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Ernährung und Mikronährstoffe bei Fibromyalgie

03.09.202010:42 UhrGesundheit & Medizin
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Ernährung und Mikronährstoffe bei Fibromyalgie
Ernährung und Mikronährstoffe bei Fibromyalgie

(openPR) Eine gute Ernährung und die angemessene Aufnahme von Mikronährstoffen, vor allem von Vitamin D und Magnesium, können bei Fibromyalgie nützlich sein. Zwar fehlt es noch an größeren Studien, doch einige zeigen, dass sich die Fibromyalgie verbessern lässt.



Die Fibromyalgie gehört bis heute zu den Krankheiten, die Rätsel aufgeben. Sie ist durch chronische Schmerzen gekennzeichnet, oft begleitet von Müdigkeit, Ängsten und Depressionen, Schlafstörungen, Gelenksteife sowie Magen-Darm- und kognitiven Störungen. Zu den möglichen Ursachen gehören psychosomatische Störungen und die chemische Sensitivität, doch bis heute ist dazu nicht alles geklärt. Rund 2 bis 8 % der Bevölkerung sind von einer Fibromyalgie betroffen, die zu einem hohen Leidensdruck führt. Aufgrund der nicht genau geklärten Ursachen fehlt es bisher an effektiven Therapien.

Es gibt Hinweise, dass die Fibromyalgie eine „zentrale Schmerzstörung“ ist, die Funktionen des Zentralen Nervensystems beeinträchtigt. Neuere Untersuchungen zeigten, dass niedriggradige, systemische Entzündungen, ausgelöst durch erhöhten oxidativen Stress, zur Entwicklung der Fibromyalgie und zu Müdigkeit und Stimmungsstörungen beitragen könnten. Auch die Ernährung könnte die Fibromyalgie beeinflussen. Eine italienische Forschergruppe stellte dazu die bisherigen Kenntnisse vor.

Im Hinblick auf diätetische Interventionen gibt es diverse wirksame Ansätze. So scheinen die Verabreichung von Olivenöl, die Ersatzdiät mit altem Getreide (z.B. Buchweizen, Dinkel, Quinoa etc.), kalorienarme Diäten, die FODMAP-arme Diät (kaum fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccheride und Polyole), die glutenfreie Diät, die Mononatriumglutamat- und aspartamfreie Diät, vegetarische Diäten sowie die mediterrane Diät wirksam zu sein, um Symptome der Fibromyalgie zu verringern. Bei Übergewicht kann die Gewichtsabnahme hilfreich sein, um einige der Beschwerden zu senken.

Eine unausgeglichene Versorgung mit Vitaminen und Mineralien kann die Entwicklung der Fibromyalgie beeinflussen. Die Patienten versuchen oft selbst oder mit Hilfe von Therapeuten, ihre Zufuhr an Mikronährstoffen zu verbessern. Rund drei Viertel der Patienten nehmen häufig Nahrungsergänzungen ein. In Studien mit einzelnen oder mehreren Mikronährstoffen bei Fibromyalgie gibt es bisher teils uneinheitliche Ergebnisse. Am wichtigsten scheint die Ergänzung von Vitamin D zu sein.
Bei etwa 40 % der Patienten wurde über einen Mangel berichtet. Mehrere Studien zeigten eine Beziehung zwischen niedrigem Vitamin D und chronischen Schmerzen, Depressionen und Angstzuständen. Die erste Studie mit höher dosierten Vitamin-D-Gaben (50.000 I.E.) bei 90 Fibromyalgie-Patienten mit leichten bis mittleren D-Defiziten führte zu signifikanten Verbesserungen der Beschwerden. Danach zeigten fast alle weiteren Studien ähnliche Ergebnisse.

Die Autoren betonten, dass es bei Fibromyalgie sehr wichtig ist, den Vitamin-D-Spiegel im Serum zu testen. Sie empfehlen Ergänzungen, wenn Risikofaktoren für einen Vitamin-D-Mangel vorliegen. Zum Mineralstatus zeigten mehrere Studien eine Abnahme des intrazellulären Magnesium-Gehalts bei Fibromyalgie-Patienten. Der Mangel an Magnesium war weitgehend mit niedriggradigen Entzündungen, Muskelschwäche und Parästhesie verbunden, alles typische Fibromyalgie-Symptome. Eine neuere Studie zeigte, dass eine niedrige Magnesiumzufuhr durch die Ernährung die Schmerzschwelle der Patienten verschlechtert. In einer weiteren Studie zeigte sich, dass die Gabe von Magnesium zusammen mit einem Schmerzmedikament wirksamer war als das Medikament allein.

Auch eine Reihe anderer Mikronährstoffe könnten bei Fibromyalgie eine Rolle spielen. In Bezug auf Eisen wiesen einige Studien auf den Nutzen hin, doch bisher gibt es dazu noch wenig Nachweise. Auch antioxidativ wirkende Mikronährstoffe wie die Vitamine C und E könnten nützlich sein, doch es fehlt auch hier an relevanten Studien. Ähnliches gilt für Probiotika, einige Aminosäuren oder Coenzym Q10. Es gibt Hinweise auf nützliche Wirkungen, doch die müssten in Zukunft genauer untersucht werden.

Die Forscher ziehen das Fazit: Mit einer geeigneten Ernährung, mit der Gewichtsabnahme und mit der Ergänzung einiger Mikronährstoffe, vor allem von Vitamin D und Magnesium, kann sich eine Fibromyalgie in ihren Symptomen verbessern. Künftig sollte dieser Einfluss in größeren Studien weiter untersucht werden, um für die Fibromyalgie die wirksamsten Anwendungen in der Ernährung und bei Mikronährstoffen zu ermitteln.

Quelle
Guiditta Pagliai et al., Nutritional Interventions in the Management of Fibromyalgy Syndrome. In: Nutrients, online 19.8.2020, doi: 10.3390/nu12092525.

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