(openPR) Berlin, 05. Oktober 2020 - Thomas bo Henriksson bezeichnet die Gemälde dieser Ausstellung als Singularitäten, weil sie „die Membranen repräsentieren, die uns davon trennen, über unsere eigenen Begrenzungen hinaus in das noch Unbekannte vorzudringen.“ Er sagt: „Sie sind der Ereignishorizont selbst, die Grenze zur Zukunft, zu alternativen Universen oder das Betrachten unserer eigenen Vergänglichkeit.“
Die Gemälde beschäftigen sich mit Zeit und Raum und den Grenzen unserer Wahrnehmung. Schöpfend aus der Welt der Wissenschaft und Technik schafft Henriksson Gemälde, die das Reich des Ereignishorizonts beschwören, jenseits dessen alles fremdartig und unvorstellbar ist.
Der Begriff Singularität wurde oft verwendet, um das Auftreten Schwarzer Löcher im Universum zu beschreiben. Der Begriff bezieht sich heute auch auf den Zeitpunkt, an dem die Technologie so weit fortgeschritten ist, dass sie Menschen überflüssig macht und unser Bewusstsein und unsere Erinnerungen heruntergeladen werden können. Die Singularität ist diese dramatische Verschiebung, an der WIR so mit der Technologie verflochten werden, dass wir aufhören, nur Menschen zu sein.
Die Bilder in „Singularities“ entstanden nach einer Reise nach Tokio – der Künstler war überwältigt davon, in dem Organismus großer Städte eingeschlossen zu sein, in einem Gehege von enormen Gebäuden und Glasfassaden. Er war fasziniert von der japanischen Kultur und ihrer dualen Beziehung zu Ordnung und Unordnung.
Henriksson erreicht mit seinen Singularity-Gemälden expressiven Minimalismus – eine Synthese zwischen dem Gegenständlichen und dem Abstrakten, dem Expressiven und dem Formalen. Es ist seine Version der jahrhundertealten japanischen Problematik und Obsession mit dem Perfekten und dem Gebrochenen.
Henrikssons Liebe zur Malerei kommt aus dem Glauben an die Kraft der gezeichneten Linie und der Farbe – dass Farb-Akkorde Erfahrungen vermitteln, die wir alle wahrnehmen, intuitiv verstehen, und dass diese eine kollektive existentielle Erfahrung übertragen, die uns alle bereichert.
Thomas bo Henriksson resümiert: „Meine wichtigste modernistische Erfahrung ist die Freiheit und Verpflichtung, neue wahre Sprachen zu erfinden und zu entwickeln.“
Mit der Ausstellung Beyond Singularities des Malers Thomas bo Henriksson präsentiert das artloft.berlin die elfte Ausstellung in einer von Tanya Berlinski kuratierten Serie. Mit freundlicher Unterstützung durch Time Equities Inc. und artloft.berlin.
Vernissage: 11. Oktober 2020, 15.00 - 18.00 Uhr
Begleitet wird die Eröffnung mit einer Cello Performance von Liron Yariv
Der Künstler ist bei der Ausstellungseröffnung anwesend.
Ausstellungsdauer: 12. Oktober 2020 - 11. November 2020
Besichtigung der Ausstellung nach telefonischer Terminvereinbarung unter +49 (0)30 985 388 77
Ort: artloft.berlin (Hof 3), Gerichtstraße 23, 13347 Berlin.
Bitte beachten Sie die Informationen zu Covid-19 unter:
https://artloft.berlin/aktuelles-covid19-update/













