima. Sie lernen, Innenräume bedarfsgerecht zu heizen und zu lüften und so Energie zu sparen, die Luft gesund zu halten und Wohnungsschimmel vorzubeugen. Mehr Informationen unter www.zimmerwetter.de.













