(openPR) Bad Bentheim. In einem original erhaltenen Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1917, als die älteste Bewohnerin des Dorfes Bad Charlottenbrunn (Schlesien) Genovefa Spitzer ihren 90. Geburtstag beging, nahm man dieses Ereignis zum Anlass, auf die Geschichte der verwandten Familien Spitzer zurückzublicken. Dort steht geschrieben, daß im Jahr 1814 Franz Josef Spitzer bereits das Gewerbe eines Bürstenbinders betrieb. Seit nunmehr 200 Jahren stellt die Familie Spitzer in der 6. Generation Bürsten her.
Seit dieser Zeit hat sich viel ereignet. So erlebte das Unternehmen um die Familie Spitzer Höhen und Tiefen und läßt unsere heutige Zeit als großes Wohlleben erscheinen. Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges musste die Familie 1946 ihre schlesische Heimat verlassen und wagte einen Neuanfang in der Grafschaft Bentheim. In einem Schrankenwärterhäuschen in Gildehaus-Waldseite begann Leopold Spitzer mit seiner Frau Dorothea und Sohn Klaus mit dem Aufbau eines kleinen Handwerkbetriebes. „Was 1814 mit dem Bürstenbinderhandwerk begann, hat sich bis heute zu einem Spezialunternehmen für Bürsten- und Walzentechnik für unterschiedliche Branchen entwickelt“, so Peter Spitzer, der gemeinsam mit seinem Bruder Klaus das Unternehmen führt. Im Rahmen der Jubiläumsfeier ehrten sie Ihren Vater Klaus, dem sie Weitblick, Mut und einen starken Willen zum Erreichen seiner Ziele bescheinigten. „Ihm ist es zu verdanken, dass sich das Unternehmen so positiv entwickelt hat“, ist Sohn Peter überzeugt. Bedingt durch das Aufstreben der hiesigen Textilindustrie in den 50er und 60er Jahren förderte dies den Neustart des Unternehmens von Bürstenmacher Klaus Spitzer Senior. Die stetig positive wirtschaftliche Entwicklung und Erschließung neuer Kundenfelder mit innovativen Produkten machte eine Erweiterung der Produktionsstätten notwendig. So wurde Ende 1988, nachdem die Söhne Klaus und Peter Spitzer mit in die Geschäftsführung eingestiegen sind, der neue Produktionsstandort im Industriegebiet in Bad Bentheim bezogen. Hier wurden die Grundlagen für weiteres Wachstum geschaffen. Heute hat sich das mittelständische Unternehmen aus der Grafschaft Bentheim europaweit als Qualitätsanbieter für Bürsten- und Walzentechnik in der Industrie etabliert.
So finden sich Spezialbürsten von BWT Spitzer in der Walzwerkindustrie, der metall-, kunststoff- und holzverarbeitenden Industrie, sowie der Textil-, Keramik-, Lebensmittel-, Glas- und Automobilindustrie.
„Zukunft braucht Herkunft“. Passend zur Unternehmensgeschichte lautete auch das Motto der Jubiläumsfeier bei der mehr als 300 Gäste aus Wirtschaft und Politik erschienen. „Sie sind ein leuchtendes Beispiel für erfolgreiches Unternehmertum“, lobte auch das Mitglied des Landtages, Reinhold Hilbers (CDU). Die Wirtschaft der Grafschaft Bentheim sei durch das Unternehmen Spitzer facettenreicher geworden.











