openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Made-in-Kennzeichnung stärkt Standort Europa

(openPR) Eine Herkunftsbezeichnung bedeutet auch, den Standort Europa zu stärken

Düsseldorf, 19. Januar 2007. Dr. Jorgo Chatzimarkakis ist promovierter Politikwissenschaftler, in Duisburg geboren und seit Juli 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments. In Brüssel setzt sich der FDP-Politiker auch für die Transparenz von Waren ein. Der 40-jährige ist u.a. auch stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für internationalen Handel. Im Interview spricht er über seine Unterstützung der Kampagne "Made in... for transparency". Hinter der Bewegung steht eine große Bandbreite unterschiedlichster internationaler Organisationen, die sich hinsichtlich ihrer Geschichte und Natur unterscheiden: angefangen bei Verbraucherschutzorganisationen über Arbeitervertretungen bis hin zu Industrie-, Handwerks- und Handelsunternehmen.





Herr Chatzimarkakis, was ist für Sie der entscheidende Aspekt, um die Kampagne "Made in... for transparency" zu unterstützen?

Jorgo Chatzimarkakis: Der Verbraucherschutz und die Transparenz. Wer höhere Preise bezahlt, hat ein Anrecht darauf zu wissen, wo die Ware herkommt und ob sie tatsächlich aus Europa stammt. Denn es gibt inzwischen immer mehr Menschen, die ganz bewusst Produkte aus Europa kaufen wollen.

Was nützt dem Verbraucher die einheitliche Deklaration von Konsumgütern?

Jorgo Chatzimarkakis: Die Verbraucher in Japan, China und den USA haben ein Anrecht auf die Herkunftsbezeichnung. Warum sollen das europäische Verbraucher nicht haben. Ich sehe da ganz klar auch den Aspekt der Gleichbehandlung aller Verbraucher. Es gibt viele Europäer die wissen möchten, dass sie etwas Gutes für ihr eigenes Land tun, wenn sie ein Produkt kaufen, dass auch in Europa hergestellt wurde.

Sollte die deutsche Regierung der Verordnung des Europäischen Rates über die Angabe des Ursprungslandes zustimmen?

Jorgo Chatzimarkakis: Ja. Die Europäische Kommission möchte dies. Die Bundesrepublik Deutschland könnte durch ihr Votum den entscheidenden Ausschlag für eine Entscheidung im Sinne der Herkunftsbezeichnung geben. Doch bisher hat die Bundesregierung darüber noch nicht abschließend entschieden. Das liegt daran, dass Deutschland sowohl produziert als auch handelt. Und es gibt einige Händler die Bedenken haben, dass eine solche Kennzeichnungspflicht bürokratische Hürden mit sich bringt. Nehmen wir das Beispiel Villeroy + Boch und Rosenthal. Villeroy + Boch produziert Porzellan in Europa und möchte dies auch auf den Produkten stehen haben, was sie freiwillig auch schon machen. Doch der Konkurrent schreibt keine Herkunftsbezeichnung auf seine Produkte. Denn das Unternehmen lässt hochwertiges Porzellan in China produzieren, möchte aber nicht das Made in China als Label darauf haben.

Was passiert, wenn Europa keine verpflichtende Made-in-Kennzeichnung beschließt?

Jorgo Chatzimarkakis: Wenn die verpflichtende Kennzeichnung nicht beschlossen wird, dann müssen wir einen viel stärkeren Markenschutz betreiben. Bei diesem Thema werden wir Deutschen erst langsam wach. Doch auch Bundeskanzlerin Merkel setzt sich dafür ein. Bei ihrer jüngsten China-Reise hat sie sich sehr für den Markenschutz ausgesprochen. Das sollten wir intensivieren. Aber auch der Zoll sollte aktiv werden und müsste Raubkopien stärker als bisher beschlagnahmen.

Was bedeutet es für Sie ganz persönlich zu wissen, wo die Waren, die sie kaufen, herkommen?

Jorgo Chatzimarkakis: Zum einen bedeutet es für mich ganz klar: Ich möchte den ehrlichen Preis sehen. Und zum anderen geht es mir dabei auch ganz persönlich um meine beiden Töchter. Die sind 4 und 7 Jahre alt. Ich möchte, dass die zwei später einmal in Europa eine Arbeit finden. Und ich kann heute die Weichen dafür stellen, in dem ich den Standort unterstütze. Denn die Herkunftsbezeichnung bedeutet auch, dass ich den Standort Europa und damit die Wirtschaft und die Arbeitsplätze stärke.

