(openPR) Das aus dem anglo-amerikanischen Recht übernommene Institut der Service Level Agreements (SLA) ist zwischenzeitlich insbesondere beim IT-Outsourcing, aber auch bei anderen komplexen IT-Verträgen nicht mehr wegzudenken. Teilweise kommen SLA so-gar als Hilfestellung für das interne Controlling innerhalb eines Unternehmens zum Ein-satz, wobei die einzuhaltenden Service Levels dann zwischen den Kostenstellen im Un-ternehmen vereinbart werden, ohne Verträge im eigentlichen Sinne darzustellen. Teilwei-se drängt sich allerdings der Eindruck auf, dass SLA manchmal als Profilierungsinstru-mente der IT-Provider missbraucht werden. Dies gilt insbesondere, da SLA häufig mit technischen Fachbegriffen und umfangreichen Definitionen überfrachtet werden, die eine einfache Handhabung der SLA durch den IT-Anwender faktisch unmöglich machen. In der Praxis hat sich zudem gezeigt, dass nur etwa 1/3 der Anwender überhaupt ein an-gemessenes Service Level Management unterhält.
In unserer Veranstaltung erhalten Sie Gestaltungshinweise von Praktikern:
Herr Rechtsanwalt Dr. Michael Rath geht in seinem Vortrag der Frage nach, ob und wozu solche "Leistungsstandard-Vereinbarungen" aus rechtlicher Sicht von Nutzen sind und in welchem Verhältnis SLA zu dem eigentlichen IT-Vertrag, Leistungsscheinen sowie Pflege- und Wartungsverträgen stehen. Weiterhin werden konkrete Praxisbeispiele diskutiert und am Paradebeispiel der Verfügbarkeit gezeigt, dass es für ein- und denselben Key Performance Indicator durchaus Gestaltungsalternativen für beide Vertragsparteien gibt. Zudem werden verschiedene Modelle für die Regelung der Nichteinhaltung von Verfügbarkeitszusagen vorgestellt. Da sich der Vortrag vor allem an Nichtjuristen wendet, wird das bei SLA anwendbare AGB-Recht nur kurz angesprochen. Herr Peter Gierse von der Management Beratungsgesellschaft mbH (IT-Gesellschaft der PROVINZIAL Rheinland Versicherung AG) erläutert in seinem Vortrag die Handhabung von SLA aus Sicht des Dienstleisters. Schwerpunkte seines Vortrages sind die Definition von "Business on Demand“ in der Praxis und die Umsetzung des SLA am Beispiel einer aktuellen Kundensituation.
Die Veranstaltung richtet sich an Juristen sowie alle IT-Unternehmen, die mit SLAs umgehen. Begleitend ist Raum für Fragen und Diskussion vorgesehen. Persönliche Erfahrungen können während der Veranstaltung ausgetauscht und typische Probleme im Einzelnen besprochen werden. Wer möchte, kann den Referenten schon im Vorfeld seine Fragen oder Muster von SLA zukommen zu lassen, damit diese - natürlich anonym - in die Vorträge eingebracht werden können. Persönliche Kontakte können anschließend bei einem Glas Kölsch und einem kleinen Stehimbiss gepflegt werden – ein wesentliches Kennzeichen des Arbeitskreises.
Datum:
Mittwoch, 31. Januar 2007, 18.00 Uhr – 20.00 Uhr
Ort:
Kolpinghaus International, St.-Apern-Str. 32, 50667 Köln
Im Anschluss an Vortrag und Diskussion lädt der Verein zum Imbiss und Kölsch ein.
Entgelt:
30,-- € für Mitglieder
40,-- € für Nicht-Mitglieder
Anmeldung:
Die Anmeldung zu der Veranstaltung kann formlos per Fax an die Fax-Nr.: 0221 / 27 11 59 41 oder online unter www.edv-und-recht.de erfolgen.
Arbeitskreis EDV und Recht e.V.
Worringer Str. 25
50668 Köln
E-Mail:
Internet: www.edv-und-recht.de









