(openPR) Ein Franchiseunternehmen kann gewöhnlicher Weise seine Umsatzposition durch die Verbesserung der eigenen Franchisepartner oder durch die Gewinnung neuer Franchisepartner in Form von neuer Standorte realisieren.
Welche Auswirkungen jedoch die Unzufriedenheit von Franchisepartnern haben kann, zeigt folgende Studie:
Gemäß einer Studie zum Thema, warum Personen ein Franchisesystem verlassen, wurden in Australien 700 Franchisegeber zu den Themen Franchisenehmer-Rekrutierung, Unterstützung, Monitoring, Erfahrungen im Zusammenhang mit Franchisenehmerproblemen, Gründe für die Aufregung von Franchisenehmern, der Gebrauch restriktiver Argumente in Handelsstreitigkeiten mit Franchisenehmern, sowie die direkte Einflussnahme auf Franchisenehmer, die das Konzept verlassen aber dennoch das Business weiterverfolgt haben.
Die Franchisenehmer wurden unter anderem dazu befragt, warum Sie sich dem System angeschlossen haben, und falls anwendbar, warum Sie das Konzept verlassen haben. Darüber hinaus wurden Sie über Ihren vorherigen Arbeitshintergrund befragt, Täuschungen im Rahmen der Franchisegeber Services diskutiert, sowie ein Vergleich über Ihre Performance während der Zeit als Franchisenehmer und nach deren Austritt im Rahmen des Imitationsproduktes angestellt.
Für die meisten ehemaligen Franchisenehmer war es der erste Schritt in die Selbständigkeit. Alle hatten große Erwartungen in Bezug darauf, was der Franchisegeber zur Verfügung stellen sollte.
Ein Franchisenehmer hatte das Gefühl, wenn er nochmal über den Prozess nachdachte, dass er einen Franchisegeber im Vorfeld gründlicher analysieren würde. Mehrere Franchisenehmer nannten als Hauptgrund für das Verlassen des Systems die Franchisegebühren, andere erwähnten wiederum Unzufriedenheit mit dem Franchisegeber, sowie Unzufriedenheit in Bezug auf eine größere Unabhängigkeit.
Eine Person kommentierte, “ich habe aufgehört, weil ich nicht mehr die Sicherheitsdecke des Franchising brauche“, ein anderer wiederum „es ging nur um das Verkaufen einer Franchise, wenn Du einmal unterschrieben hattest, gibt es keine Loyalität mehr.“
Dieser Grad an Ernüchterung in Bezug auf die Franchisebeziehung war in diesem Zusammenhang der Inhalt der durchgeführten Interviews.
Die meisten Franchisepartner hatten nach dem Verlassen der Franchise den Eindruck, dass sich Ihre individuelle Performance verbessert hatte, Sie nahmen vor dem unabhängigen Agieren Rechtsberatung in Anspruch und fühlten sich aus dieser Position heraus sicher, nicht vom Franchisegeber gerichtlich verfolgt zu werden, obwohl Vereinbarungen aus dem Franchisevertrag Ihnen verbot, in Wettbewerb zu treten. Alle ehemaligen Franchisenehmer traten unter einem neuen Namen auf „same name, new game“ ,einige hatten sogar Ihre alte Rufnummer behalten.
Ein Franchisenehmer äußerte sich in diesem Zusammenhang, in dem er erwähnte, dass auch wenn er eine Wahl hätte im System zu bleiben oder dieses zu verlassen, seine Kunden bei ihm bleiben würden.
Die zwei Hauptbefürchtungen für existierende Franchisen waren Verlust der Franchisegebühren für den Franchisegeber und gleichzeitig die damit ausgesandte Botschaft an die anderen Franchisenehmer, dass ein derartiges Verhalten toleriert wird.
Obwohl alle Franchisevereinbarungen Wettbewerbsverbote beinhalteten, hatten Franchisegeber den Eindruck, dass Sie in der Erfahrung mit Rechtsstreitigkeiten sich uneffektiv fühlten, unabhängig davon in welchem Status sich der Rechtsstreit befand.
Aus diesem Grund hatten die meisten Teilnehmer der Studie, nicht die Absicht, rechtliche Mittel gegen Ihre Franchisenehmer einzulegen. Einige Franchisegeber hatten zudem den Eindruck, dass die Formulierungen aus Ihrem Franchisevertrag zu weit ausgelegt waren, um seine entsprechenden Rechte zu schützen, so dass eine Umformulierung des Wettbewerbsverbotes stattfand, obwohl es die allgemeine Ansicht der Franchisegeber war, dass diese Vereinbarungen unabhängig von den jeweiligen Umständen schwer umzusetzen sind.
Die Markenpiraterie erfolgte lt. der Studie über eine Weiternutzung des Konzeptes und des intellektuellen Eigentums in Form von kopierten Betreiber Verfahren, Übernahme von Marketing Techniken, sowie durch Sammlung der Kundendaten des Ex-Franchisenehmers während der Zeit als Franchisenehmer im herkömmlichen Franchisekonzept.
Fazit:
Die Unzufriedenheit eines einzelnen Franchisenehmers kann weitreichende Folgen haben. Vom einfachen Austritt, über die Rufschädigung, bis hin zur Markenpiraterie. Doch soweit muss es nicht kommen.
Die Unzufriedenheit kann sich z.B. über die rückläufige Betreuung des Franchisepartners im Zeitverlauf einstellen und das damit empfundene Gefühl der Vernachlässigung aufkommen lassen.
Für Rückfragen zu den Themen Franchisenehmer-Zufriedenheit und Mentoring von Franchisenehmern stehe ich unter 0172-1988610 zu Ihrer Verfügung.









