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Kinderschutz im Internet: SafeToNet-App startet in Deutschland

19.06.202010:29 UhrMedien & Telekommunikation
Bild: Kinderschutz im Internet: SafeToNet-App startet in Deutschland
SafeToNet sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche online sicherer sind
SafeToNet sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche online sicherer sind

(openPR) Jedes dritte Kind wird im Internet sexuell belästigt / Neues Digital-Angebot gegen Mobbing und Cyber Grooming / Talk-Runden mit Cyberkriminologe Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger und Hollywood-Schauspieler Ralf Moeller

Berlin/Köln/London. Keine Chance für Belästigung und sexuelle Gewalt im Internet: Das Londoner Cybersicherheitsunternehmen SafeToNet bietet seine gleichnamige Kinderschutz-App ab jetzt auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Der Startschuss dafür ist am heutigen Freitag beim „Digitaltag“ gefallen - einer Initiative von mehr als 25 Organisationen aus Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und öffentlicher Hand. Ziel des breiten Bündnisses, das unter anderem von der Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär, dem Bundes-CIO Dr. Markus Richter und der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstützt wird, ist es, digitale Teilhabe deutschlandweit zu fördern.

Mehr als 500 Millionen Kinder sind zu jedem Zeitpunkt weltweit im Netz unterwegs. In jeder Sekunde sind 750.000 Pädokriminelle online. Jedes zehnte Kind wird Opfer von Cyber-Mobbing, jedes dritte Kind wird im Internet sexuell belästigt und jedes zweite Kind macht online negative Erfahrungen.

Die patentierte Technologie von SafeToNet setzt auf Künstliche Intelligenz und schützt Kinder vor Online-Gefahren wie Cybermobbing, sexueller Belästigung und aggressivem Hass-Verhalten. „Wir wollen die besonders Schutzbedürftigen unserer Gesellschaft online in Sicherheit wissen“, sagt Gottfried Werner, Europa-CEO bei SafeToNet. „Sexuelle Belästigung von Kindern und Jugendlichen im Internet war viel zu lange ein Tabuthema. Das muss sich ändern. Hier wollen wir gegensteuern. Unsere Kinder sind unsere Zukunft – wir müssen sie schützen, gerade auch online.“

SafeToNet ist Teil der internationalen Kinderschutzallianz und arbeitet in Deutschland im Rahmen der Initiative „KinderOnlineSchützen“ mit der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und dem niedersächsischen Innenministerium zusammen. In Großbritannien hat SafeToNet erst kürzlich ein Kooperationsprojekt mit der englischen Regierung als Antwort auf die Corona-Pandemie vereinbart und eine Million App-Lizenzen kostenlos an Kinder und ihre Eltern vergeben.

Wie funktioniert die App?

SafeToNet bietet eine intelligente Tastatur an, die in Echtzeit analysiert, was ein Kind tippt. „Sobald die Tastatur ein Risiko erkennt, ändert sie ihre Farbe und bietet Warnhinweise sowie Ratschläge“, erklärt Werner. Wenn die SafeToNet-App bei einem Kind einen deutlichen Anstieg des Online-Risikos feststellt, wird ein Hinweis an das Smartphone der Eltern gesendet.

Dabei verlassen die Daten des Kindes zu keinem Zeitpunkt das Smartphone. Ein- und ausgehende Nachrichten können weder von SafeToNet noch von Eltern mitgelesen werden. So wird die Privatsphäre von Kindern jederzeit geachtet und geschützt. Durch die Verknüpfung der Smartphones von Kind und Eltern erhalten diese einerseits einen Einblick in das digitale Wohlergehen ihres Kindes, während gleichzeitig das Bewusstsein des Kindes im Umgang mit digitalen Medien geschärft wird.

Digitaler Kinderschutz-Assistent

Die App ist ein digitaler Kinderschutz-Assistent. Sie hilft Kindern, mit den Herausforderungen im Umgang mit ihren mobilen Endgeräten im Moment der Nutzung besser umzugehen und sich zu einem verantwortungsbewussten Teilnehmer in der digitalen Welt zu entwickeln.

SafeToNet nutzt dabei Künstliche Intelligenz, um potenzielle Risiken beim Surfen, Chatten und Posten zu identifizieren und Gefahren abzuwenden, die durch Cybermobbing, Sexting, Grooming, Missbrauch und Hate Speech entstehen. „Das Internet bereichert unser aller Leben in vielerlei Hinsicht“, sagt Werner. „Allerdings gibt es online auch viele Inhalte, die für unsere Kinder schädlich sind. Deshalb ist eine Technologie wie unsere unerlässlich.“

Digital Wellbeing

Neben den reinen Schutzfunktionen bietet der digitale Wohlfühl-Assistent von SafeToNet Kindern und Jugendlichen Audioübungen an, sobald Anzeichen von Stress oder Angst erkannt werden. Außerdem gibt es ein „Emotion Diary“, das hilft, Emotionen altersgerecht zu reflektieren. Es ist klinisch erwiesen, dass das Schreiben über Gefühle helfen kann, der Verwirrung der Gedanken einen Sinn zu geben und damit mit Gefühlen besser zurechtzukommen. Ein altersgerechtes Nachschlagewerk, in dem über die verschiedenen Ausprägungen von Online-Belästigungen aufgeklärt wird, rundet die App ab.

SafeToNet beim „Digitaltag“

SafeToNet beteiligt sich am „Digitaltag“ mit mehreren Aktionen – unter anderem einem Webinar zur Funktionsweise der App (11 Uhr), einer Frage-Antwort-Session auf Instagram (14 Uhr) sowie drei Live-Streams.

Um 10 Uhr gibt es ein Interview mit dem deutschen Schauspieler und Hollywood-Star Ralf Moeller, der sich seit langem für Kinder und Jugendschutz einsetzt. Um 13 Uhr debattieren Dr. Horst Baier (CIO des Landes Niedersachsen) und Gottfried Werner (SafeToNet) über wirksame Präventiv-Möglichkeiten zum Schutz vor Missbrauch.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Experten-Talk zwischen der Wirtschaftsprofessorin und Kuratorin des Kinderhilfswerks „ChildFund Deutschland“, Prof. Dr. Marion Halfmann, dem Cyber-Kriminologen Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger und Gottfried Werner (SafeToNet) zum Thema „Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch. Wie wir unsere Kinder online schützen können“ (15 Uhr). Sämtliche Formate können nicht nur im Internet mitverfolgt werden, sondern werden auch vor Ort in den Filialen der Handykette „ibuy“ – einem Partnerunternehmen von SafeToNet – übertragen.

Video:
In Echtzeit gegen Mobbing, Cyber Grooming und Missbrauch: So funktioniert die SafeToNet-App

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