(openPR) Mit Unterstützung von weit über einhundert ehrenamtlichen Vogelbeobachtern hat die Staatliche Vogelschutzwarte Steckby (Landesamt für Umweltschutz) den dritten Jahresbericht vorgelegt. Darin wird der gesamte Landesbestand der Vögel geschätzt. Am häufigsten brüten gegenwärtig die Buchfinken (500 000 Brutpaare) in Sachsen-Anhalt. Gefolgt von Kohlmeisen (350.000 ), Feldlerchen und Haussperlinge (je 300 000), Amseln und Staren (je 250.000), meldet das Magazin EUROPATICKER Umweltruf (www.europaticker.de).
Bei einigen selteneren Brutvogelarten haben sich die Bestände erfreulich erholt. So brüten in Sachsen-Anhalt inzwischen jährlich 40-50 Paare der Rohrdommel. Vor wenigen Jahren waren es nur halb so viel. Auch das vor kurzem noch äußerst seltene Blaukehlchen kommt jetzt mit 60-70 Paaren recht weit verbreitet im Land vor. Durch intensive Erfassungen in den Europäischen Vogelschutzgebieten konnten sogar 1200 Brutpaare des nachtaktiven Ziegenmelker nachgewiesen werden. Der Schätzwert für das gesamte Land betrug zuvor 300- 400 Paare. Allein 500 Brutpaare ließen sich in der Colbitz - Letzlinger Heide feststellen.
Auch bei den stark bedrohten Großvogelarten Schwarzstorch, Seeadler und Fischadler stabilisieren sich die Vorkommen. Und während der über 200 Paare zählende Kranichbestand ein Beispiel für die Bemühungen ehrenamtlicher Vogelschützer ist, Nistplätze zu erhalten und Störungen aus den Brutgebieten fernzuhalten, gelten als Sorgenkinder deutschlandweit die Großtrappe und die Wiesenbrüterarten.
Die Monitoringberichte dienen nicht nur ornithologischen Interessen. Internationale Verpflichtungen der Europäischen Vogelschutzrichtlinie machen es erforderlich, seit 2003 regelmäßig über die Situation der heimischen Vogelwelt zu berichten.
Die Staatliche Vogelschutzwarte in Steckby wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. Sie ist eine der ältesten Deutschlands.




