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Netzbetreiber oder Medienhaus: Deutsche TK-Unternehmen im Wettbewerb mit Kabelnetzbetreibern - Wer ist Jäger, wer Gejagter?

11.01.200710:45 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Berlin/Bonn. Mehr Leistung bei gleichem Geld. Auf diese Formel lassen sich die Herausforderungen verdichten, denen die Telekommunikationsbranche sich in diesem und den kommenden Jahren gegenübersieht. Dabei dürfte die Erhöhung der Mehrwertsteuer kaum eine Rolle spielen. Sie „wird bis auf wenige Ausnahmen nicht an den Kunden weitergegeben", prognostiziert Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten http://www.vatm.de. „Auch im neuen Jahr können Privatkunden weiterhin zu günstigen Tarifen telefonieren und surfen.“ Als Grund nannte er den beständigen Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt, „der erwartungsgemäß die Preise für Telekommunikationsdienste trotz Steuererhöhung weiter nach unten treibt."



In kaum einem anderen Sektor sind die Preise so stark gesunken wie bei der Telekommunikation, bestätigt auch der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien http://www.bitkom.de. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder erwartet eine Fortsetzung dieser Entwicklung, so der Tagesspiegel: „Mit neuen Pauschaltarifen, Paketangeboten und der Alternative Internettelefonie wird gerade die nächste Preisrunde eingeläutet.“ Was Verbraucher freut, bereitet den TK-Unternehmen Kopfzerbrechen. Die fallenden Preise drücken „Gewinne und Margen. Branchenriesen wie die Deutsche Telekom reagieren darauf mit Stellenabbau“, schreibt das Handelsblatt. Aber auch für die Konkurrenten des rosa Riesen wird die Luft dünner, außerdem treten neue Anbieter auf den Plan. Am Spagat zwischen Wachstum und Kostensenkung werden sich alle Anbieter versuchen, auch weil die Bündelangebote aus Internet und Sprache um den Faktor TV-Zugang erweitert werden. Thomas Goette von der Beratungsgesellschaft Mercer Management Consulting www.mercermc.de sagt gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Das Jahr 2006 war das Jahr des Double-Play, der Bündelangebote aus Internet und Sprache." Für das neue Jahr erwartet er eine Ausweitung dieser Bündel zum Triple Play. „Der Wettbewerb mit den Kabelnetzanbietern wächst erkennbar, und diese wissen, dass sie nur ein Zeitfenster von rund zwei Jahren haben, um den Telekommunikationsunternehmen die Kunden abzujagen", erklärt Goette.

Die Kabelnetzbetreiber arbeiten daher zurzeit fieberhaft an der Aufrüstung ihrer Netze für Telefonie und Internet, so die FAZ weiter. „Wir sehen in anderen europäischen Märkten, dass der Wettbewerb zwischen dem Kabel und DSL sehr intensiv ist. Das wird auch in Deutschland kommen und die Konkurrenz im Jahr 2007 anheizen." Die Telekommunikationsunternehmen ihrerseits seien längst dabei, ihre Angebote um die Fernsehkomponente zu erweitern. Durch Übertragung über das Internet-Protokoll (IP) entstehen neue Geschäftsmodelle für die TK-Unternehmen.

„Wir stehen vor der größten Veränderung in der Fernsehgeschichte: Technologien und Geschäftsmodelle verändern sich gleichzeitig“, bestätigt Jens Böcker, Marketing-Professor an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, gegenüber dem Magazin Technology Review. Deren Redakteur Gregor Honsel sieht in der Entwicklung nur den Startschuss für eine Auseinandersetzung zwischen TV-Kabelgesellschaften und Telekommunikationsanbietern: „Die Kabelnetzbetreiber bieten seit längerem Paket-Angebote aus Fernsehen, Internet und Telefon an. Sie wildern somit direkt im Stammgeschäft von Telekom & Co. Diese wiederum wehren sich nun, indem sie mit IPTV den Kernbereich der Kabelfirmen - nämlich die Übertragung von Fernsehkanälen - angreifen", schrieb er in dem Magazin.

Offen sei noch die Rollenverteilung, „wer Jäger und wer Gejagter ist." Für die traditionellen TK-Unternehmen bedeutet dies, „dass sie entweder zum reinen, aber sehr effizienten Netzbetreiber werden oder aber beginnen, wie Medienhäuser zu agieren - eine Kompetenz, die in den meisten Unternehmen der Branche noch nicht sehr ausgeprägt ist. Sie müssen mehr in Innovation investieren“, sagt Ansgar Schlautmann, TK-Experte der Unternehmensberatung CSMG Adventis http://www.csgm-global.com, der FAZ.

Zudem erlaube die Datenübertragung über das Internet-Protokoll, dass „viele Schaltvorgänge, für die heute noch ein Techniker zum Kunden fahren muss, zentral gesteuert oder gleich ganz automatisiert“ werden. Diese Umstellung werde sich aufgrund der erheblichen Kostenvorteile nach Ansicht der Berater in diesem Jahr noch beschleunigen. Gleiches könne auch für den Ausbau der IP-Netze angenommen werden. Von diesen Trends profitieren auch viele Unternehmen. „Wir können mittlerweile Services anbieten, die noch vor wenigen Jahren gar nicht darstellbar waren“, sagt Axel Schnell, Service Director und Mitglied der Geschäftsleitung des Stuttgarter Sytemintegrators Nextiraone http://www.nextiraone.de. „Heute können die Anwender über das Web Funktionen einfach an- oder ausschalten, gerade wie sie benötigt werden.“ Das erhöhe die Flexibilität und führe zu Einsparungen für das Unternehmen. „Dank größerer Bandbreiten ist jetzt das lange nachgefragte Video Conferencing per Telefon problemlos möglich. Von Angesicht zu Angesicht lassen sich komplexe Sachverhalte besser klären, und die Teilnehmer erzielen nachweislich schneller eine Einigung“, so Schnell.

Medienbüro.sohn
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