(openPR) Die Täter-Opfer-Dynamik wird abgekürzt als T-O-D bezeichnet und meint ein gesellschaftliches Phänomen unser Modernen Zeit, das unerkannt unbewusst im Kollektiv des menschlichen Bewusstseins sein Unwesen treibt und wie eine Zeitbombe im Untergrund tickend das menschliche Sein (und Tun) fortlaufend impulsierend zu einem Verbrechen an der Seele seiner Mitmenschen antreibt. T-O-D ist wie jene “Hydra”, die Herkules zu besiegen versuchte; die, wenn man ihr einen Kopf abschlägt, sogleich zwei neue Köpfe nachwachsen lässt.
Hinter jedem T-O-D-Phänomen steckt ein traumarisierendes Erleben, das einen Menschen zum Trauma-Opfer macht und einen anderen Menschen zum Trauma-Täter, wobei Opfer und Täter über eine unheilvolle destruktive Beziehungsautomatik miteinander verbunden sind und ein Leben lang miteinander verbunden bleiben, bis das Opfer und / oder der Täter den Ausstieg aus dem T-O-D-Phänomen schaffen.
Wann ist der Ausstieg geschafft? Der Ausstieg ist nur dann geschafft, wenn das Opfer nicht selbst zum Täter mutiert, wie auch der Täter nicht selbst zum Opfer wird. In der Regel geschieht aber genau das nicht - nämlich der Ausstieg -, vielmehr werden nur die Rollen verschoben. Denn entweder spielt sich das Opfer zum Täter hoch und gibt zurück, was es empfangen hat. Oder aber der Täter verfällt aufgrund unbewusster Schuldgefühle in Unterwürfigkeit und vergibt sich (vermeintlich) seine Schuld durch das Opfersein. Hier ist sie die Hydra, die, wenn man ihr den Kopf abschlägt, sogleich zwei neue Köpfe nachwachsen lässt.
Professor Dr. Puppert war einer der Ersten, der das T-O-D-Phänomen in unserer Gesellschaft “entdeckte”. Mittlerweile ist er weltweit unterwegs, um über die weitreichenden Folgen und Schäden aufzuklären, die aufgrund der T-O-D in unserer Gesellschaft entstehen, die als “transgenerationale Traumatisierung” auf die nachfolgenden Generationen einwirken und die über die Epigenetik das Mensch(lich)Sein grundlegend verändern (können).
1)
Der “Boden” einer jeden T-O-Dynamik ist traumarisierendes Erleben. Als traumatisch wird ein Erlebnis dann erlebt, wenn der menschliche Organismus von dem, was gerade erlebt wird, so sehr überwältigt und überfordert wird, dass er nur noch mit Hilflosigkeit und Lähmung darauf reagieren kann. Wenn man also - subjektiv bewertet - absolut nichts tun kann, um etwas am Ausgang des Erlebens zu ändern, dann bricht quasi das gesamte System zusammen und man verfällt in eine Handlungsunfähigkeit. Normalerweise haben wir in unserem Gehirn einen Vorrat an Erfahrungswissen (neuronale Netzwerke-) gespeichert, mit dem wir auf eine Situation angemessen reagieren können. Ob dieses Erfahrungswissen aus eigenen Erfahrungen stammt oder von den Eltern oder anderen Menschen entlehnt (abgeguckt) wurde, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist, dass Reaktionsmöglichkeiten im Gehirn angelegt sind. Ist das nicht der Fall, dann entsteht eine Überforderung mit der Möglichkeit des traumarisierenden Erlebens.
