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Was ist Digitale Marktforschung?

20.05.202011:59 UhrWerbung, Consulting, Marktforschung
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Was ist Digitale Marktforschung
Was ist Digitale Marktforschung

(openPR) Was ist Digitale Marktforschung?

Die Digitale Marktforschung erforscht Kundenbedürfnisse, Zielgruppen und Märkte mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI), Natural Language Processing (NLP) und Text Analytics.
Als Datengrundlage dienen keine Befragungen, sondern anonyme und ungesteuert entstandene Diskussionen („User Generated Content“) von Nutzern auf Foren zu spezifischen Themenfeldern wie z.B. Gesundheit, Finanzen oder Technik.


Durch die Größe der analysierten Textmengen von vielen Millionen Diskussionen werden selbst so umfassende Themengebiete wie „Gesundheit“ repräsentativ abgedeckt.
Dank der Realitätstreue der Ergebnisse und der hohen Geschwindigkeit bei der Datenerhebung und -auswertung dient Digitale Marktforschung nicht nur als Grundlage für Marketing sondern auch für iterative Prozesse wie Agile Entwicklung.


Von Dr. Johanna Schoenberger und Edith Franczok





Inhaltsverzeichnis

Definition: Was ist Digitale Marktforschung?
Wie funktioniert die Datenerhebung?
Datenauswertung und Bereitstellung der Insights
Quantitative Datenauswertung
Top-10-Themen
Trends
Top-10-Personas
Qualitative (bzw. explorative) Datenauswertung
Semantische Karten
Semantisch ähnliche Begriffe
Die häufigsten Begriffe
Vorteile Digitaler Marktforschung?
Noch gibt es sehr unterschiedliche Meinungen zu Digitaler Marktforschung. Für die einen ist es „was Amazon macht“: die Nutzung von CRM-Daten, um Aufschluss das Online-Verhalten von Nutzern zu verstehen. Mit dem Ziel, „Business Intelligence“ zu betreiben und jedem Online-Shop-Besucher das treffsicherste, personalisierte Produktpaket anbieten zu können. Für andere ist es „Online Marktforschung“ im Internet mit Hilfe digitaler Tools wie Online-Befragungen, bzw. -Fragebögen, die über das Smartphone ausgefüllt werden. Dabei ist Digitale Marktforschung eigentlich „MaFo 4.0“.
Definition: Was ist Digitale Marktforschung?
User Generated Content als Datenbasis für Studien. In der traditionellen Marktforschung ist es üblich, potenzielle Kunden zu Problemen, Vorlieben oder Produkten zu befragen. Für dieses Vorgehen müssen im ersten Schritt Fragen formuliert, dann die Daten erhoben und anschließend statistisch ausgewertet werden.
Da Befragungen immer das Problem haben, dass die Antworten gesteuert und durch die Umstände der Befragung beeinflusst sind, verfolgt die Digitale Marktforschung einen anderen Ansatz: sie nutzt die Möglichkeiten heutiger Technik und erforscht Kundenbedürfnisse, Zielgruppen und Märkte mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI), Natural Language Processing (NLP) und Text Analytics.
Wie funktioniert die Datenerhebung?
Digitale Marktforschung aggregiert anonyme, digitale Meinungsäußerungen („User Generated Content“) von Menschen auf Blogs und Foren. Dabei geht es, genau wie bei der klassischen Marktforschung, nicht um persönliche Nutzerdaten oder Ansichten einzelner, es geht um die Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben vieler tausend Menschen.
Je nach Fragestellung werden passende Datenquellen (Foren) identifiziert, automatisiert und anonymisiert eingelesen und bereinigt. Um die erhobenen Textdaten maschinell „zu verstehen“ kommen für die darauffolgende Analysen Methoden der natürlichen Sprachverarbeitung (Natural Language Processing), Machine Learning und Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Über ein interaktives Dashboard werden die Daten bereitgestellt.

Prozess der Digitalen Marktforschung

Datenauswertung und Bereitstellung der Insights
Die Digitale Marktforschung analysiert die erhobenen Textdaten auf Basis von Nutzerdiskussionen aus zwei Perspektiven: aus einer quantitativen und einer qualitativen.
Quantitative Datenauswertung
Bei der quantitativen Datenauswertung werden die Daten, anders als mit Methoden der klassischen Marktforschung, rein maschinell ausgewertet.
Top-10-Themen?Das analysierte Themenfeld wird mit Topic Modeling in seine größten Unterthemen aufgeschlüsselt und geclustert. Das genaue Gesprächsvolumen wird prozentual bestimmt, so dass sich zeigt, wie groß und relevant Unterpunkte im Vergleich zu anderen sind. Diese Auswertung hilft Unternehmen, ein Thema aus den Augen des Nutzers auf einen Blick zu verstehen. So zeigt sich direkt, ob eine neue Produktidee oder Kampagne auf ein relevantes Kundenthema einzahlt und damit Marktpotenzial hat. Gleichzeitig tun sich (ggf. neue) Potenzialfelder auf, die bei der Entwicklung von Lösungen priorisiert behandelt werden sollten.
Top-10-Immobilien-Themen 2020 im Rahmen persönlicher Finanzplanung. Topic Modeling auf Basis von 16.042 Dokumenten zum Thema "Immobilien"
Trends??Foren sammeln alle je geführten Diskussionen in Archiven, die teilweise Jahrzehnte zurückreichen. Die Diskussionen und Beiträge sind mit Meta-Informationen versehen, wie beispielsweise den Augenblick der Veröffentlichung. Mit Hilfe dieser Meta-Daten lassen sich Zeitverläufe nachvollziehen. So kann man zeigen, wie sich Themen über die Jahre verändern: Nehmen sie ab, stagnieren sie oder entstehen neue Trends? Sind die Trends erst im Anfangsstadium und zeigen „Weak Signals“ oder haben sie sich über die letzten Jahre schon solide manifestiert? Wie bei jeder Trendforschung hilft diese Herangehensweise, den richtigen Zeitpunkt für eine Produktinnovation und ihren Markteintritt zu finden.
Trends bei der Geldanlage in Immobilien seit 2003.

