(openPR) Rheumapatienten mit Kinderwunsch können die Familienplanung nicht ganz sorglos in Angriff nehmen: Sie müssen die Behandlung ihrer Erkrankung mit berücksichtigen. Die rechtzeitige Rücksprache mit den behandelnden Ärzten ist daher wichtig. Kostenlose telefonische Unterstützung bietet das Service Center Rheumawelt werktags von 10 bis 17 Uhr an. Kinderwunsch ist hier ein häufiges Gesprächsthema.
Manche Medikamente, die bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden, können bei Frauen und Männern die Fruchtbarkeit vorübergehend oder dauerhaft einschränken. Bei Frauen kann etwa die Einnahme der entzündungshemmenden und schmerzlindernden nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) die Fruchtbarkeit zeitweise mindern. Daher kann es sinnvoll sein, bei bestehendem Kinderwunsch auf andere Medikamente umzusteigen. Bei Männern haben andere Medikamente Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Auch für sie gilt: Im Falle eines Kinderwunsches rechtzeitig das Gespräch mit den behandelnden Ärzten suchen. Unabhängig von der jeweils notwendigen Medikation sollten Empfängnis und Schwangerschaft bei Frauen mit Rheuma, zum Wohle von Mutter und werdendem Kind, möglichst in einer stabilen Phase ohne Beschwerden stattfinden.
Schwangerschaft und Stillzeit: So wenig Medikamente wie möglich, aber so viele wie nötig
In der Schwangerschaft und Stillzeit gilt es, den Therapieplan individuell auf Mutter und Kind abzustimmen. Viele antirheumatische Medikamente werden während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen, weil es zu wenig Erfahrung mit diesen Substanzen gibt, bzw. nachgewiesene Risiken für das ungeborene Leben drohen. Allerdings kann bei weitem nicht jede Schwangere mit einer rheumatischen Erkrankung vollständig auf ihre Medikamente verzichten. Bei frühzeitiger Planung ist eine ausreichende Behandlung der Mutter in Verbindung mit dem Schutz des Kindes jedoch meistens möglich.
Ein Beispiel: Sarah und Tim
Sarah (27) und Tim (30) kennen sich aus einem Cluburlaub für Singles vor vier Jahren und sind seitdem ein Paar. Nun wollen beide ein Kind. Doch bevor Sarah die Pille absetzt, macht sie einen Termin beim Rheumatologen. Denn sie nimmt seit einigen Jahren Medikamente gegen Rheuma, die offensichtlich nicht ohne sind: Im Beipackzettel steht, dass „eine Anwendung bei schwangeren Frauen nicht empfohlen“ wird. Der Kinderwunsch wirft bei dem jungen Paar viele Fragen auf, z.B. „Darf ich überhaupt schwanger werden?“, „Kann ich während der Stillzeit meine Medikamente weiter nehmen?“, „Könnte die Schwangerschaft einen Rheumaschub auslösen?“.
Mit diesen Fragen sind Sarah und Tim am besten bei dem behandelnden Arzt bzw. einem Facharzt für Rheumatologie aufgehoben. Gemeinsam können sie mit ihm überlegen, unter welchen Voraussetzungen die Behandlung der rheumatischen Erkrankung und eine mögliche Schwangerschaft miteinander vereinbar sind. Für Fragen, die vor oder nach dem Arztbesuch anfallen, steht Sarah und Tim das Service Center Rheumawelt zur Verfügung.
Fragen zum Thema „Kinderwunsch und Rheuma“ beantwortet das Team des Service Centers Rheumawelt, bestehend aus Ärzten und Pflegepersonal, kostenlos telefonisch. Es ist erreichbar montags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr:
Rheuma-Hotline: Tel. 0800-881 22 22 (gebührenfrei)
Rheumawelt im Internet: www.rheumawelt.de
Das Internetportal bietet einen eigenen Themenbereich „Kinderwunsch und Rheuma“ mit detaillierten Informationen.
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