Werden Sie administrative oder repräsentative Aufgaben im Rahmen der Kampagne übernehmen?

Jorgo Chatzimarkakis: Absolut. Wo immer ich gebraucht werde, bin ich bei dieser Kampagne dabei. Ich werde bei jeder meiner Auftritte auf die Notwendigkeit der Transparenz für Waren aus Europa hinweisen und meinen Beitrag dazu leisten, dass die Entscheidung im Sinne der Verbraucher auf europäischer Ebene im nächsten Jahr getroffen wird.

Die Initiative ist ein Zusammenschluss unterschiedlicher Organisationen und Verbände. Wie kann man deren gemeinsames Ziel auf den Punkt bringen?

Jorgo Chatzimarkakis: Alle Produkte werden mit einem Herkunftslabel ausgezeichnet, um die Transparenz für den Verbraucher zu gewährleisten.

Welchen Einfluss haben die europäischen Abgeordneten auf die Entscheidung?

Jorgo Chatzimarkakis: Die Entscheidung liegt jetzt zunächst einmal beim Rat. Dort wird zurzeit in den wichtigen Ausschüssen darüber diskutiert und vorentschieden. Wir können als Europaparlamentarier allerdings die Meinungsbildung beeinflussen und damit unseren wichtigen Beitrag leisten.

Wie können sich Bürgerinnen und Bürger für die Kennzeichnungspflicht von Waren aus Europa stark machen?

Jorgo Chatzimarkakis: Europa ist für Bürgerbeteiligungen immer offen. Bürgerinnen und Bürger können direkt Einfluss nehmen, in dem sie Druck auf die deutsche Regierung machen. Mein Appell: Schreiben Sie an Bundeskanzlerin Angela Merkel und sagen Sie ganz klar, dass der deutsche Verbraucher Transparenz möchte und genauso behandelt werden will wie der amerikanische, japanische oder chinesische.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.made-in-for-transparency.eu

