openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Beschichteter Karton – die Alternative zu Kunststoff für intelligente Verpackungen

28.07.202011:10 UhrLogistik & Transport

(openPR) /ins Die Suche nach Materialien zum Ersatz von Kunststoff läuft auf Hochtouren. Weltweit wird an innovativen Lösungen gearbeitet, um nachhaltige Alternativen zu finden, damit die enorme Umweltbelastung gesenkt werden kann, die wir durch unseren hohen Kunststoffverbrauch verursachen. Zahlreiche Optionen wurden bereits erprobt, doch noch immer gibt es keinen Werkstoff, der alle exzellenten Vorzüge von Kunststoff in sich vereint, ohne seine zerstörerischen Nachteile mit sich zu bringen. Statt auf ein Wundermaterial zu warten, das es womöglich nie geben wird, sollten umweltbewusste Verpackungskunden auf bereits vorhandene Alternativen wie Verbundstoffe zurückgreifen.





Bewährte Verpackungslösungen aus einem nachhaltigen Material wie Karton mit einem geringen Anteil an Kunststoff sind bereits erhältlich. Durch sie sinkt die Umweltbelastung einer Verpackung im Vergleich zum herkömmlichen Vollkunststoffprodukt um über 80 Prozent.

Eine sehr übliche Lebensmittelverpackung ist die Kunststoffschale, die für ihren Weitertransport zum Verbraucher zusätzlich versiegelt wird. Statt die Schale ganz aus Kunststoff herzustellen, lässt sich der Kunststoff problemlos durch einen Verbundstoff ersetzen, der aus nachhaltigem Karton mit einer dünnen Kunststoffbeschichtung besteht. Diese verfügt über alle Barriereeigenschaften zum Schutz gegen Feuchtigkeit, Fett und Aromen. Die für die Konstruktion erforderliche Steifigkeit und Festigkeit liefern die Holzfasern im Karton, die Kunststoffbarriere übernimmt die restlichen Funktionen. Dieser relativ unkomplizierte Materialaustausch verkleinert den ökologischen Fußabdruck der Verpackung um mehr als 80 Prozent.

„Kunststoff ist ein hervorragendes Verpackungsmaterial. Es ist sehr formbar und bietet die Sperrfunktionen, die für Lebensmittelverpackungen mit hohen Hygieneanforderungen benötigt werden“, erläutert Stefan Söderberg, Sales Manager New Products bei Iggesund Paperboard. Er leitet die Markteinführung von Inverform, einem Verbundstoff von Iggesund, der Vollkunststoff in Verpackungsschalen ersetzen und damit die Ökobilanz der Schalen wesentlich verbessern kann.

Verschiedene Arten von Verpackungen aus kunststoffbeschichtetem Karton gibt es bereits seit Jahrzehnten. Doch dank der jüngsten Fortschritte in der Kartonherstellung konnten ihre Funktionalität und Umweltverträglichkeit optimiert werden. Die aktuelle Debatte um fossile und nachhaltige Werkstoffe und ihren jeweiligen Umwelteinfluss lässt die Kombination aus Kunststoff und Karton in einem immer günstigeren Licht erscheinen.

„Die Nachteile von Kunststoffverpackungen liegen darin, dass sie üblicherweise ganz aus fossilen Rohstoffen bestehen und sich auch nicht besonders einfach recyceln lassen“, stellt Johan Granås, der Sustainability Director von Iggesund Paperboard fest. „Verglichen mit Kunststoff ist die Umweltbelastung durch unseren Karton etwa 90 Prozent geringer. Durch die Kombination von Karton mit einer dünnen Kunststoffbarriere kann die Gesamtökobilanz der Verpackung gegenüber der Kunststoffverpackung erheblich verbessert werden.“

Mindestens drei schwerwiegende Probleme sind mit unserem enormen Kunststoffverbrauch verbunden:

- Die große Umweltbelastung durch die fossilen Rohstoffe

- Die fehlende biologische Abbaubarkeit, die u. a. zur Ansammlung von Plastikmüll in den Weltmeeren führt

- Die geringe Recyclingquote von unter 40 Prozent



Heute sind Biokunststoffe in einigen Fällen mögliche Alternativen. Durch ihr Ausgangsmaterial sind sie nachhaltiger als herkömmliche Kunststoffe. Ihr ökologischer Fußabdruck ist dennoch kaum kleiner, und oft sind sie sehr schwer zu recyceln. Der Einsatz von Biokunststoffen in den Produktionsverfahren der Verpackungsindustrie kann außerdem problematisch sein, was häufig zu einer Verschlechterung der Produktivität führt.

