(openPR) Mehr als drei Millionen Menschen sind der Johns-Hopkins-Universität zufolge am Coronavirus erkrankt, für Deutschland nennt das Robert-Koch-Institut Stand 8.5.2020 eine Fallzahl von 167.300. Unter Experten besteht Konsens, dass diese offiziellen Zahlen die Wirklichkeit der Pandemie nicht exakt widerspiegeln, sondern vielmehr von einer Dunkelziffer auszugehen ist. Einen Hinweis darauf, wie hoch diese sein könnte, gibt eine kürzlich abgeschlossene Studie der BDH-Klinik Hessisch Oldendorf, einer neurologischen Fachklinik im Landkreis Hameln-Pyrmont (südliches Niedersachsen). Die Studie untersuchte die Infektionsrate des Klinikpersonals.
Das überraschende Ergebnis ist, dass bereits ca. 3% der Mitarbeiter eine Infektion mit dem Virus durchgemacht haben. Dazu wurde das Blut von 405 Mitarbeitern (d.h. ca. 80% der Belegschaft) auf Antikörper gegen SARS-CoV-2 untersucht. 2,9% der untersuchten Blutproben stellten sich als positiv heraus. Der Nachweis von IgG-Antikörpern, der auch in der „Heinsberg-Studie“ verwendet wurde, spricht für eine vor mehreren Wochen durchgemachte Infektion und mögliche Immunität gegen den Erreger. Nur etwa jeder Dritte der positiv getesteten Klinikmitarbeiter hatte in diesem Jahr überhaupt grippeähnliche Symptome erlebt. Bemerkenswerterweise war keine einzige Krankenschwester unter den positiv Getesteten. Da aber das Pflegepersonal üblicherweise die engsten Kontakte zu Patienten hat, spricht viel dafür, dass es außerhalb der Klinik zu den nachgewiesenen Infektionen gekommen ist. Die Infektionsrate liegt etwa um den Faktor 30 höher als es die offiziellen Erkrankungszahlen des Landkreises Hameln-Pyrmont nahelegen und spricht – ähnlich wie in Heinsberg – für eine sehr hohe Dunkelziffer bei SARS-CoV-2-Infektionen.








