(openPR) Die Gesellschaft in Deutschland wird immer älter. Inzwischen gibt es knapp 4 Millionen Pflegebedürftige und etwa 75 % dieser wohnen im Eigenheim. Die Versorgung durch Angehörige spielt deshalb eine immer wichtigere Rolle, nicht zuletzt aufgrund des immer weiter steigenden Fachkräftemangels in Pflegeberufen. Sich um die Pflegebedürftigen zu kümmern ist physisch und psychisch äußerst belastend, mehr als die Hälfte der Angehörigen ist mehr als 12 Stunden am Tag mit der Pflege beschäftigt. Um Angehörigen etwas Freiraum zu ermöglichen, wurden Hausnotrufsysteme geschaffen.
Wie funktioniert ein Hausnotruf?
Moderne Hausnotrufe müssen lediglich an den Strom angeschlossen werden. Sie wählen sich automatisch in das Mobilfunk-Netz ein. In der Regel muss nur noch ein Testalarm ausgelöst werden, um sicherzustellen, dass das Gerät funktioniert. Manche Hausnotrufe benötigen einen zusätzlichen Anschluss über die Telefondose, um über das Festnetz eine telefonische Verbindung herstellen zu können.
Im Normalfall wird der Alarm über das Drücken des tragbaren Notrufknopfs oder des Alarmknopfs auf der Basisstation ausgelöst. Es handelt sich also um eine aktive Alarmierung. Die Basisstation baut daraufhin eine Verbindung zu einer vereinbarten Kontaktperson oder einer Notrufzentrale auf.
Es gibt darüber hinaus Hausnotrufe mit einer gesonderten Taste an der Basisstation, welche einmal am Tag gedrückt werden muss. Durch das Drücken wird der Notrufzentrale oder der Kontaktperson signalisiert, dass alles in Ordnung ist. Wird der Knopf innerhalb des festgelegten Zeitraums nicht gedrückt, erhält die Kontaktperson eine Alarmierung. Dies nennt man auch passive Alarmierung. Wie man sich vorstellen kann, ist diese Vorgehensweise sehr fehleranfällig und funktioniert nicht mit Krankheiten wie Demenz.
Durch den Einsatz von Sensoren kann die Fehlerrate bei der passiven Alarmierung erheblich gesenkt werden. Darüber hinaus eignet sich eine passive Alarmierung durch Sensoren auch für z.B. Demenzerkrankte.
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