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Reisen in der Krise

05.11.202014:14 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Reisen in der Krise
Prof. Dr. Karl-Rudolf Rupprecht von der Frankfurt UAS, Experte für Luftverkehr © B. Bieber
Prof. Dr. Karl-Rudolf Rupprecht von der Frankfurt UAS, Experte für Luftverkehr © B. Bieber

(openPR) Branchenexperte Prof. Dr. Karl-Rudolf Rupprecht und sein Team von der Frankfurt UAS untersuchen das Reiseverhalten in der Corona-Krise: Einreisebestimmungen und Quarantäneregelungen halten vom Reisen ab/Markterholung wohl erst 2022

Wer hat sich diese Fragen in diesem Jahr nicht gestellt: Fahren wir in den Urlaub oder bleiben wir besser ganz zu Hause? Steigen wir in ein Flugzeug? Machen wir noch Fernreisen oder lieber eine innerdeutsche Reise? Prof. Dr. Karl-Rudolf Rupprecht, Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit besonderem Schwerpunkt Logistik und Luftverkehrsmanagement sowie


Studiengangsleiter MBA Aviation and Tourism Management, hat sich Fragen rund um Reisen in Zeiten von Corona aus wissenschaftlicher Sicht angenommen. Er und sein Team von der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) haben im Frühherbst 750 Personen zu ihrem Reiseverhalten sowie zu ihrer Einschätzung der Lage der Luftverkehrs- und Tourismusbranche befragt. Einreisebestimmungen sind der Hauptgrund, der Menschen vom Reisen abhält; gefolgt von Quarantäneregelungen im Heimat- und Zielland. Der Ausblick ist pessimistischer geworden: In einer ersten Befragung im Sommer rechnete die Mehrheit mit einer Markterholung in 2021, jetzt sehen viele diese erst 2022 in Sicht. In Deutschland lebende Personen sind insgesamt pessimistischer als Befragte aus anderen Ländern.

Die Befragung wurde von dem in Gründung befindlichen „Institute for Aviation and Tourism (IAT)“ der Frankfurt UAS, unter der Projektleitung von Manuel Wehner, in Kooperation mit der Amadeus Germany GmbH durchgeführt. Die Ergebnisse wurden Ende Oktober dem Amadeus Executive Round-Table „Neustart der internationalen Mobilität und Reisebranche“ vorgestellt, einem 2020 ins Leben gerufene Entscheider-Netzwerk, hochrangig besetzt mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Industrie und Wissenschaft. An der auf Deutsch und Englisch durchgeführten zweiten Befragung haben schwerpunktmäßig Personen aus dem akademischen und touristischen Sektor teilgenommen. 85 Prozent der Befragten leben in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, 15 Prozent in anderen Ländern weltweit. Eine weitere Umfrage wird voraussichtlich bereits Ende November online gehen und sowohl Daten zum Vergleich erheben als auch neue Aspekte aufgreifen. Zudem analysiert die Frankfurt UAS gemeinsam mit Amadeus reale Buchungs- und Stornierungszahlen für das Jahr 2020.

Wer selbst geflogen ist, sieht die Zukunft optimistischer und geht eher von einer Erholung in 2021 aus. „Die Botschaft, dass Reisen Optimismus fördert, ist also noch valide“, schlussfolgert Rupprecht. Einreisebestimmungen sind bei Fernreisen am problematischsten: Kleinere Haushalte und Jüngere waren hier stärker betroffen, da diese eher Fernreisen geplant hatten als Familien und Ältere. Wider Erwarten gibt es, trotz höherem Todesrisiko im Falle einer Infektion im Alter, keine signifikante Korrelation zwischen Alter und Ansteckungsangst. „Wohl aber sind jüngere Befragte sensibler. Sie sorgen sich häufiger um die Ansteckung anderer durch sie“, betont Rupprecht. „Die derzeit planungsrelevantesten Faktoren – wie Fallzahlen im Reiseland und entsprechende politische Maßnahmen wie Quarantäneregeln und Lockdowns – sind zugleich die, die vom Reiseveranstalter am wenigsten beeinflussbar und zudem am volatilsten sind“, ergänzt Monika Wiederhold, Vorsitzende der Geschäftsführung von Amadeus Germany.

Etwa ein Drittel der Befragten wird deutlich positiv durch Testmöglichkeiten im Reiseverlauf beeinflusst. Diese Gruppe deckt sich mit derjenigen, die kontaktlos reisen möchte und die bereit ist, mehr Geld für ein Corona-sicheres Reiseerlebnis auszugeben. Diese Gruppe ist auch deutlich williger, mehr Daten als das bereits Notwendige zu teilen, um dies zu ermöglichen. Demografisch sticht zwar nichts aus dieser kombinierten Gruppe hervor, wohl aber in den einzelnen Bereichen „Kontaktloses Reisen“ und „Bereitschaft, mehr für ein Corona-sicheres Reiseerlebnis zu zahlen“: Geschäftsreisende sind eher bereit, mehr für ein Corona-sicheres Reiseerlebnis auszugeben; Jüngere sind eher an kontaktlosem Reisen interessiert. Bei Tests selber spielen Ergebnisgeschwindigkeit und Durchführungsgeschwindigkeit die größte Rolle. Tests werden als ein notwendiges Übel angesehen.

In Deutschland lebende Personen sind zurückhaltender, biometrische Informationen in eine App zu laden und mehr Daten als unbedingt nötig zu teilen. Jüngere sind, wie erwartet, etwas mehr dazu bereit. Interessanterweise sind die Befragten, die bereits Apps mit biometrischen Informationen nutzen (rund 7 Prozent), aber gleichmäßig in allen Altersgruppen und Geschlechtern vertreten.

In der Umfrage konnten Zusammenhänge rund um die Bewertung des Flugzeugs als Transportmittel festgestellt werden. Die Buchungsflexibilität und Hygiene bei Airlines werden allgemein eher positiv wahrgenommen (falls benutzt). In Deutschland Lebende und ältere Umfrageteilnehmende bewerten die angebotenen Hygienekonzepte kritischer als andere. „Der Ausblick, ab wann wieder normal geflogen wird, korreliert sehr signifikant mit der Bewertung der angebotenen Flexibilität bei Airlines. Je positiver, desto optimistischer“, so Rupprecht. „Die entscheidende Frage lautet also: Können Airlines den Optimismus durch weitere Flexibilität treiben? Und wie müsste diese Flexibilität aussehen?“, blickt Rupprecht in die nahe Zukunft. „Wir beobachten in diesen Zusammenhängen neue Branchen-Kooperationen und Produkt-Angebote entlang der Reisekette und planen diesbezüglich zusätzliche Untersuchungen im weiteren Verlauf der Pandemie.“

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 3: Wirtschaft und Recht, Prof. Dr. Karl-Rudolf Rupprecht, Telefon: +49 69 968 35 019, E-Mail: E-Mail und Manuel Wehner, Telefon: +49 170 5760434, E-Mail: E-Mail

Weitere Informationen unter: www.frankfurt-university.de/fb3.

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