„Seit etwa einem Jahrzehnt verwenden wir Biokunststoffe für die Herstellung von kunststoffbeschichtetem Karton“, so Stefan Söderberg. „Produktionstechnisch gelten sie in der Regel als schwierig. Ihre Anwendbarkeit ist gegenüber herkömmlichen Kunststoffen begrenzt, und sie sind teurer. Bei den Biokunststoffen werden laufend Fortschritte gemacht, weil viele Unternehmen nach Biokunststoffen ohne fossile Rohstoffe suchen, deren Eigenschaften eine reibungslose Funktion in der Produktion ermöglichen – für uns als Materialhersteller ebenso wie für die Hersteller der fertigen Verpackung.“

Doch das Kunststoffproblem hat noch andere Aspekte. Im letzten Jahr untersuchte Iggesund Paperboard Non-Food-Einzelhandelsverpackungen und fand dabei zahlreiche Beispiele für die Verwendung von Kunststoff, wo dieser gar keine Funktion zu erfüllen hatte. Dazu gehörten Kunststoffverpackungen für Glühlampen, Kopfhörer und Textilien, bei denen es überall ein großes Potential für die Verbesserung der Ökobilanz gab.

„Viele Verpackungen enthalten Kunststoff, der problemlos durch weniger klimaschädliches Material ersetzt werden könnte“, ist Johan Granås überzeugt. „Wir haben Beispiele für Verpackungen entdeckt, deren ökologischer Fußabdruck durch den Austausch des Materials um 99 Prozent verkleinert werden konnte. Es ist nur vernünftig, hier anzusetzen – bei den einfachen Maßnahmen zum Klimaschutz zu beginnen und den Innovationsprozess abzuwarten, wenn es um Lösungen für die komplexeren Verpackungsfragen geht.“

Solange jedoch darauf gewartet wird, dass Materialhersteller neue Barrierematerialien ohne fossile Rohstoffe entwickeln, besteht auf dem Markt eine Nachfrage nach Verpackungen aus Karton, die mit herkömmlichen oder bio-basierten Kunststoffen beschichtet sind.

„Den Austausch von Kunststoff und die Minimierung der Umweltbelastung haben alle größeren Markeninhaber in ihre Umweltrichtlinien aufgenommen, und ihre Zahl nimmt Monat für Monat zu“, so Johan Granås abschließend.



Bildunterschrift:

Durch den Ersatz der Kunststoffschale in einer Lebensmittelverpackung durch ein Verbundprodukt aus Karton und Kunststoff kann die Ökobilanz der Schale um etwa 80 Prozent verbessert werden. Foto: Gabriel Liljevall



Über Iggesund Paperboard:

Iggesund Paperboard gehört zum schwedischen Forstwirtschaftskonzern Holmen, einem der 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt, die im United Nations Global Compact Index gelistet sind. Der Umsatz von Iggesund beträgt gut 500 Millionen Euro. Das Premiumprodukt Invercote wird in mehr als 100 Länder verkauft. Mit Invercote und Incada bietet das Unternehmen zwei Markenfamilien an, die beide im Spitzenbereich ihres jeweiligen Segments angesiedelt sind. Seit 2010 hat Iggesund mehr als 380 Millionen Euro in die Erhöhung der Energieeffizienz und die Reduzierung der fossilen Emissionen aus der eigenen Produktion investiert.

Iggesund und die Holmen Group melden alle fossilen Kohlenstoffemissionen an das Carbon Disclosure Project. Die Umweltdaten sind wesentlicher Bestandteil eines Jahresberichts, der der höchsten Stufe der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Rahmen der Global Reporting Initiative entspricht. Iggesund wurde 1685 als Eisenhütte gegründet, stellt jedoch seit mehr als 50 Jahren Karton her. In den beiden Kartonfabriken von Iggesund in Nordschweden und Nordengland sind 1500 Mitarbeiter beschäftigt.

