(openPR) „Man kommt den Musikern näher und der Musik auch, man erlebt sie stärker“, erzählt Andreas Röhling, „man zittert ein wenig mit und tut dazu noch etwas für die Kulturförderung in der Stadt.“ Röhling ist Rechtsanwalt und hat sich ein Haus im Süden Kölns direkt am Rhein gebaut. Es ist ein großes Haus mit großem Wohnzimmer. Früher einmal hätte man einen solchen Raum mit seinem atemberaubenden Blick auf den Fluss vermutlich einen Salon genannt. Doch nicht allein deshalb ist er wie für die Kulturinitiative KunstSalon in Köln gemacht - sondern vor allem, weil Röhling und seine Frau Leidenschaft verspüren für Musik und für ihre Stadt.
Der KunstSalon fördert seit zwölf Jahren das Kulturleben Kölns ohne finanzielle Unterstützung durch öffentliche Kassen. Es ist eine Gründung durch Bürger der Stadt. Rund 500 sind es inzwischen, die jährlich knapp 200 Euro zahlen und dafür bei einem monatlichen Jour fixe mit Künstlern zusammentreffen und debattieren können. Hinzu kommen mehr als 50 Mitglieder, die mit 500 Euro oder mehr Projekte unterstützen und noch ein kleiner Kreis von Förderern und Firmen, die sich ihr Engagement mindestens 5000 Euro wert sein lassen.
Mit diesem Etat veranstaltet der KunstSalon nicht zuletzt zwei Festivals, die einmalig sein dürften. Seit zehn Jahren gelingt es den Organisatoren, im Winter für ein langes Wochenende Kölner Bürger wie Andreas Röhling dafür zu gewinnen, ihre Privat- oder Geschäftsräume für Konzerte zur Verfügung zu stellen. Im Jubiläumsjahr 2007 finden innerhalb von 10 Tagen sogar 58 Konzerte statt - 58 Türen der Stadt öffnen sich für Konzerte und Gäste.
„Musik in den Häusern der Stadt“ - der Titel des Festivals enthält bereits sein Programm. Das Interesse an dem Festival war von Anfang an derart groß, dass gleich ein zweitens ins Leben gerufen wurde, das im Juni für ein Wochenende „Literatur in die Häuser der Stadt“ bringt. Peter Bach, einer der Initiatoren und Hauptförderer des KunstSalons, meint: „Kultur war immer ein soziales Ereignis, ein Anlass für gesellschaftlichen Austausch. Die Kölner hängen sehr an ihrer Stadt und feiern sie gern.“
Die Zentrale des KunstSalons liegt in der Südstadt: eine ausgebaute Fabriketage, in der monatlich der Jour fixe statt findet, aber auch Konzerte oder Aufführungen. Neben den Festivals vergibt der KunstSalon inzwischen ein Stipendium in der Villa Aurora bei Los Angeles an Bildende Künstler und lädt ausländische Talente zu einem Dreimonats-Aufenthalt nach Köln ein. Unter der Leitung von Klaus von Wrochem, bekannt als „Klaus der Geiger", wurde ein KunstSalon-Orchester formiert. Eine „tanzsociety“ holt Ballett-Gastspiele in die Stadt, eine „filmsociety“ veranstaltet Previews oder Diskussionsabende mit Kinoleuten wie Volker Schlöndorff oder Sönke Wortmann, Gudrun Landgrebe, Michael Ballhaus oder Caroline Link.
Eine intelligente Initiative, die auch deshalb funktioniert, weil viele Kölner Künstler ihre Verbindungen zur Verfügung stellen.
Das Festival „Musik in den Häusern der Stadt“ findet vom 25. Januar bis zum 04. Febraur statt. Vollständiges Programm sowie Informationen zum Kartenverkauf: http://www.kunstsalon.de
Ticket-Hotline 0221 93679-713
Uwe Wittstock ist seit 2000 Redakteur der „Welt“, zunächst als stellvertretender Leiter des Feuilletons, danach seit 2002 als Kulturkorrespondent erst in Paris und dann in Frankfurt am Main. Ausgezeichnet mit dem Theodor-Wolff-Preis für Journalismus.
Pressekontakt:
Julie Ulrike Lanz
Mail:
Tel.: 0221 - 21 00 61
Der KunstSalon ist eine Kölner Privatinitiative zur Förderung von Kunst und Kultur. Im Fabrikloft in der Kölner Südstadt treffen sich Kunstliebhaber, Künstler, kunstinteressierte Bürger, fördernde Privatleute und Unternehmer.
Seit 1994 schafft der KunstSalon authentische Nähe zu Kunst und Künstlern, er belebt das Interesse vieler Menschen für die Künste. Vor allem der monatliche jour fixe bringt inspirierende und interdisziplinäre Begegnungen.
Offene Publikums¬veranstaltungen in den Bereichen Musik, Theater und Bühnentanz, Bildende Künste, Film und Literatur reichern das Programm an. Im KunstSalon werden Spitzen- und Nachwuchskünstler bei ihren Auftritten und im Gespräch erlebt.
Der KunstSalon genießt die Künste, feiert Preisverleihungen, Premieren und Feste mit Künst-lern, ihren Förderern und Freunden.
Der KunstSalon fördert Künstler, vornehmlich den künstlerischen Nachwuchs, lokal und natio-nal. Herausragende Förderprojekte sind:
o Die Festivals „Musik in den Häusern der Stadt“ und „Literatur in den Häusern der Stadt", die kulturbegeisterte Zuhörer in privater Atmosphäre zum Kunstgenuss einladen. (Ja-nuar und Juni)
o Die Ausschreibung eines dreimonatigen Stipendiatsaufenthalts für Bildende Künstler in der „Villa Aurora“ in Kalifornien.
o Das „KunstSalon Orchester“ unter der Leitung von „Klaus dem Geiger“.
o Mit seiner Sektion tanzsociety fördert der KunstSalon das bestehende Interesse des tanzbe-geisterten Puklikums.
o Mit der filmsociety gründet der KunstSalon die erste große Publikumsgesellschaft zur Pflege des Films als Kulturgut.
o Neben diesen Jahresförderungen finden auch einzelne Projektförderungen statt.