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 116271
 119

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Made-in-Kennzeichnung stärkt Standort Europa“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: GARTEN-AIRPORT - Der zeitgemäße Landeplatz für VögelBild: GARTEN-AIRPORT - Der zeitgemäße Landeplatz für Vögel
GARTEN-AIRPORT - Der zeitgemäße Landeplatz für Vögel
… einer originalgetreu gekennzeichneten Landebahn. Start- und Landebahnen unterliegen auf der ganzen Welt der gleichen Kenn- zeichnungspflicht. Immer ausgerichtet nach den Windverhältnissen am jeweiligen Standort wird mit Hilfe der beiden Ziffern am Anfang und am Ende der Start- und Landebahn die Anflugrichtung vorgegeben. Beim Vogelhäuschen TowAir steht …
Bild: Die GERMAN PRINT GROUP investiert in Deutschland – neuer Produktionsstandort in Koblenz entsteht
Die GERMAN PRINT GROUP investiert in Deutschland – neuer Produktionsstandort in Koblenz entsteht
… ins benachbarte Ausland verlagern und dies als Fortschritt vermarkten, geht die GERMAN PRINT GROUP bewusst einen anderen Weg: Das Unternehmen investiert gezielt in den Standort Deutschland und baut aktuell seinen neuen Produktionsstandort in Koblenz aus.Auf über 3.000 Quadratmetern entsteht derzeit die neue Zentrale der GERMAN PRINT GROUP – ausgestattet …
Logopak: Etikettiersysteme, Etikettiersoftware, Barcode- & Industriedrucker
Logopak: Etikettiersysteme, Etikettiersoftware, Barcode- & Industriedrucker
… Verpackungen aller Art. Das Produktportfolio reicht von Blankoetiketten über Schmucketiketten bis hin zu Spezialetiketten für Sonderlösungen sowie den dazugehörigen Transferbändern. Seinen Hauptstandort hat das 1978 gegründete Unternehmen in Hartenholm bei Hamburg und ist darüber hinaus mit neun eigenen Standorten sowie mit Vertriebs- und Service-Niederlassungen …
„Made in Germany“ gilt wieder etwas
„Made in Germany“ gilt wieder etwas
… China und Indien konzentrieren Bonn/Düsseldorf – „Made in Germany“ ist wieder stark im Kommen. „Deutschland kann sich aus Sicht ausländischer Manager als führender Standort in Europa behaupten“, berichten die VDI-Nachrichten vdi-nachrichten.de. In einer aktuellen Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young stellen Top-Manager aus …
Stiftung Warentest bestätigt: Der TechniSat HD-Vision 32 ist einer der besten LCD-Fernseher auf dem Markt
Stiftung Warentest bestätigt: Der TechniSat HD-Vision 32 ist einer der besten LCD-Fernseher auf dem Markt
… der in Staßfurt produzierten hochwertigen HD-Vision LCD-Fernsehgeräte brachten TechniSat die Ehrung als einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Modernste Technologie am Standort Staßfurt Die stetig wachsende Zahl der Arbeitsplätze und die Investition in Ausbildungsplätze am Standort Staßfurt lassen Werksleiterin Frau Elisabeth Engel strahlen. …
Neues TechniSat Kunden- und Logistikzentrum am Standort Daun
Neues TechniSat Kunden- und Logistikzentrum am Standort Daun
Am Freitag, den 26. Oktober 2007, feiert die TechniSat Digital GmbH die Eröffnung ihres neuen Kunden- und Logistikzentrums am Standort Daun. Zu diesem besonderen Ereignis werden ca. 150 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien erwartet, um die neue Anlage zu besichtigen. Modernste Lager-Technik auf über 8.000 qm Gesamtfläche Das neue TKL (TechniSat …
EU-Abstimmung zu Herkunftsvorgaben am 15. April: „Made in Germany“ in Gefahr
EU-Abstimmung zu Herkunftsvorgaben am 15. April: „Made in Germany“ in Gefahr
Die Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) lehnt die geplante EU-Reglementierung ab / Die Forderungen der EU können der deutschen Wirtschaft immens schaden / DGQ hat Auswirkungen bereits 2013 in einer 5-Punkte-Übersicht zusammengestellt Frankfurt am Main, 11. April 2014 – DGQ-Präsident Dr. Jürgen Varwig warnt: „Das Gütesiegel ‚Made in Germany‘ muss unangetastet bleiben. Verbraucher assoziieren damit Qualität, Sicherheit sowie technische Innovation und deuten es nicht allein als Hinweis für die Herkunft eines Produkts. Die EU-Kommission…
Bild: „Made“ im SauerlandBild: „Made“ im Sauerland
„Made“ im Sauerland
… für Zaunpfosten, verarbeitet werden. Auch die Fertigung der Ladenbänder und Kloben, die für die Aufhängung von Holztoren benötigt werden, erfolgt am Standort Herscheid. Möglich macht dies eine roboterunterstützte Teilautomatisierung der Fertigung. Fachkräftenachwuchs im eigenen Haus ausbilden Neben der Produktion in Deutschland ist für GAH-Alberts ebenfalls …
“Made in Germany” muss auch made in Germany sein
“Made in Germany” muss auch made in Germany sein
… sich viele Verbraucher auch deswegen bewusst für Produkte „Made in Germany“, weil sie damit für die Sicherung heimischer Arbeitsplätze und den Erhalt des Standortes Deutschland eintreten wollen. Entstammen die mit der Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ beworbenen Produkte dann nicht dieser Herkunft, wird die Erwartungshaltung des Käufers enttäuscht. …
Bild: EU-Vorschlag zu "Made in" gefährdet VerbraucherschutzBild: EU-Vorschlag zu "Made in" gefährdet Verbraucherschutz
EU-Vorschlag zu "Made in" gefährdet Verbraucherschutz
Die EU plant eine verpflichtende »Made in«-Kennzeichnung, angeblich um die Verbraucher zu schützen. Tatsächlich würde der bestehende Verbraucherschutz reduziert: Hersteller von Textilien würden per Gesetz verpflichtet, die Konsumenten in die Irre zu führen. Treibende Kraft bei den Bestrebungen, ein verpflichtendes »Made in« einzuführen, ist Italien. Die dortige Bekleidungsindustrie ist gegenüber der Konkurrenz aus dem asiatischen Raum zunehmend nicht mehr wettbewerbsfähig. Von »Made in«-Kennzeichnung auf Produkten aus Nicht-EU-Staaten erhoff…
Sie lesen gerade: Made-in-Kennzeichnung stärkt Standort Europa