Weitere Informationen:

Iggesund Paperboard

Therese Rahm, Communication Manager,

Iggesund Paperboard, +46 70 595 56 10,

E-Mail

www.iggesund.com

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1095403
 589

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Beschichteter Karton – die Alternative zu Kunststoff für intelligente Verpackungen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von INS Oy

Einfache Reparatur verkratzter Bildschirme auf mobilen Geräten
Einfache Reparatur verkratzter Bildschirme auf mobilen Geräten
/ins Mirkas neue, zum Patent angemeldete Lösung für die Aufarbeitung von Smartphones, Remint™, entfernt kosmetische Fehler in Minutenschnelle und stellt den gleichmäßigen Glanz auf chemisch gehärtetem Glas in einem kostengünstigen und umweltverträglichen Verfahren wieder her. Remint™ ist die neue Serie von Schleif- und Polierpaste des finnischen Herstellers, die auf die Reparatur zerkratzter Displays abzielt. „Sie wird die Art und Weise revolutionieren, wie Bildschirme von mobilen Geräten repariert werden können", sagt Mårten Eriksson, Bus…
Der Beginn einer grünen und sauberen Ära in der metallverarbeitenden Industrie:
Der Beginn einer grünen und sauberen Ära in der metallverarbeitenden Industrie:
/ins Gekühlte ionisierte Luft als Ersatz für Kühlschmiermittel Teure Kühlschmiermittel sind in der Werkzeugmaschinenindustrie nicht mehr nötig, um Werkstücke und Schneidwerkzeuge zu kühlen und schmieren. Stattdessen gibt es nun ein nachweislich grünes und sauberes Verfahren namens EcoCooling, das nur mit gekühlter ionisierter Luft arbeitet und keine der mit ölbasierten Flüssigkeiten verbundenen Umweltgefahren und Kosten birgt. EcoCooling ist das Ergebnis langjähriger interdisziplinärer Forschungs- und Entwicklungsarbeit desselben Teams, d…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Bequem und bio: Ceresana untersucht den europäischen Markt für LebensmittelverpackungenBild: Bequem und bio: Ceresana untersucht den europäischen Markt für Lebensmittelverpackungen
Bequem und bio: Ceresana untersucht den europäischen Markt für Lebensmittelverpackungen
… Hochbarrierefolien für Fisch, Standbodenbeutel für Kaffeepulver: unsere Nahrung zu verpacken ist mittlerweile eine Wissenschaft für sich. „Der Einsatz von Lebensmittelverpackungen wird von komplexen Trends bestimmt“, erläutert Oliver Kutsch, der Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts Ceresana. „Ständig entstehen neue, innovative Verpackungstypen und …
Bild: Eierverpackungen - Besser nicht von PappeBild: Eierverpackungen - Besser nicht von Pappe
Eierverpackungen - Besser nicht von Pappe
Osterzeit ist Eierzeit. Und wer sie sicher ins Nest legen will, für den erweisen sich bei Kauf und Lagerung Eierverpackungen aus 100 Prozent wiederverwertetem Kunststoff als beste Wahl: Im Vergleich zu Pappkartons bieten die leichten Plastikbehälter eine höhere Stabilität und sind widerstandsfähiger gegenüber Feuchtigkeit. Ihre glatte Oberfläche verringert …
Bild: Pappe statt Schaumstoff - Knüppel entwickelt Transportverpackung mit elastischen Papp-PolsternBild: Pappe statt Schaumstoff - Knüppel entwickelt Transportverpackung mit elastischen Papp-Polstern
Pappe statt Schaumstoff - Knüppel entwickelt Transportverpackung mit elastischen Papp-Polstern
Hann. Münden, 05.08.2021. Der Trend zu nachhaltigeren Verpackungen ist ungebrochen. Knüppel Verpackung hat jetzt eine Transportverpackung entwickelt, bei der die im Wellpapp-Karton zur Fixierung des Packguts und zur Dämpfung von Stößen aufgeklebten Schaumstoffpolster durch elastische Polster aus Karton ersetzt werden. Und dabei die gleichen dämpfenden …
Weihnachtskarten auf CHROMOLUX Papier, Kunststoff-Folie oder als Klebepostkarte – flyeralarm mit neuen Ideen
Weihnachtskarten auf CHROMOLUX Papier, Kunststoff-Folie oder als Klebepostkarte – flyeralarm mit neuen Ideen
