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Einmal FAGSI immer FAGSI

07.07.202011:42 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Einmal FAGSI immer FAGSI
Kinderhort Ketsch in Containerbauweise ergänzt das städtische Angebot an Betreuungsplätzen
Kinderhort Ketsch in Containerbauweise ergänzt das städtische Angebot an Betreuungsplätzen

(openPR) Unkompliziert, konstruktiv und lösungsorientiert. So beschreibt nicht nur das FAGSI-Planungsteam die Zusammenarbeit beim Neubau „Kinderhort Ketsch“. Auch die für Entwurf und Planung verantwortliche Gemeinde-Architektin und Bauverständige Marion Rehberger hat die Kooperation mit dem Container-Spezialisten aus Morsbach so erlebt. Der zweistöckige Hort ist Marion Rehbergers „jüngstes Baby“, wie sie das Gebäude selbst liebevoll nennt. Es soll zunächst als Interimsgebäude während der Erweiterung der nahegelegenen „Alten Schule“ dienen und wurde ideenreich und mit hohem, professionellem Engagement geplant. Das Ergebnis ist außerordentlich.



Der neue Kinderhort Ketsch ist nicht das erste Gebäude, das Marion Rehberger zusammen mit FAGSI erstellt hat. 2017 entstand in der kurpfälzischen Gemeinde bereits ein mehrgruppiger Kindergarten in Containerbauweise nach ihrer Planung. Was sich die meisten Menschen gemeinhin unter „Containeranlagen“ vorstellen – banale, langweilige Kisten aus Blech – hat mit den beiden Bauten in Ketsch rein gar nichts zu tun. Während den winkelförmigen Kindergarten eine hochwertige Holzfassade schmückt, hat Marion Rehberger sich beim neuen Kinderhort für eine präzise ausgetüftelte, farbenfrohe Vorhangfassade aus HPL-Platten entschieden. Dabei definieren die Farben blau, rot, gelb und grün jeweils eine Hausseite. Die hochwertige Fassade besticht gestalterisch durch die spannungsvollen Proportionen ihrer unterschiedlich großen Plattenfelder und dem exakten Fugenbild.
Und auch innen stehen beide Gebäude in Qualität und Raumanmutung konventionell erstellten Häusern in nichts nach. „Ich freue mich, mit diesen beiden Bauten zum Abbau immer noch herrschender Vorurteile gegenüber der Containerbauweise beitragen zu können“, freut sich die Architektin. Denn jeder, der bisher seinen Fuß in eines der beiden Häuser gesetzt hat, konnte bestätigen: „In diesen Gebäuden lässt es sich entspannt lernen, gut leben und behütet aufwachsen.“

Vom Interimsbau zum dauerhaft genutzten Gebäude
Für ihre Arbeit beim Kindergartenprojekt in Ketsch wurde die engagierte Planerin auf ganz besondere Weise belohnt: Der zuerst mit FAGSI realisierte Kindergarten wurde so begeistert und gut angenommen und von den Eltern mit Anmeldungen überhäuft, dass die Gemeindeverwaltung ihre Strategie änderte und das eigentlich als Interimsgebäude geplante Haus nun doch dauerhaft nutzt. Nun hofft sie, dass dem neuen Hortgebäude eine ähnliche Zukunft bevorsteht. Die Qualität des Bauwerks würde dies durchaus erlauben, denn Marion Rehberger setzte bei der Planung bereits vorausschauend auf hochwertigste Details und EnEV-konforme Ausführung. „Das Gebäude nach kurzer Standzeit wieder abzutragen, wäre doch schade“, meint die Architektin. „Wir haben es zwar als Kaufgebäude mit Rückkaufoption durch FAGSI erstellen lassen, aber wer weiß – womöglich kann es im zukünftigen Schulbetrieb auch weiterhin gute Dienste leisten.“
Als kommunaler Auftraggeber hat die Gemeinde Ketsch beide Gebäude selbstverständlich öffentlich ausgeschrieben. Beim Hort hatte die Architektin – nach ihren Erfahrungen bei Planung und Realisierung des Kindergartens – schon früh sehr genaue Vorstellungen davon, wie das Gebäude später aussehen sollte, und entsprechend detailliert konnte sie den Bau auch schon beschreiben. Als FAGSI im September 2018 dann für den Hort ebenfalls den Zuschlag bekam – weil das Angebot der Firma das wirtschaftlichste und gleichzeitig auch das leistungsstärkste war – hat sich die Architektin sehr gefreut. „Meine Erfahrungen mit FAGSI waren auf der professionellen, wie auf der menschlichen Ebene perfekt. Wenn man einmal mit FAGSI gebaut hat, freut man sich schon auf das nächste Mal“, gibt sie begeistert zu.

