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Mit Big Data den richtigen Produktenamen finden – so gelingt das Naming

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Den richtigen Produktnamen finden
Den richtigen Produktnamen finden

(openPR) Nudeln oder Pasta – wer is(s)t was?

Kommt Ihnen das bekannt vor: „Als ich ein Kind war, aß man noch Nudeln, irgendwann aß man dann Pasta, heute isst man nur noch Kohlenhydrate“.

Nudeln, Pasta – letzteres nur ein Wort in Italienisch? Wo ist der Unterschied?



Nudeln sind beliebig geformte Teigwaren, die vor dem Verzehr gekocht werden.
Das Wort Pasta kommt von dem italienischen Wort pasta, welches soviel wie Paste oder Teig bzw. Pastete bedeutet. Heutzutage wird das Wort Pasta ausschließlich für Nudeln nach italienischer Art verwendet. In englischsprachigen Ländern wird das Wort "noodles" allgemeiner verwendet.
Mit der Pasta ist das in Italien, wie bei uns mit dem Reinheitsgebot für Bier:
Pasta sind italienische Nudeln aus Hartweizengrieß, Kochsalz und Wasser in vielen Größen und Formen.

Wie benenne ich nun meine Teigware?
Hier in Deutschland gibt es strenge Richtlinien für die Bezeichnung bzw. den „Namen“ des Lebensmittels. Der Name muss das Produkt so eindeutig beschreiben, dass man versteht, um welches Lebensmittel es sich handelt.

Wer kennt das nicht? Die richtige Namensfindung ist ein langer und meist kostenintensiver Prozess im Unternehmen. Dabei wird oftmals die Zielgruppe bzw. der Endnutzer in den ersten Schritten außer Acht gelassen. Erst nach einem langen Zyklus der Ideenfindung wird den Verbrauchern das vorläufige Ergebnis vorgestellt. Die unterschiedlichen Namensvorschlägen werden in einer klassischen Marktforschungsstudie beurteilt. Die Befragten sollen den für Sie besten Namen auswählen. Am Ende der Befragung siegt der Name, der das höchste Voting hat.
Dieser Prozess weist allerdings fehlerträchtige Punkte auf:
1) Namensfindung auf Agentur- oder Unternehmensseite fern vom Verbraucher.
2) Namenstest gestützt aber auch beeinflusst durch die Fragestellung.
3) Abhängig von der befragten Zielgruppe (Stichprobe) siegt ein bestimmter Name.

Am Ende des Prozesses hat man einen Namen gefunden, der möglicherweise nur perfekt zur Stichprobe passend einen kleinen Teil der Endkunden anspricht.


Lassen Sie uns den Prozess probeweise anders durchlaufen.
Lernen wir zuerst unsere Zielgruppe kennen. Allerdings nicht über eine klassische Marktforschungsbefragung, sondern mittels der DIGITALEN MARKTFORSCHUNG.
Auf diese Weise hören wir direkt, unbeeinflusst, was der Verbraucher über Nudeln bzw. Pasta denkt. So reichern wir gestützt von Verbrauchermeinungen den Namensfindungsprozess automatisch an.
Die Digitale Marktforschung hört und sieht Ideen von Nutzern, die von diesen selbst veröffentlicht werden (z.B. in Foren, Blogs. etc). In diesem Fall von unseren Pasta- bzw. Nudelliebhabern.


Hätten Sie gedacht, dass sich Pasta- von Nudelessern unterscheidet?
In unserem Prozess gehen wir vom Endkunden aus und stellen uns folgende Fragen:
- Wie charakterisiert sich unsere Zielgruppe?
- Gibt es mehrere Zielgruppen?
- Was bewegt unsere Zielgruppe?
Sehen wir in unserer Datenquelle zum Thema Ernährung nach und lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, ob es tatsächlich nennenswerte Unterschiede gibt, die wir bei der Namensfindung berücksichtigen sollten.

