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Sehnsucht... Videoarbeiten und installative Momente

26.05.202015:47 UhrKunst & Kultur
Bild: Sehnsucht... Videoarbeiten und installative Momente
Sebastian Stumpf, Standbild aus
Sebastian Stumpf, Standbild aus "Inseln", 2014, Videoprojektion mit Ton, 12:30, Loop

(openPR) ‚Sehnsucht...
Videoarbeiten und installative Momente‘

Ausstellung Do. 18.6. bis Do. 6.8.2020

Birthe Blauth (n.n.)
Frank Bölter (*1969)
Judith Egger (*1973)
Leonie Felle (*1979)
Sebastian Stumpf (*1980)
Boris Maximowitz (*1985)


Heike Mutter und Ulrich Genth (*1969 /*1971)
Susanne Wagner (*1977)

kuratiert von Benita Meißner und Ulrich Schäfert

Ausstellungsort
DG Kunstraum
Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst e.V. Finkenstraße 4
80333 München
Tel. +49 89 282548
E-Mail www.dg-kunstraum.de

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr Sonderöffnungszeiten siehe unten

Das Jahr 2020 wird immer ein besonderes Jahr (gewesen) sein, egal wie lange der Ausnahmezustand noch anhalten wird. Weltweit fügen sich Menschen neuartigen Kontaktbeschränkungen sowie den von den Regierungen erlassenen Verhaltensregeln, mit dem Ziel, Mitmenschen zu schützen und einem Kollaps des Gesundheitssystems vorzubeugen. Die neue, schützende „soziale Distanz“ bestimmt unseren Alltag.

Der Begriff „Sehnsucht“ tritt im Jahr 2020 neu in den Fokus. Die alten Sehnsüchte gibt es nach wie vor, nur anders. Kein Geld der Welt kann die Sehnsucht nach Urlaub, Meer und fremden Kulturen in der Zeit von Ausgangsbeschränkungen stillen. Brennend ist nach dem Lockdown die Sehnsucht nach Begegnungen, die Sehnsucht nach diesem Gefühl mit vielen anderen einen Moment teilen zu können; sei es bei einer Opernaufführung, einem Konzertbesuch oder auch einer langen Nacht im Club.

Sehnsucht erleben wir als körperliches Gefühl. Es kann als Ziehen in der Brust oder als Kloß im Hals wahrgenommen werden. Sehnsucht kann schmerzhaft sein und uns traurig stimmen, gerade wenn sie unerfüllbar bleibt. Und sie kann zu einem warmen inneren Strahlen führen, wenn damit schöne Erinnerungen assoziiert und Energien und Visionen freigesetzt werden. Forschergruppen in der Psychologie unterscheiden laut Prof. Dr. Alexandra M. Freund (Psychologisches Institut der Universität in Zürich) verschiedene Merkmale der Sehnsucht und schreiben ihr Funktionen zu. So soll diese helfen, mit der eigenen Unfertigkeit oder Verlusten umzugehen, und sie unterstützt den Menschen dabei, sich im Leben Ziele zu setzen.

Historisch gesehen wird mit der Sehnsucht zu allererst die Epoche der Romantik (ca. 1795-1848) verknüpft. Novalis setzt in seiner Dichtung als Symbol die Blaue Blume ein, die für die schwärmerische Sehnsucht nach einem unerreichbaren, unbekannten Ziel, nach dem Unendlichen gilt, die in diesem Leben unbefriedigt bleiben muss. In der Unbestimmtheit der Sehnsucht sahen die Romantiker eine metaphysische Entsprechung der eigenen künstlerischen Arbeit, die eher als ein Suchen und Streben wahrgenommen wurde.

Im Verständnis der christlichen Tradition ist wesentliche Sehnsucht des Menschen die nach Gott. Friedrich Schleiermacher sprach davon, dass dem Menschen mit seiner religiösen Anlage die Sehnsucht „nach dem Wunderbaren und Übernatürlichen“ eigen sei. Der Theologe Paul Zulehner etwa sagt zur Gottessehnsucht des Menschen: „Sie macht uns lebendig."

Mit unserem Videoprogramm rücken wir das Thema „Sehnsucht“ in den Fokus und geben den momentanen Sehnsüchten des Menschen ein mögliches Gesicht. Wir öffnen den Blick für die Sehnsüchte anderer und lassen uns treiben in einer künstlerischen Bilderwelt. Wünsche, Träume und Sehnsüchte innerer, immaterieller Bilder werden in den Videoarbeiten sichtbar. Einzelne Elemente aus der realen Welt in der Ausstellung, die in Verbindung mit den Videoarbeiten stehen, verweisen darauf, dass Sehnsucht nicht im Virtuellen verweilen muss, sondern sich auch materialisieren und in kurzen Momenten vielleicht auch erfüllen kann ...

Joseph von Eichendorff (1788–1857)
Mondnacht

Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.


Leonie Felle
Deine Reise

Was glaubst du wer du bist
Was du kannst – in der Welt
Wo ist dein Platz in der großen, weiten Welt?
Wer hält dich in der Hand
Wer zieht am Faden – Wer lässt los

Schwimmst du immer noch im Meer?
Wo geht deine Reise hin
Wo liegt all dein Streben, wo der Sinn
Warum bist du hier?
Du kannst mir viel erzählen,
doch nicht dass du schon alles weißt.
Denk an die Sterne und wie weit...
Das Universum ist groß ... (und wir unendlich klein)

Schwimmst du immer noch im Meer?
Wo geht deine Reise hin
Wo liegt all dein Streben, wo der Sinn
Warum bist du hier?
Warum bleibst du hier?


PROGRAMM

Aufgrund der aktuellen Lage kann weder eine Vernissage noch unser übliches Begleitprogramm stattfinden.

Wir laden stattdessen an den folgenden Donnerstagen zu einem Besuch der Ausstellung bis 20 Uhr ein:
Do. 18.6.2020, Do. 25.6.2020, Do. 2.7.2020, Do. 9.7.2020, Do. 16.7.2020, Do. 23.7.2020

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