Hort im Herzen der Gemeinde
Marion Rehbergers Arbeitsplatz ist die Gemeindeverwaltung Ketsch an der Hockenheimer Straße. Wenn sie aus ihrem Bürofenster nach draußen blickt, hat sie den neuen Hort direkt vor Augen und freut sich, wenn täglich 40 Kinder samt Erziehern aus der nahen Grundschule das Gebäude fröhlich betreten.
Auf einer 18,5 x 15 Meter großen Gebäudegrundfläche hat die Architektin auf zwei Etagen das Raumprogramm des Horts kompakt untergebracht. Der Eingang des Hauses liegt an dessen Schmalseite. Linkerhand befindet sich das innenliegende Treppenhaus, geradeaus gelangt man in einen geräumigen T-förmigen Flur. Von hier aus werden das Büro der Einrichtungsleitung, der erste der beiden rund 67 qm großen Gruppenräume und ein Hausanschlussraum erschlossen. Ebenfalls vom Flur aus erreichbar sind die Sanitäranlagen und die große Mensa, wo die Hortküche gleich integriert ist.
Im Obergeschoss befinden sich ein zweiter Gruppenraum gleicher Größe, ein geräumiger Hausaufgabenraum sowie weitere Sanitärräume. Sogar eine Dachterrasse konnte Marion Rehberger auf dieser Etage integrieren, denn außer einer kleinen Grünfläche war für den Aufenthalt der Kinder an der frischen Luft hier in der Innenstadt recht wenig Platz.
Wie man auch mit Containern als Architekt/in sehr kreativ planen und bauen kann, beweist Marion Rehberger mit einer Vielzahl stimmiger und architektonisch hochwertiger Lösungen: Neben der bereits erwähnten Fassadenverkleidung mit HPL-Platten hat sie an der außenliegenden Fluchttreppen-Anlage ein Rankgitter für vertikale Fassadenbegrünung vorgesehen. Große Verglasungen teilweise über Eck oder als bodentiefe Fenster mit französischen Balkonen konzipiert, bringen viel Licht ins Haus. Ebenso sorgen großflächige Verglasungen im Bereich der Innenwände für kommunikativen Sichtkontakt und somit für gute Orientierung. Die Raumtiefe der Gruppenräume von etwa 9 Metern stützenfrei auszuführen, war auch für FAGSI durchaus eine Herausforderung, mit dem Einsatz entsprechend dimensionierter Container aber gut zu lösen.

Präzise Vorfertigung braucht präzise Planung
Dass man als Architekt beim Bau einer Containerlösung ja eigentlich „nichts mehr zu tun hat und vom Containerspezialisten eine ‚fertige Kiste’ hingestellt bekommt“, ist ein weiteres Vorurteil, das Marion Rehberger ärgert. „Das stimmt so ganz und gar nicht“, stellt sie richtig. „Die Entwurfsarbeit eines Containergebäudes unterscheidet sich nicht von dem eines konventionellen Bauwerks – auch hier muss und kann das Raumprogramm mit all seinen Anforderungen kreativ und hochwertig in einen Grundriss übersetzt werden. Die Unterschiede liegen nur darin, dass man sich innerhalb eines gewissen Rasters bewegen und nahezu alle Planungsentscheidungen bereits sehr, sehr früh treffen muss.“
Tatsächlich sind baubegleitende Änderungen - wie beim konventionellen Bauen üblich - in der Containerbauweise mit ihrem hohen Vorfertigungsgrad nur in begrenztem Umfang möglich. Steht der Entwurf, gibt der Architekt ihn an das Containerbau-Unternehmen weiter. Dort wird er dann der Container-Bauweise angepasst, die Werkplanung wird erstellt und die Container werden produziert. Im Falle des Kinderhorts Ketsch waren das 28 besonders energieeffiziente Container der Baureihe ProEnergy – die für komplexe Anlagen mit hohem Qualitätsanspruch und Standzeiten von über 2 Jahren konzipiert sind.
So schnell kann ein Massivbau niemals sein
Im Februar 2019 wurden die Fundamente auf den recht schwierigen – weil zunächst nicht überall tragfähigen – Baugrund gesetzt. Die Montage und der Ausbau der Container vor Ort nahmen im Anschluss dann nur drei Monate in Anspruch. „Die Qualität eines Baupartners wird erst dann richtig deutlich, wenn die Kommunikation stimmt und man als Planer und/oder Auftraggeber verlässlich betreut und niemals vertröstet wird“, sagt Marion Rehberger. „Mit der FAGSI-Bauleitung und auch mit den von FAGSI beauftragten Fachunternehmen vor Ort war das so. Bei allen Anliegen während der gesamten Planungs- und Bauzeit konnten immer schnelle Lösungen gefunden werden.“ Und so dauerte die Realisierung des Gebäudes vom Bauantrag im Mai 2018 bis zur Fertigstellung des Gebäudes im April 2019 noch nicht einmal ein Jahr.
„An einen so schnellen Baufortschritt ist bei einem konventionellen Gebäude niemals zu denken“, bestätigt Marion Rehberger. Und lachend fügt sie hinzu: „Ungeduldig wie ich bin, kommt mir die schnelle Bauweise sehr entgegen. Wenn ich ein Gebäude plane, dann habe ich schon alles genau im Kopf und will das dann schnell auch so realisiert sehen. Noch jahrelang warten zu müssen, wäre eine Qual. Und – wie man sieht – ja auch vollkommen unnötig!“

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