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SoftSelect veröffentlicht Studie: ERP im Automobilsektor 2006

20.11.200617:47 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Die Automobil- und Zulieferindustrie stellt an die eigene IT aufgrund des komplexen, arbeitsteiligen Produktionsprozesses besondere Anforderungen. Planungsgenauigkeit, Liefersicherheit, und Kostenminimierung sollen die vorhandenen logistischen und organisatorischen Defizite im Lieferantennetzwerk nachhaltig ausschließen, die Kapitalbindung entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherstellen. Im Rahmen der SoftTrend Studie 248 untersuchte die Hamburger Unternehmensberatung SoftSelect GmbH zum Thema ERP – Automotive 2006 22 Lösungen und zeigt auf, worauf es bei der Auswahl von ERP-Lösungen im Automotive-Bereich ankommt.



Hamburg, den 20.11.2006 – Die Automobil- und Zulieferindustrie beeinflusst die deutsche Volkswirtschaft so nachhaltig wie kaum eine andere. Ob in der Produktion, der Nutzung, dem Verkauf, der Reparatur und Wartung oder etwa dem Straßenbau, die Automobilindustrie stellt mit ihren Ausstrahlungseffekten eine tragende Säule des hiesigen Wirtschaftsgeflechts dar. Durch diese Schrittmacherfunktion hängt aber die deutsche Wirtschaft entscheidend vom Wohl und Wehe des Automobilabsatzes im In- und Ausland ab. Der erhöhte Kostendruck, der starke Euro und die Produktivität von internationalen Wettbewerbern setzen die Wirtschaftszentren um Wolfsburg, Stuttgart, Rüsselsheim, München und Köln zunehmend unter Druck. Die ausländische Zulieferquote trägt heute schon zu 40% der deutschen automobilen Wertschöpfung bei. Damit wachsen die Anforderungen an die innerbetriebliche IT erheblich, zumal die Prozesskosten, Kapazitätskosten und Logistikkosten ohnehin schon einen maßgeblichen Anteil an den gesamten Herstellkosten des Produktionsvorganges ausmachen. Insbesondere die effiziente Einbindung des Zuliefernetzwerkes trägt aufgrund des arbeitsteiligen Produktionsprozesses in entscheidenden Maße zum Erfolg des Unternehmens bei.

Hersteller bestimmen Lieferantenanforderungen
Die Kommunikation zwischen OEM´s, Logistikern sowie den 1-, 2-, und 3-Tier Zulieferern stellt hinsichtlich Standardisierung und Sicherheit ebenfalls hohe Anforderungen an die Automobilindustrie. Dies betrifft vor allem den elektronischen Austausch von Lieferabrufdaten, Lieferscheinen, Rechnungsinformationen, CAD-Zeichnungen oder Projektstati im Vorserienbereich. Schon heute werden von der Automobil- an die Zulieferindustrie umfangreiche Mindestanforderungen – in Form von Lieferantenbedingungen – hinsichtlich des EDI-Datenaustausches formuliert. Dies gilt insbesondere für die Möglichkeit von Lieferabrufen, der Rechnungsstellung und Lieferavis für den Transport via VDA (nationaler Standard), ODETTE (europäischer Standard), ANSI X.12 (US-amerikanischer Standard) und EDIFACT (internationaler Standard). Auch die Versandabteilung weist im Automotive Bereich besondere Ansprüche auf. Vorgeschriebene Dokumente in diesem Zusammenhang sind Lieferschein, Behälterkennzeichnung mit dem VDA - Warenanhänger, Frachtbrief und gegebenenfalls Zolldokumente inklusive Rechnung.

RFID-Standards im Entwicklungsstadium
RFID wird in der Behälterlogistik zwar vermehrt eingesetzt, jedoch wird dieses Merkmal derzeit nur von ca. 50% der untersuchten Lösungen unterstützt. Für die interne Logistik galt RFID in der Vergangenheit schon als ein effektives Instrument, um Warenströme zu erfassen (Stichwort Lagerverwaltung- und Steuerung, Chargenrückverfolgung für dokumentierpflichtige Teile wie Airbag usw., Identifikation, Lokalisierung, Versandlogistik, mobile Datenerfassung etc). Künftig wird eine RFID Projektgruppe aus Mitgliedern wie BMW, DaimlerChrysler, VW, Bosch, HUF, Siemens, SAP und Seeburger übergreifende Standards für den Einsatz von RFID im Behältermanagement und eine einheitliche Datenstruktur für Transponder an Klein- und Großladungsträgern entwickeln. Die Ergebnisse sollen anschließend in eine VDA-Empfehlung und nachfolgend in weitere Standards wie Odette oder EDIFACT überführt werden. Damit wird der Weg für die flächendeckende Nutzung von RFID in der Automobilindustrie weiter geebnet.

