(openPR) Studierende aus Brühl zu Gast bei der Mannesmannröhren Logistik GmbH in Ratingen:
Für die angehenden Logistikmanager der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in Brühl war es eine willkommene Abwechslung vom Alltag auf dem Campus. Dr. Adrian Seeger, Geschäftsführer von Mannesmannröhren Logistic in Ratingen, hatte die Studierenden eingeladen, sich direkt vor Ort im riesigen Lager des Prozessdienstleisters einen Eindruck von moderner C-Teile-Logistik zu verschaffen.
Das aus dem Mannesmann-Konzern hervorgegangene Unternehmen stellt heute erfolgreich alles das für Industrieunternehmen bereit, was im Produktionsprozess keine tragende Rolle spielt, was aber dennoch ständig gebraucht wird. Und das ist eigentlich so ziemlich alles vom Schraubendreher über Schutzhelme, Schmierstoffe bis hin zu Reinigungsmitteln, Büromaterial wie Kugelschreiber oder Spitzer und sogar Toilettenpapier, Kaffee und Schokoriegel.
Die Studierenden des siebten Semesters stehen kurz vor dem Diplom und haben im Rahmen ihres dualen Studiums schon einige logistische Erfahrung sammeln können. „Sie alle waren beeindruckt von der Geschäftsidee und ihrer Umsetzung und stellten viele Fragen“, so Philipp Gesche zuständig für das Prozessmanagement bei MRL.
Die Beschaffung der so genannten C-Teile ist für die Unternehmen mit einem gewaltigen Aufwand verbunden. Ein Anspitzer im Wert von zehn Cent wird ungefähr zehnmal in die Hand genommen, bis er endlich da ankommt, wo der Mitarbeiter ihn braucht. Viele Leute sind damit beschäftigt, den Bedarf zu ermitteln, Angebote einzuholen, zu bestellen, Rechnungen zu prüfen, einzulagern und den Spitzer schließlich an den richtigen Ort zu bringen. Obwohl das Beschaffungsvolumen von geringwertigen C-Teilen maximal 20 Prozent des gesamten Beschaffungsvolumens im Unternehmen ausmacht, liegt der dafür zu betreibende Aufwand bei bis zu 80 Prozent der gesamten Prozesskosten in der Beschaffung. „Wir sorgen dafür, dass die Unternehmen sich voll auf das konzentrieren können, was Wertschöpfung bringt und nicht aufs Bleistifte kaufen“, so Adrian Seeger.
Wer viel kauft, kann gute Preise erzielen. MRL beschäftigt sich intensiv damit, beste Konditionen zu realisieren. Ein einzelnes Industrieunternehmen könnte niemals so effizient bei der Beschaffung einsparen. Möglich wird das nur durch Volumenbündelung. Ein wesentlich höheres Einsparpotenzial liegt allerdings in der Prozessbündelung – der Kernkompetenz von MRL. Für die Kunden entfällt nämlich nicht nur die Beschaffung, sondern auch die teure Lagerung, alle administrativen Prozesse von der Verbuchung bis zur Zahlung und die aufwändige Verteilung innerhalb des Unternehmens. Um das hohe Einsparpotenzial voll ausschöpfen zu können, geht MRL mit seinen Kunden neue Weg – strategische Partnerschaften sind dabei das wesentliche Element: „Trotzdem sind wir sehr flexibel und realisieren so weit wie möglich Kundenwünsche.“
Im Lager von MRL findet sich auf 3.200 Quadratmetern und sechs Ebenen so ziemlich alle denkbaren C-Teile. Etwa 800 Lieferanten sorgen dafür, dass ca. 30.000 Artikel ständig vorhanden sind. Rund um die Uhr und sieben Tage die Woche bearbeitet MRL Tag für Tag etwa 1.800 Aufträge. Bearbeiten heißt für die Ratinger nicht einfach nur verkaufen. Mit vier Zwölftonnern, einem Sprinter, einem VW-Bus und diversen kleineren Autos werden die C-Teile genau dort ausgeliefert, wo sie gebraucht werden: der Schmierstoff in der Produktion des Kunden und der Kaffee bei der Sekretärin im Büro. „Es kommt auch schon mal vor, dass ein Kunde vorbeischaut, um ein Paar neue Arbeitsschuhe gleich hier anzuprobieren. Die müssen schließlich gut passen. Unsere Produkte sind nicht einfach nur C-Teile. Sie sind Kundenwünsche.“
Am Ende eines spannenden Vormittags lud Adrian Seeger die Brühler Studierenden augenzwinkernd zur Inventur bei MRL ein, die momentan auf dem Programm steht. „Wer sich ein bisschen Geld dazu verdienen möchte, ist herzlich willkommen. Inventur bei MRL ist ein echter Traumjob!“
Renate Kraft
(Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Europäische Fachhochschule
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