(openPR) 27. November 2006 bis 6. Januar 2007
In diesem Jahr erfährt der Kölner Krippenweg seine 11. Auflage – für die Hochburg des rheinischen Frohsinns ein besonderes Jubiläum. Zu Beginn der fünften Jahreszeit präsentiert der Veranstalter Rheinstil Büro für Kultur- und Eventmanagement internationale Krippenkunst an 92 Standorten in ganz Köln. Neben Haus- und Künstlerkrippen aus verschiedenen Kulturen, die in Geschäften, Banken und anderen Unternehmen ausgestellt sind, führt der Krippenweg auch zu den traditionellen Weihnachtskrippen der Kölner Kirchen.
Erfreulich ist die Teilnahme der wiedereröffneten Herz Jesu Kirche am Zülpicher Platz mit einer beeindruckenden Krippenlandschaft des bekannten Oberammergauer Schnitzers Heinzeller. Ein im Stile Albrecht Dürers geschaffener Hase verweist nicht nur auf die Namensanspielung des Pfarrers, auf dessen Initiative die Krippe in den 1980er Jahren angeschafft wurde. Den Krippenbauern von Herz Jesu gelingt durch die Einbeziehung des protestantischen Künstlers Dürer mit seinem Hasen der Brückenschlag zum Ev. Kirchentag 2007 in Köln. Beim Krippenweg gehen Kunsthandwerk und Basisökumene Hand in Hand, so dass sich im katholisch geprägten Rheinland im Laufe der Jahre viele protestantische Teilnehmer der Veranstaltung etabliert haben. Auch der Landesverband der Krippenfreunde Rheinland und Westfalen setzt seit seiner Gründung 1925 auf Ökumene und steht jedem offen, der an das Geheimnis der Menschwerdung Gottes glaubt.
Ein besonderer Schwerpunkt des diesjährigen Kölner Krippenwegs liegt auf der Hervorhebung der deutsch-polnischen Beziehungen. Der „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Kattowitz e.V.“ organisiert zum 15jährigen Jubiläum des Partnerschaftsvertrages eine Krippe im Historischen Rathaus der Stadt Köln. Die fast lebensgroßen Figuren der völkerverbindenden „Dialog-Krippe“ wurden von Schülern und Schülerinnen eines Kattowitzer Kunstgymnasiums gefertigt und fügen sich in die Bewegung „Krippen entlang der Straßen der Welt“. Die Botschaft von Bethlehem soll in die Welt getragen werden, indem die Menschen nicht zur Krippe kommen, sondern die Krippe dort steht, wo die Menschen sind: an Orten der Begegnung. In den WDR-Arkaden findet sich eine weitere Krippe dieser Art mit aus Holz geschlagenen Figuren aus dem polnischen Zakopane.
Funkelnde Krakauer Papierkrippen erwarten den Besucher bei BuchGourmet am Hohenzollernring. Die Kreissparkasse fügt sich mit mehreren farbig bemalten Blockkrippen auf hohem kunsthandwerklichem Niveau in den Reigen polnischer Krippenkunst ein.
Eine Hommage an ihre Heimatstadt stellen die kölschen Krippen dar, welche an einigen Stationen zu bewundern sind. Im Schaufenster von KölnTourismus spielt das Krippengeschehen in einer verschneiten Weihnachtsszenerie vor dem Hintergrund der historischen Eigelsteintorburg. Die Darstellung der Figuren aus dunklem Ton ist dem berühmten Kölner Hänneschen-Theater gewidmet, dessen Ursprünge im geistlichen Puppen- und Krippenspiel begründet liegen. Im Bürgerladen am Laurenzplatz ist eine Milieukrippe mit handmodellierten Figuren der Künstlerin Doris Broicher zu sehen. Um die Heilige Familie scharen sich anstelle der Hirten kölsche Originale, u. a. Orgels Palm, Fleuten Arnöldche, Besteva und Bestemo. In Köln Heimersdorf trifft der Besucher Tünnes und Schäl in der Stoffpuppenkrippe von Christi Verklärung. Ein Abstecher auf die ,Schäl Sick' lohnt schon allein wegen der geschnitzten „Hänneschen-Krippe“ von St. Ägigius in Porz-Wahn, welche alljährlich zu einem neuen Thema gestaltet wird. Im Kölner Hauptbahnhof wird nach dem großen Zuspruch des vergangenen Jahres erneut die „Friedenskrippe“ zu sehen sein. Die Weihnachtsgeschichte spielt sich hier im Jahr 1946 ab, inmitten der noch stark zerstörten Kölner Altstadt. Überarbeitete Gebäude und neue Figuren ergänzen die Krippe: Der Kölner Kardinal Frings spricht den hungernden und frierenden Menschen in seiner berühmten Sylvesterpredigt des Jahres 1946 Mut zu, die ersten Karnevalisten zieht es wieder durch die Straßen und auch am Rheinufer belebt sich die Promenade mit Mädchen und Matrosen. Die Krippe ist eine Gemeinschaftsarbeit von Kölner Krippenfreunden. Die detailgetreue Gestaltung von Gebäuden und Ausstattungsgegenständen ist Hermann Nick zu verdanken.
Neue Stationen des Krippenwegs sind in diesem Jahr:
Nr. 28 Nähmaschinen Cüppers, mit einer liebevoll gestalteten Puppenkrippe
Nr. 37 Opern Passagen, mit einer ausdrucksstarken Keramikkrippe der Bildhauerin Yvonne Mümo-Neumann
Nr. 43 Globetrotter Ausrüstung, mit drei verschiedenen Krippendarstellungen aus Peru,
Tansania und von den Philippinen
Nr. 46 BuchGourmet, mit traditionellen Krakauer Papierkrippen
Nr. 50 Herz Jesu am Zülpicher Platz, mit einer Lindenholzkrippe aus Oberammergau
Nr. 60 Marien-Apotheke, mit einer Heimatkrippe aus der Eifel
Nr. 84 Evangelische Klinikseelsorge am Klinikum der Universität zu Köln, mit einer
Lindenholzfigur des muslimisch-bosnischen Künstlers Smail Iftic
Nr. 88 St. Severin Hürth-Hermülheim, mit einer Wandel- und Wechselkrippe der Fa. Wefers
Auch in diesem Jahr wird der Krippenweg durch Krippenführungen für Kinder und Erwachsene ergänzt, bei denen auf fachkundige und unterhaltsame Weise Wissenswertes aus der Welt der Krippen vermittelt wird. In Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland bietet der Veranstalter auch kostenlose Sonderführungen in Begleitung einer Kommunikationshilfe für Menschen mit Hörschädigungen oder Gehörlose an. Informationen und Anmeldungen unter Tel. 0221/ 28 06 938. Als Information zum Krippenweg erscheint zu Veranstaltungsbeginn ein umfangreiches Begleitheft, welches für eine Schutzgebühr von € 2,50 bei KölnTourismus, über den Veranstalter und an anderen Stellen zu erwerben ist. Informationen zum Kölner Krippenweg sind erhältlich über den Veranstalter Rheinstil Büro für Kultur- und Eventmanagement, Tel. 0221/98 51 00 90 oder
Pressekontakt:
Julia Siebeck M.A.
Projektassistenz
Rheinstil Büro für Kultur- und Eventmanagement
Unter Käster 1
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