Zwei Drittel der Lösungen unterstützen Just-in-Sequence Steuerung
Die sequenz- (und zeit-) gerechte Anlieferung von Teilen und Modulen zu der Verbauung (Just in Sequence) wird in etwa von zwei Dritteln der untersuchten Lösungen unterstützt. Aufgrund der zunehmenden Variantenvielfalt und der Folge, dass nicht mehr sämtliche Verbauteile an der Montagelinie untergebracht werden können, gewinnt die JIS-Anlieferung als Erweiterung des JIT-Konzeptes zunehmend an Bedeutung. Auch hier steht der Kommunikationsstandard VDA (für JIS im Speziellen VDA 4916), ODETTE oder EDIFACT für einen reibungslosen Datenaustausch im Vordergrund. Etwa zwei Drittel aller Lösungen bilden die Just-in-Sequence-Steuerung und den VDA-Standard 4916 (z.B. Ordat, SAP/Steeb Anwendungssysteme, IFS, Infor/SSA, Ramco Systems) ab.

Das Leistungsniveau der Systeme, die Einzug in die Untersuchung erhalten haben, ist als hoch bis sehr hoch einzustufen. Spezielle Anwendungsmöglichkeiten, ein unterschiedlicher Grad an Prozessunterstützung und Interoperabilität - systemseitig oder kollaborationsseitig (EDI ohne System- oder Medienbrüche), Unterschiede im Handling von Produktionsnetzwerken (Intercompany-Steuerung) sowie Schwerpunkte im Bereich Funktionalität (z.B. Bedarfsplanung, Lieferantenbewertung, VMI, etc.) lassen die Unterschiede der einzelnen Lösungen erkennen. Die komplette Studie inklusive detaillierter Produktdaten der einzelnen Hersteller kann zu einem Preis von 80 Euro zzgl. MwSt. unter www.softselect.de angefordert werden oder senden Sie eine E-Mail an E-Mail.

SoftTrend 248 ERP – Automotive 2006: Studienteilnehmer-Übersicht

Firma Produkt Internet
ABAS Software AG abas-Business-Software www.abas.de
ALPHA Business Solutions AG proALPHA www.abs-ag.de
AP Automation + Productivity AG P2plus www.ap-ag.de
Atos Origin GmbH Microsoft Dynamics AX www.atosorigin.de

bäurer GmbH b2 www.baeurer.de
COMPUTENZ EDV-Lösungen GmbH Automotive Integration auf Basis Microsoft Dynamics NAV www.computenz.de

Fujitsu Glovia International glovia.com www.glovia.com
GODYO AG GODYO P/4 www.godyo.com
Heuser Datenbank-Applikationen GIPSY2004 www.hda-heuser.com

IFS Deutschland GmbH & CO. KG IFS Applications www.ifsde.com
Infor Global Solutions Infor ERP COM + Infor ERP Xpert www.infor.com
myfactory Software GmbH myautomotive www.myfactory.com
ORDAT GmbH & Co. KG FOSS www.ordat.com
PSIPENTA Software Systems GmbH PSIpenta.com www.psipenta.com
QAD Europe GmbH MFG/PRO www.qad.com
Ramco Systems Ltd. Ramco Enterprise Series (VirtualWorks) www.ramco.ch
SAP Deutschland AG & Co. KG mySAP ERP 2005 www.sap.de

SOU Systemhaus GmbH & Co. KG sou.MatriXX www.sou.de
SSA Global GmbH SSA Baan AGSx www.ssaglobal.com
Steeb Anwendungssysteme GmbH mySAP ERP + Steeb as//automotive www.steeb.de
trend SWM FUTURE II www.trendswm.de

SoftSelect GmbH
Frau Spielmann
Oeverseestr. 10-12
D-22769 Hamburg
Telefon: (040) 870 875 – 0
Telefax: (040) 870 875 – 55
E-Mail: E-Mail
Web: www.softselect.de

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