Top-10-Personas?Ebenso wie mit Hilfe von Topic Modeling Themen in ihre zehn wichtigsten Unterthemen geclustert werden können, so lassen sich die Daten auch in Hinblick auf ihre relevantesten, typischen Autoren hin clustern. Das heißt, Daten-basierte Personas gliedern Zielgruppen in die Top-10-Untergruppen. Die jeweiligen Hauptmerkmale und Interessensfelder der Untergruppen werden aufgeschlüsselt und man sieht, wie groß die einzelnen Gruppen sind.?
Mehr lesen
Qualitative (bzw. explorative) Datenauswertung
Unter Verwendung des interaktiven Dashboards, lassen sich Produktideen, Projektvorschläge oder Fragestellungen auch qualitativ, bzw. exlporativ überprüfen. Diese Herangehensweise dient beispielsweise dazu, Customer Journeys zu erstellen und neue Potenzialfelder für Produkte, Services oder Content zu erschließen.


Datenbasierte Entwicklung von Customer Journeys

Semantische Karten?Semantische Karten zeigen, welche Themen miteinander in Verbindung stehen und auch Detailaspekte, die vielleicht in nur einer Diskussion vor vielen Jahren erwähnt wurden, tauchen in ihrem Kontext auf. So ermöglichen sie, die Schwarmintelligenz der vielen tausend Schreibenden für die Lösung eines Themas zu nutzen. Die Semantischen Karten stellen sicher, dass bei der Konzeptentwicklung alle relevanten Gesichtspunkte bedacht werden, bzw. dass kein Aspekt vergessen wird. Zugleich liefern die Karten Inspiration für zusätzliche Lösungen.?
Semantische Karte zum Thema "Immobilien" basierend auf 1,2 Mio aggregierten Diskussionen von ca. 50.000 anonymisierten Nutzern zum Thema „private Finanzplanung“ von 2003 bis 2020 im deutschsprachigen Raum mit Fokus Deutschland.

Semantisch ähnliche Begriffe?Die „Semantisch ähnlichen Begriffe“ sind so etwas wie ein Thesaurus – allerdings spezifisch innerhalb des untersuchten Themenfelds. Man erhält die Begriffe und Themen, die Menschen synonym verwenden für den Begriff „Immobilie“, allerdings nur in genau dem gewählten Kontext (in diesem Beispiel bewegen wir uns im Themenfeld „Persönliche Finanzplanung“). Das heißt, wenn Menschen bei der persönlichen Finanzplanung über „Immobilien“ sprechen, so verwenden sie alternativ auch Begriffe wie „Objekte“ oder „Häuser“.
?
Semantisch ähnliche Begriffe für den Suchbegriff "Immobilie" basierend auf 1,2 Mio. aggregierten Diskussionen von ca. 50.000 anonymisierten Nutzern zum Thema „private Finanzplanung“ von 2003 bis 2020 im deutschsprachigen Raum mit Fokus Deutschland.

Die häufigsten Begriffe?Die häufigsten Begriffe im Titel und Text von Diskussionen, die sich um den Suchbegriff drehen (im Beispiel Suchbegriff „Immobilien“), liefern einen direkten Ein- und Überblick über den Inhalt der Diskussionen. Mit Hilfe dieser Ansicht lassen sich Themen maximal schnell überblicken und verstehen.?Die häufigsten Begriffe im Titel und Text von Diskussionen, die sich um Immobilien drehen, basierend auf 1,2 Mio. aggregierten Diskussionen von ca. 50.000 anonymisierten Nutzern zum Thema „private Finanzplanung“ von 2003 bis 2020 im deutschsprachigen Raum mit Fokus Deutschland.
Vorteile Digitaler Marktforschung
… gegenüber klassischer Marktforschung oder Online-Befragungen. Die Digitale Marktforschung hat neben den bereits genannten noch ein paar zusätzliche Vorteile gegenüber der klassischer Marktforschung:
Die Digitale Marktforschung verwendet große, repräsentative Datenmengen von vielen tausenden bis meist mehreren Millionen Beiträgen.
Sie liefert Zielgruppen- und Marktanalysen in Echtzeit.
Sie zeigt auch emotionale Aspekte wie Gefühle, Gedanken und Wünsche.
Der Ergebnisraum ist völlig offen.
Die Digitale Marktforschung ist so wesentlich offener und breiter in den Ergebnissen als die klassische Marktforschung. Es ergeben sich Betrachtungsmöglichkeiten und Arbeitsweisen, die bisher nicht möglich waren.

Video:
Digitale Marktforschung

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