(openPR) Frankfurt, im November 2006 – Mystik, Archäologie und Geschichte: Cahuáchi in Peru verbindet all diese Elemente. Die Verantwortlichen der mit 24 Quadratkilometern größten sakralen Stätte der Welt aus der Zeit der Inkas haben jetzt mit umfangreichen Restaurierungsarbeiten begonnen. Nach deren Abschluss können Touristen den bis heute geheimnisumwobenen Pyramiden-Ort selbständig erkunden. Bislang ist dieses nur im Rahmen von Führungen möglich.
Bereits zu Zeiten der Inkas galt die Stadt mit den 36 Pyramiden als einer der wichtigsten Kultorte in Peru. Da dieser nur 22 Kilometer von den Nasca-Linien entfernt liegt, vermuten viele Experten, dass ein Zusammenhang zwischen den Bodenzeichnungen und der magischen, spirituellen Stadt besteht. Bisher bleibt die Herkunft der Nasca-Linien rätselhaft – auch wenn es im Laufe der Jahre verschiedenste Erklärungsversuche gegeben hat.
Cahuáchi – in der einheimischen Quechua-Sprache bedeutet der Name „von wo man schaut“ – erlebte seine Blütezeit von 400 v. Chr. bis 450 n. Chr. Zu jener Zeit war Cahuáchi ein sakrales Zentrum für religiöse Führer. Überlieferungen zu Folge soll dies auch der Ort sein, an dem die Nasca-Linien entworfen wurden. Der peruanische Historiker Josue Lancho beschreibt die Beziehung zwischen Cahuáchi und Nasca so: „Die Nasca-Figuren spielten eine ausschließlich zeremonielle Rolle. Die Hohepriester führten die Menschen von Cahuáchi in diese Gegend, um dort religiöse Zeremonien zu vollziehen. So gesehen lässt sich sagen: Die Nasca-Linien waren Tempel ohne Mauern für Massenzusammenkünfte und der prähispanische Vatikan ihrer Zeit.“
Cahuáchi besteht aus 36 Pyramiden, die zwischen 15 und 35 Meter hoch sind. Das wichtigste Bauwerk, die Große Pyramide, ist 28 Meter hoch, 110 Meter lang und 100 Meter breit. Die einzigartige Struktur der Großen Pyramide umfasst sieben Ebenen, Lehmwände und geometrisch angeordnete Zugangsrampen.
Cahuáchi liegt sechs Stunden von Lima und 45 Minuten von den Nasca-Linien entfernt. Die beste Zeit für einen Besuch in Cahuáchi ist frühmorgens, denn gegen Mittag wird es extrem heiß, und die paracas (Wüstenwinde) werden sehr stark. Touristen wird für die Besichtigung von Cahuáchi festes Schuhwerk, Sonnenschutz, Sonnenbrille und eine Insekten-Creme empfohlen.









