(openPR) Rumänien und Deutschland – ein wechselvolles Verhältnis, das bis heute den Alltag beider Nationen bestimmt
Meist rückt Rumänien mit negativen Schlagzeilen ins Bewusstsein. Dass die Geschichte des Landes jedoch sehr eng mit der deutschen verknüpft ist, ist jedoch wenig bis gar nicht bekannt. Silvia Hildebrandt ändert das mit ihrer großen Rumänien-Saga. Im neuesten dritten Band ihrer Reihe rückt sie dieses Verhältnis in den Fokus – sowohl im Privatleben ihrer Protagonisten als auch in größeren politischen Zusammenhängen.
„Mit Trümmerland hat Silvia Hildebrandt eine rumänische Familiensaga à la Allendes „Geisterhaus“ geschrieben und lässt tief in die jüngere Geschichte dieses Landes eintauchen.“ – So eine Leserstimme zum Vorgängerband.
Haus ohne Volk macht da weiter, wo Trümmerland aufgehört hat: nachdem sich Rumänien 1968 von der UdSSR emanzipiert hat, wendet es sich dem Westen zu. Vor allem die Bundesrepublik Deutschland wird ein Partner, mit dem man gerne Geschäfte macht. Dass man dabei auch mit Menschenleben schachert, wird hingenommen …
Bis heute ist der Verkauf der Rumäniendeutschen an die BRD ein heikles Thema, ein blinder Fleck im Geschichtsbewusstsein beider Länder. Silvia Hildebrandt möchte dies ändern, indem sie diesen politischen Skandal zum Hintergrund nimmt, vor dem die Geschichte um Nelu Nicolescu in belletristischer Form weitererzählt wird.
Der Pakt mit Hitlerdeutschland, die Verschleppung Rumäniendeutscher nach dem Krieg, das deutsche Haus Hohenzollern-Sigmaringen, aus dem die ehemaligen rumänischen Könige stammen – alles Berührungspunkte deutsch-rumänischer Geschichte. Genauso wie die Ansiedlung der Banater Schwaben und Siebenbürger Sachsen. Silvia Hildebrandt entführt uns diesmal in ein Rumänien, das Ende der 1960er einen Höhepunkt des Wohlstands erreicht.
Die prächtige Strandpromenade von Constanța, das in seinem schönsten Glanz erstrahlende Timișoara, und ein Bukarest, mit dem man monumentale Pläne hat. Nur ein paar der Schauplätze in Silvia Hildebrandts neuestem Roman, dass ein ganz anderes, unbekanntes Rumänien zeigt.
Beinahe mutet das Land an wie ein florierendes westliches, in dem sorglose Lässigkeit zelebriert wird. Und doch dräuen dunkle Wolken am Himmel und die Traumata aus der Vergangenheit sind keinesfalls überwunden …
Haus ohne Volk: Die große Rumänien-Saga zu Zeiten des Kalten Kriegs geht in die nächste Runde
Rumänien 1969: Das Land steht in voller Blüte; Ceaușescu ist nach der Lossagung von der UdSSR so beliebt wie nie zuvor. Mit der BRD handelt er einen lukrativen Deal aus: Rumäniendeutsche lässt er gegen Bargeld und Luxusgüter ausreisen. Oberster Verhandlungspartner: Nelu Nicolescu, ein hohes Tier der Securitate.
Währenddessen baggert der forsche und charismatische Corneliu Matalin die Banater Schwäbin Magdalena an. Ihre Familien sehen diese Verbindung jedoch aufgrund der ethnischen Unterschiede gar nicht gern. Im Herbst tritt er seinen Wehrdienst an und rettet Ceaușescu auf einem Jagdausflug das Leben – und damit verändert sich für ihn alles.
Nelu sieht in ihm einen talentierten Mitarbeiter und wirbt ihn für die Geheimpolizei an. Diese Chance, zu Geld und Ruhm zu kommen, lässt sich Corneliu nicht entgehen. Damit punktet er endlich auch bei Magdalenas Eltern.
Doch immer wieder müssen sich Corneliu und Magdalena neuen Anfeindungen stellen, auch ihre Tochter Livia wird als „Mischling“ gehänselt. Als er sich auf einer Mission eine Beinverletzung zuzieht, lässt er seinen Frust an Magda aus – das Ende ihrer Ehe.
Während Ceaușescu mit seinem Größenwahn das Land fast unbemerkt in den Ruin treibt, geschieht etwas, womit keiner gerechnet hatte – und danach wird Rumänien nie wieder so sein wie zuvor …
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