Im Falle einer (Lebens)Gefahr schüttet der Körper massenweise Stresshormone aus, die den Menschen mit einer so ungeheuren Menge an Energie versorgen, dass er “rot” sieht und Bäume ausreißen kann, d.h. die ihn zum Angriff oder zur Flucht befähigen. Das Problem ist aber jetzt, dass der Körper einen derart alarmiert-aktivierten Zustand nur kurzfristig aushalten kann, d.h. der Körper steht unter Starkstrom und das Herz wird “durchbrennen” und versagen, wenn sich, - sollte Angriff oder Flucht nicht möglich sein -, keine Schockstarre einstellt. Wenn Tiere aufgrund einer Bedrohung reglos werden, ist diese Reaktion zeitlich begrenzt. Sobald sie aus dem Totstell-Reflex heraus kommen, steht ihnen die eingeschlossene Energie zur Flucht oder für einen Gegenangriff zur Verfügung. Bei Menschen ist das anders. Sie empfinden die Energie, die in der Erstarrungsreaktion eingesperrt ist, oft als so mächtig, dass sie Angst vor ihr bekommen und sie mitsamt dem Erleben der damit verbundenen Gefühle wie Wut, Schrecken, Scham, Schuld etc. in die Verbannung- schicken. Gleichzeitig werden dann Wächter- und Kontrollinstanzen (sog. Emotionale oder Ego-States) im Energiefeld installiert, die dafür sorgen, dass dieser Mensch (das “Opfer”) weder mit der eingesperrten Energie noch mit der Erinnerung an den Vorfall jemals wieder in Berührung kommen kann. Das Verheerende am traumatisierenden Erleben ist folgendes ist: Weil der Körper noch immer unter Starkstrom steht, - denn die Massiv-Aktiv-Alarm-Energie wurde ja nur verdrängt und nicht verbraucht -, weil also der Alarmknopf im Inneren noch nicht abgeschaltet wurde, bleibt der Mensch weiterhin in der Alarm-Stellung gefangen, was gleichzeitig auch den Drang zur Vollendung der Erstarrungsreaktion - also zur Abführung der Energie - aktiviert. Das wiederum verstärkt die Notwendigkeit der Wächter- und Kontrollinstanz, so dass am Ende ein Teufelskreislauf entsteht: Je mehr die Erstarrungsenergie nach Vollendung ruft, umso vehementer agiert die Wächter- und Kontrollinstanz und umso vehementer die Wächter- und Kontrollinstanz agiert, umso mehr ruft die Erstarrungsenergie nach Vollendung. Traumatisierte Menschen stehen permanent unter innerer Hochspannung, was auch den impulsiv-Charakter sowie die latente Gewaltbereitschaft erklärt.
2)
Das große Problem bei einer Traumatisierung ist es, dass der Betroffene keine Wahrnehmung von seinen Abspaltungen hat. Man kann sich das bildhaft so vorstellen: Da geht jemand spazieren. Nennen wir ihn Hans. Hans ist gut gelaunt und lächelt die Menschen, die ihm begegnen, freundlich an. Doch jedes Mal, wenn ihm ein Mensch begegnet, erntet er trotz seines freundlichen Lächelns nur seltsame Blicke. Mitunter drehen die Menschen sogar den Kopf zur Seite, wenn sie ihn sehen. Hans schaut rechts und links von sich, ob da etwas ist, was die Menschen verstört. Er kann aber nichts sehen. Hans dreht sich um, und schaut, ob ihm vielleicht ein Monster auf den Fersen folgt. Doch wieder kann er nichts sehen. Am Ende kommt Hans zu der Überzeugung: Mich liebt ja sowieso keiner. Und außerdem, ich bin ja nichts wert. Und Hans hört auf zu lächeln. So in etwa verläuft das Leben eines Traumatisierten. Die Menschen, die Hans begegnen sehen natürlich, was er im „Ruckepack“ mit sich schleppt, was Hans aufgrund der Abspaltung nicht sehen kann: Es sind die sog. Ego-States im Energiefeld, die nur darauf warten, endlich in Einsatz zu kommen, um mit ihrem Gegenüber das altbekannte und altvertraute Täter- Opfer-Spiel zu spielen. Denn das ist ihre Natur. Denn daraus sind sie geboren. Ein gesunder Mensch lässt sich nicht darauf ein und geht an diesen Menschen vorbei, während ein anderer Mensch die Einladung zum Täter-Opfer-Spiel annimmt und mitmacht. Und wieder ist am Ende der Traumatisierte der Dumme, weil er im Grunde genommen dieses Spiel gar nicht mehr spielen will, seine Ego-States aber - ohne dass er sich dessen bewusst ist - das Spiel spielen (wollen müssen).
