(openPR) Zeltingen, Februar 2007. Bei all dem Rummel um alte Reben setzt das Weingut Martin Schömann, Zeltingen/Mosel, neben den alten auch auf die junge Reben. Das Mostgewicht des Rieslings aus der Lage Zeltinger Sonnenuhr betrug bei der Jungfernlese fast 150 Grad Oechsle.
In Zeltingen, mitten im Kernstück der Lage Sonnenuhr, die als Flaggschiff des Weinguts Martin Schömann gilt, wurden 2006 die „ersten Tropfen“ der jungen Rieslingreben gelesen. Diese Jungfernernte fiel in der Menge klein aus, doch zeigen die "Jungen" deutlich was sie können. Für Martin Schömann eine sehr gute Basis, um die Jungfernlese seines Rieslings als edelsüßen Wein auszubauen. Erste Kostproben des edlen Tropfens im Keller führten längst zu erstaunlichen Eindrücken: konzentrierte Aromen, edelreif, schmelzig und fruchtig, Walderdbeeren, reife Südfrüchte, Rosinennote, keine aufgesetzte Süße, nicht das typische Botrytisaroma, sondern hell im Geschmack.
Das erfolgreiche Ernteergebnis ist der Verdienst einer liebevollen und sorgfältigen Weinbergpflege. Winzermeister Martin Schömann, 47, führt bereits bei den Jungreben starke Laub- und Ertragsreduzierung durch. Hinzu kommt, dass die Steillage „Unter dem Felsen“ - auch „Erzbaum“ genannt - im Herzstück der Zeltinger Sonnenuhr an der Mosel besonders günstig liegt. Die Weinberge sammeln unter dem hauseigenen Felsen die Sonnenstrahlen ein wie ein Parabolspiegel. Der Devon-Verwitterungsschieferboden ist von Frühjahr bis Herbst warm, im Schutz des Felsens werden die Reben nur selten von Wind und Regen gekühlt.
Die Ruhe und Besonnenheit des Winzermeisters ergänzen diese Voraussetzungen. Martin Schömann ließ die Trauben des Jungfernweins besonders lange reifen. In dem außerordentlich schwierigen Jahr 2006 eine wahre Geduldsprobe, denn täglich wurde die Menge des verwendbaren Erntegutes aufgrund der Wetterlage geringer. Bei der Lese waren die Beeren zu zwei Dritteln edelfaul und bereits eingetrocknet, zu einem Drittel noch kompakt, im Geschmack von einer frischen, saftigen, edlen Frucht. Erlesene drei Hektoliter aus der halben Hektar großen Parzelle ergossen sich bei dieser Ernte in den Tank.
Die ersten Fassproben des Jahrgangs 2006 von und mit Winzerkollegen fanden in der Weinbauschule Bernkastel-Kues Ende Januar statt: „Die Weine wurden sehr unterschiedlich bewertet, aber unsere 2006er Auslese*** aus den jungen Reben unter dem hauseigenen Felsen der Zeltinger Sonnenuhr hat bei allen anwesenden Kollegen für Aufsehen gesorgt“, berichtet Martin Schömann. Aber der Kellermeister übt sich gemeinsam mit seinem Kollegen Bartho Kroth weiterhin in Geduld. Ein Abfüllen auf die Flasche kommt für beide nicht vor Mai 2007 in Frage. Der Wein braucht schließlich Zeit und Ruhe, soll im Tropfstein-Gewölbekeller gemütlich auf der Feinhefe liegen und reifen. So entsteht Tropfen für Tropfen ein ausgewogener, stoffiger Jungfernwein.
Den Riesling Auslese*** Zeltinger Sonnenuhr Junge Reben 2006 wird das Weingut Martin Schömann voraussichtlich ab Mai diesen Jahres in den Vertrieb bringen. Auf der ProWein 2007 darf aber offiziell schon mal vorab probiert werden bei: Weingut Martin Schömann, Halle 4, Stand 4 C 22.
Zusatzinformation alte versus junge Reben:
Weitläufig bekannt ist, dass alte Reben tiefer und weit verästelter wurzeln als Jungreben. Sie ziehen deshalb Nährstoffe aus dem Boden, die nur in tieferen Schichten vorkommen. Auch der geringere Wuchs von Laub und Beeren ist ein Grund für die allgemein anerkannte (bessere?) Qualität der Trauben und Weine von alten Reben. Entgegen all dem Trend zur Vermarktung von Weinen alter Reben, berichtete die das Weinbauzentrum Caudoz der Agroscope Changins-Wädenswil ACW, in Pully, Schweiz (ehemals Eidgenössische Forschungsanstalt für Pflanzenbau in Changins, Schweiz), im Juni 2003 über die positiven Eigenschaften junger Reben:
„Im Allgemeinen sind junge Reben ziemlich kräftig, homogen und neigen dazu, ergiebiger als alte Reben zu sein. Das unterschiedliche Verhalten kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt werden, deren Auswirkungen nicht immer genau bekannt sind. Die alten Reben zeichnen sich unter anderem durch ein weniger direktes und feineres Leitungsgewebe, ein oft schlechterer Gesundheitszustand (Virosen, Holzkrankheiten), eine größere Menge Altholz, eine bedeutende Anzahl fehlender Weinstöcke oder auch eine tiefere aber weniger erneuerte Durchwurzelung aus. Außerdem weiß man, dass bei sehr jungen Reben eine ausgezeichnete Qualität erzielt werden kann, wenn die Ernte begrenzt wird.“
Bezugsquelle:
Weingut Martin Schömann
Uferallee 50, 54492 Zeltingen/Mosel
Tel.: +49 6532 2347, Fax: +49 6532 1010,
www.schoemann-weine.de
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Das Weingut Martin Schömann:
Das sechs Hektar große Weingut in Zeltingen an der Mosel befindet sich seit Generationen in Familienbesitz. 1982 übernahm der gelernte Großhandelskaufmann und Winzermeister Martin Schömann den damals nur ein Hektar zählenden Betrieb von seinem Vater. „Leidenschaftlich gute Weine herzustellen, ist unser Ansporn.“ Eine Philosophie, nach der im Hause Schömann mit Erfolg gearbeitet wird. Die Auszeichnungen der letzten Jahre zeigen es. Absoluter Schwerpunkt ist der Rieslinganbau mit einem Anteil von 90 %, hinzu kommen 10% Burgundersorten.













