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Zur Diskussion über Studiengebühren

29.04.200412:34 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) GDCh lehnt isolierte Einführung ab

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat im Dezember 2002 ein Positionspapier verabschiedet, in dem sie zur Einführung von Studiengebühren Stellung nimmt. Sein Fazit lautet, dass die Chancengleichheit aller - unabhängig von der sozialen Herkunft - nicht verletzt, sondern eher noch verbessert wird, wenn ein abgestimmtes System von Maßnahmen eingeführt wird, in dem die Studiengebühren ein Bestandteil sind.



Die GDCh hält Studiengebühren im Rahmen einer umfassenden Reform für sinnvoll, die noch andere Elemente enthalten muss: die Einführung von Stipendien, Kreditvergabe an Studierende im Rahmen veränderter Grundsatzbedingungen und erweiterte Arbeitsmöglichkeiten in Lehre und Forschung an der Hochschule gegen Bezahlung. Ausdrücklich als nicht empfehlenswert lehnt die GDCh eine isolierte Einführung von Studiengebühren ab.

Des weiteren schlägt die GDCh vor, dass Studiengebühren durch die Hochschulen in eigener Verantwortung erhoben und in eigener Verantwortung verwendet werden sollen, und zwar zur Vergabe von Stipendien und für Innovationen und Investitionen im Lehrbereich. Studiengebühren dürfen nicht zur Teilkompensation der Unterfinanzierung der Hochschule herangezogen werden.

Die GDCh nennt in ihrem Positionspapier Kriterien für die Stipendienvergabe. Sehr gute Leistungen und soziale Gesichtspunkte spielen hierbei die entscheidende Rolle. Mit Hilfe von Stipendien soll auch der Anteil ausländischer Studierender erhöht werden.

Die Einführung von Studiengebühren muss mit einer generellen Veränderung der Finanzierungsbedingungen des Studiums einhergehen, meint die GDCh und schlägt vor, die Möglichkeiten der Kreditvergabe (BAFöG) zu verändern. Die Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern sollte entfallen.

Die GDCh-Vorschläge basieren auf Grundsätzen, bei denen die Chancengleichheit im Mittelpunkt steht. Es liege im elementaren Interesse der gesamten Gesellschaft, besonders Befähigten - unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ihren finanziellen Möglichkeiten - ein Studium zu ermöglichen und sie (auch finanziell) zu fördern, heißt es in dem Papier.

Das Positionspapier und die Befürwortung von Studiengebühren ist aus der Überlegung heraus entstanden, dass die GDCh ihr Augenmerk auf eine moderne und ausgezeichnete Ausbildung zukünftiger Chemieabsolventen richten muss. Eine solche Ausbildung und das Konzept des forschenden Lernens ist wegen mangelnder Grundausstattung an Material und modernem Gerät an den Hochschulen immer weniger gewährleistet.

 

GDCh-Öffentlichkeitsarbeit

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