3)
Der Unterschied zwischen einem Erziehungs-Defizit und einer Traumatisierung lässt sich folgendermaßen darstellen: Im “Spielfeld” des Erziehungsdefizites hat der Mensch immer noch die Wahl, so oder anders zu reagieren. Im “Spielfeld” der Traumatisierung dagegen nicht, denn hier ist er durch die Ego-States fremdbestimmt. Damit ist auch klar umrissen, warum der Hydra solange zwei neue Köpfe nachwachsen, bis der ausstieg aus der T-O-Dynamik geschafft ist und dieser Ausstieg gelingt nur, indem beide Rollen aufgegeben werden, nämlich die des Opfers UND die des Täters. Und das wiederum gelingt nur über ein höheres Selbst-Gewahrsein, in dem Opfer wie auch Täter die neutrale Meta-Ebene erklimmen, wo sie ihren eigenen Opfer- bzw. TäterAnteil (an)erkennen und umlenken lernen, denn sobald sie unterhalb der Meta-Ebene in der Energie “verhaftet” sind (s.o.), ist das nicht mehr möglich.
Mit anderen Worten: Der Ausstieg für das Trauma-Opfer wie auch für den Trauma-Täter besteht in der Rückgewinnung der Handlungsfähigkeit durch die Installation der Meta-Ebene, was für das Trauma-Opfer mit der Rückeroberung von Selbstliebe, Selbstwert, Selbstachtung verbunden ist; während der Trauma-Täter in seine Selbststeuerung, seine Selbstbeherrschung zurückfindet. Für beide - Trauma-Opfer wie auch Trauma-Täter - ist also die Installation der Meta-Ebene essentiell, das sich in der Regel “nur” über spirituellen Praktiken wie Yoga, Meditation u.a. erreichen lässt.
Das Erkennungszeichen vom gelungenen Ausstieg ist das RESONANZFREIE Erleben, - das ist das reaktionsfreie Ganz-Da-Sein. Reaktionsfrei bedeutet nicht, keine Reaktionen mehr zu haben; es bedeutet vielmehr, dass auch die ReAktion - genau wie die Aktion - ein wissentlich willentlich frei gewähltes, selbstgesteuertes und selbstbestimmtes Handeln ist.
4)
Und wie nun erkennt man, ob im Hintergrund eines Beziehungsgeschehens das „T-O-D-Spiel“ sein Unwesen treibt?
Die normale d.h. gesunde Kommunikation basiert auf der Basis: „Ich bin wichtig UND Du bist auch wichtig“, d.h. auf er waagrechten Ebene des Gleichwertes, der gleichen Augenhöhe, des Dialoges, des Verhandelns. Diese waagrechte Ebene kommt in die Schieflage, wenn es am gesunden Selbstwert fehlt, was sich in der Regel auf der Opferseite in folgender (innerer) Spruchformel findet: „Ich bin nicht wichtig“ oder „Du bist wichtiger als ich“. Oder aber es gibt einen „vermeintlichen“ Mehrwert, der in der Regel auch nur die Kompensation eines fehlenden gesunden Selbstwertes darstellt und sich auf der Täterseite in der Spruchformel findet: „Ich bin wichtiger als Du“.
Fazit:
Der Schlüssel für einen gesantgesellschaftlichen Ausstieg aus der T-O-D-Spirale ist also der gesunde Selbstwert, was den energetischen Aufstieg der Menschen auf der Jakobsleiter der Chakren verlangt, d.h. der Mensch muss über das Machtzentrum im Solarplexus hinauswachsen, um seinen spirituellen Aufstieg ins kleine Herzchakra der bedingungslosen Liebe zu wagen, um von da in der Herzöffnung im großen Chakra zu enden. Dann erst ist ihm der Weg ins Kehlchakra frei, wo die eigene Wahrheit die fremde Wahrheit anerkennt, sprich respektiert. Der Dialog und die Verhandlungen ergeben sich daraus ganz von alleine, wie sich auch ganz von alleine aus der Machtpostion im Solarplexus das Streiten und Kämpfen mit den Kriegen in der Folge ergeben haben.