In unseren „semantischen Karten“ sehen wir eine komplette Übersicht an Themen, die beispielsweise unseren „Pasta Esser“ interessiert.
Wir finden darin direkte Zusammenhänge und Relevanz zwischen einzelnen Themen.
Der „Pasta Esser“ outet sich als wahrer Nudelliebhaber. Er kocht die unterschiedlichsten italienischen Sorten wie Rigatoni, Spaghetti, Linguine, Tagliatelle – am liebsten selbstgemacht. Gerne serviert in Kombination mit den verschiedensten Saucen wie Sahne-, Tomaten-, Feta- oder Meeresfrüchtesaucen.
Mit der Pasta kommt das italienische Lebensgefühl. Reisen und Sommer werden stark mit Pasta in Verbindung gebracht.


Über semantisch ähnliche Begriffe erhalten wir weitere Details über unseren „Pasta Liebhaber“.



Der Pasta Esser „zelebriert“ das Essen. Für ihn ist Pasta ein Bestandteil eines schönen „Dinners“ mit mehreren Gängen, also Teil eines Menüs. Pasta eignet sich als vegetarisches Gericht, da fleischarm bzw.-los. Der Pasta-Esser an sich ist eher Vegetarier, liebt nebenher noch die französische Küche und „amore“, die Liebe. (Quelle: „Vorlieben“ des Forumschreibers in unserer Datenquelle)

Sind Sie schon gespannt, was den Nudelesser charakterisiert?


Nudeln werden meist als einfaches Gericht mit Tomaten- oder Hackfleischsoße serviert – schnell und unkompliziert. Während es für den „Pasta Esser“ ausschließlich Pasta gibt, hat der Nudelesser zusätzliche, einfache Gerichte wie Bratkartoffeln, Pellkartoffeln sowie Reis auf dem Speiseplan. Fleisch, Kuchen und Aufläufe sind beliebte Gerichte (Quelle: „das schmeckt“ dem einzelnen Forumschreiber aus unserer Datenquelle).



Gehen wir einen Analyseschritt weiter, so sehen wir, dass der Nudelesser tendenziell sparsam lebt und Nudeln oft in den Wochenplan einkalkuliert. Nudeln sind ein klassisches Gericht für Kinder und werden daher gerne von Müttern, Erziehern, Lehrern gekocht.
Der Pasta Liebhaber hat eher einen intellektuellen oder spezialisierten Einschlag wie Koch, Musiker.
Somit haben wir mit Hilfe von nur einer Datenquelle sehr viel über unseren Nudel- bzw. Pasta-Liebhaber erfahren - alles ohne eine direkte Befragung.


Was bedeutet das für mich als Teigwaren-Hersteller?
Wir haben in unserem kleinen Beispiel gesehen, dass es klare Unterschiede für das Marketing gibt je nach Wording: „Pasta“ oder „Nudeln“. Möchten wir den
- „sparsamen Nudelesser“
oder
- „genießerischer Pasta Esser“
als Kunden ansprechen?
Wollen wir unser Produkt im Bereich Pasta platzieren, können wir beispielsweise mit dem neuen Produktnamen ein italienisches Feeling erzeugen.
Wir wissen, dass der „Pasta-Esser“ die Saucenvielfalt genießt. So wäre eine weitere Möglichkeit, die neue Pasta als Kombinationsprodukt mit einer Sauce anzubieten.
Entscheiden wir uns dagegen in Richtung Nudeln zu gehen, können wir das Produkt ähnlich wie die Kinderschokolade als „Kindernudeln“ vermarkten.


Was lernen wir aus diesem simplen Beispiel?
Es ist wichtig vor der Namensfindung die vermeintliche Zielgruppe kennenzulernen und diese zu verstehen. Deren Sprache sprechen zu lernen. Und wenn wir die Sprache verstanden haben, können wir auf Basis der neugewonnenen Daten den richtigen Namen finden.

Die Digitale Marktforschung bietet Möglichkeiten für jeden dieser Schritte, da der Verbraucher direkt zu uns spricht.
1) Finde die zutreffende Zielgruppe, die Du angehen möchtest.
2) Lerne diese Zielgruppe kennen und verstehen.
3) Finde innerhalb dieser Zielgruppe Deine Ideen in deren Sprache.

Viele Prozessschritte werden nur über eine Methode abgedeckt: der Digitalen Marktforschung.

Wir können unser Pasta-/ Nudelbeispiel noch vertiefen in dem wir Euch zeigen, wie wichtig die Schreibweise bei der Namensgebung ist. Dies könnt Ihr gerne in unserem nächsten Artikel lesen.

Video:
DADORA Digitale Marktforschung

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