… bedruckbar. Ein originelles Gimmick für die Weihnachtspost ist die bedruckte Klebepostkarte. Das Obermaterial lässt sich wie ein Aufkleber abziehen, das Untermaterial ist ein einseitig beschichteter weißer Karton, der sich ebenfalls bedrucken lässt. Mit dem richtigen Motiv versehen, hat die Klebepostkarte somit gleich doppelten Nutzen. Auch in diesem Jahr …
Bild: Umweltfreundliche To Go Verpackungen sind der Trend für den wachsenden Markt der „außer Haus“ LebensmittelBild: Umweltfreundliche To Go Verpackungen sind der Trend für den wachsenden Markt der „außer Haus“ Lebensmittel
Umweltfreundliche To Go Verpackungen sind der Trend für den wachsenden Markt der „außer Haus“ Lebensmittel
Von Jahr zu Jahr steigt der Außer-Haus-Konsum von Lebensmitteln. Entsprechend steigt auch der Bedarf an geeigneten Außer-Haus-Verpackungen. Doch was passiert mit diesen Einwegverpackungen? Dem Trend zur umweltbewussten Gesellschaft folgt auch die Verpackungsindustrie, indem immer mehr umweltfreundliche und zu 100% recyclebare Take Away Verpackungen aus …
Bild: Hygienisch, sicher und umweltfreundlich: Take-away Lösungen von PapstarBild: Hygienisch, sicher und umweltfreundlich: Take-away Lösungen von Papstar
Hygienisch, sicher und umweltfreundlich: Take-away Lösungen von Papstar
… Materialien hergestellt – für ein grünes Gewissen und den rundum nachhaltigen Betrieb. Papstar 100 % Fair Für umweltbewussten Außer-Haus-Verkauf bietet Papstar To-Go-Verpackungen für Snacks aller Art. Ob Snacktrays, Feinkostboxen, Suppenbecher oder Tortenkartons: Die Produkte aus der innovativen und nachhaltigen Verpackungs-Serie „Papstar 100% Fair“ …
Bild: Online-Läden brauchen Papier: Ceresana untersucht den europäischen Markt für Verpackungen aus Pappe und KartonBild: Online-Läden brauchen Papier: Ceresana untersucht den europäischen Markt für Verpackungen aus Pappe und Karton
Online-Läden brauchen Papier: Ceresana untersucht den europäischen Markt für Verpackungen aus Pappe und Karton
Sehr guter Produktschutz, gleichzeitig geringes Gewicht und hervorragende Stapelbarkeit: Wellpappe ist bestens für Versandverpackungen geeignet. Entsprechende Hersteller profitieren vom rasant wachsenden Online-Handel. Das Marktforschungsinstitut Ceresana hat jetzt den gesamten europäischen Markt für Verpackungen aus Wellpappe, Vollpappe und Karton untersucht. …
Bild: Karl Knauer nominiert für Carton Excellence Award 2020Bild: Karl Knauer nominiert für Carton Excellence Award 2020
Karl Knauer nominiert für Carton Excellence Award 2020
… nicht nur Kompressionsstrümpfe der Marke Bauerfeind, sondern auch die Jury des European Carton Excellence Award „eingewickelt“. In Europas bedeutendstem Wettbewerb für Kartonverpackungen konnte Karl Knauer die meisten der knapp 100 Einsendungen hinter sich lassen: Die mit dem Deutschen Bundes-Gebrauchsmuster geschützte Verpackungslösung wurde von den …
Neue Recycling-Empfehlungen unterstützen den Klimaschutz
Neue Recycling-Empfehlungen unterstützen den Klimaschutz
… Technologien auf dem jeweiligen Markt zur Verfügung stehen. In Großbritannien existierten beispielsweise keine klaren Vorgaben zum Recycling von Verpackungen aus Verbundstoffen. Kunststoffbeschichteter Karton Anfang 2020 gab die britische Kennzeichnungsstelle OPRL (On-Pack Recycling Label) Richtlinien zum Recycling von Verpackungen aus Papier und Karton mit …
Bild: Kunststoff, Karton & Co.Bild: Kunststoff, Karton & Co.
Kunststoff, Karton & Co.
… Mehrwegsystemen. Die aktuelle Untersuchung vergleicht den gesamten Lebenszyklus von Holz-, Karton- und Kunststoffkisten für Obst- und Gemüsetransporte. Das Fazit: Mehrwegverpackungen aus Kunststoff sind insgesamt ökologisch und wirtschaftlich vorteilhafter als Einweg- Transportkisten aus nachwachsenden Rohstoffen. Jederzeit verfügbares frisches Obst und Gemüse …
Sie lesen gerade: Beschichteter Karton – die Alternative zu Kunststoff für intelligente Verpackungen