(openPR) Verband Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI) empfiehlt "10-Punkte-Checkliste" für den sicheren und gesunden Start ins neue Jahr.
Wiesbaden, 18. Dezember 2006. Allein in der Bundeshauptstadt Berlin passieren in der Silvesternacht rund 500 Unfälle durch den unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern, über 500 Verletzte werden sogar in die Berliner Krankenhäuser eingeliefert. Für den sicheren Start ins neue Jahr empfiehlt der VDSI daher die folgende Checkliste:
- Kaufen Sie nur in Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper. Diese erkennen Sie an der Kennzeichnung durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM – P I – vierstellige Nummer oder BAM – P II – vierstellige Nummer). Billig-Artikel können in punkto Handhabungssicherheit und Qualität nicht eingeschätzt werden, ihr Schallpegel kann bei über 120 Dezibel liegen, also überhalb der Schmerzgrenze!
- Planen Sie vor dem Feuerwerk Zeit ein, um die Gebrauchsanleitung zu lesen.
- Ist Alkohol im Spiel, gilt: Ansehen ja, selbst abbrennen nein.
- Schießen Sie Feuerwerksraketen nur aus feststehenden Abschussvorrichtungen ab. Auch Batteriefeuerwerke unbedingt auf eine glatte Unterlage stellen. Feuerwerkskörper keinesfalls vom Balkon oder vom Fenster aus abschießen.
- Achten Sie auf ausreichenden Körperabstand: Artikel auf keinen Fall am Körper (zum Beispiel Jacken- oder Hosentaschen) tragen.
- Auf „Mutproben“ verzichten: Halten Sie Knallkörper nicht länger als unbedingt nötig in der Hand. Verletzungen von Hand und Fingern (Verbrennungen, Knochenbrüche oder schlimmstenfalls Amputationen) drohen!
- Beim Abbrennen vieler Wunderkerzen vor allem kleine Räume gut lüften. Wunderkerzen gehören nicht oder nur unter Aufsicht in Kinderhände: Nicht abgebrannte Artikel können Vergiftungen auslösen.
- Auf der Straße liegende „Blindgänger“ sind kein Spielzeug – informieren Sie Kinder und Jugendliche über mögliche Gefahren, die von nicht abgebrannten Knallkörpern ausgehen.
- Wer auf Nummer sicher geht, besorgt in den Tagen vor Silvester nicht nur Kracher, Böller und Raketen, sondern prüft auch, ob der Erste-Hilfe-Schrank richtig aufgefüllt ist. Leichte Verbrennungen können mit Leitungswasser gekühlt und einer Brandsalbe behandelt werden. Bei größeren Brandwunden, aber auch bei Augenverletzungen oder durch die Explosion entstandenen Ohrgeräusche umgehend den Notarzt aufsuchen!
Belegexemplar erbeten!








