(openPR) Fünf Säulen, um Unternehmenskrisen zu meistern
Während Kostensenkung funktioniert, werden neue Einnahmequellen vernachlässigt
HORB/ 27. April 2020.
„Bei der Bewältigung von Unternehmenskrisen wird der Einnahmenseite zu wenig Beachtung geschenkt“, ist sich Holger Zimmermann sicher. Der Unternehmer hat sowohl Dotcom-Krise wie auch die Weltfinanzkrise 2008/2009 erlebt und Unternehmen geholfen, Krisen zu überwinden. Seine Erfahrung stellt er nun im Buch „Unternehmenskrisen meistern“ zur Verfügung.
„Uns war es wichtig, die ganze Palette der Krisenbewältigung aufzuzeigen“, kommentiert der Wirtschaftsingenieur den Ansatz. Während die meisten Unternehmen sehr gut aufgestellt sind, was Sofortmaßnahmen wie Kostensenkung, Kurzarbeit und Aufstockung von Liquidität betrifft, beobachten Zimmermann und sein Team zu wenig Aktivität auf der Marktseite.
„In einer Krise ändern sich Bedarfe.“ Das wiederum führt dazu, dass Einnahmequellen wegbrechen, während an anderer Stelle neue entstehen. Gerade jetzt in der Corona-Krise rechnet Zimmermann damit, dass sich Dinge auch grundlegend ändern werden. „Wir werden mit Sicherheit Lieferketten anpassen“, kommentiert er einen Aspekt, „und uns hin zu mehr Resilienz bewegen.“ Dabei werde vermutlich auch auf Effizienz verzichtet werden.
Dieser Umschwung wiederum bedeutet, dass neue, regionale Zulieferer eine große Chance vor sich haben, neue Einnahmequellen für sich zu gewinnen. Um diese Quellen systematisch zu identifizieren und zu erschließen, benötigen die Unternehmen Handwerkszeug und eine gute Projektorganisation, fasst Zimmermann seine Erfahrung zusammen.
Wobei er diesen einen Aspekt nur als ein Beispiel unter vielen betrachtet und darauf hinweist, dass es weit mehr Dinge gibt, die sich aktuell ändern und woraus sich Chancen ergeben. Womit er mit den Aussagen verschiedener Trendforscher übereinstimmt, die aktuell auch von einem „Fenster der Möglichkeiten“ sprechen.
Der Schlüssel zur Bewältigung von Unternehmenskrisen ist für Zimmermann eine ganzheitliche Herangehensweise, die sowohl kurzfristige wie auch mittel- und langfristige Perspektiven verbindet. Die Sicherung der Firma als Ganzes ist eine Säule, eine zweite die Sicherung der bestehenden Aufträge „Zug um Zug“. Außerdem gehört die systematische, präventiv arbeitende Gefahrenabwehr zum Portfolio guten Krisenmanagements, wie der Fokus auf neue Einnahmequellen und eine Organisation des Krisenmanagements, die über den üblichen Krisenstab hinausgeht. Bei alldem ist das Denken in verschiedenen Szenarien wichtig, um mit der geringen Vorhersagbarkeit der nächsten Monate umgehen zu können.
„Wer alle fünf Säulen bedient, ist wirklich gut gewappnet“, ist sich Zimmermann sicher, „allerdings gelingt das nur, wenn die Organisation der Krisenbewältigung über den üblichen Krisenstab hinausgeht.“ Der ist für die Sofortmaßnahmen bestens geeignet, danach gelte es dafür zu sorgen, dass weitere Teams an den verschiedenen Themenfeldern der Krisenbewältigung arbeiten. „Da schlägt dann nicht selten die Kurzarbeitsfalle zu!“ Mitarbeiter, die für diese Themen benötigt werden, müssen erst wieder zurückgeholt werden. „Wer deshalb von Anfang an alle fünf Säulen denkt, tut sich leichter.“
Während sich der erste Teil des Buchs dem typischen Krisenverlauf und dem ganzheitlichen Blick widmet, fokussiert der zweite Teil darauf, was organisatorisch wichtig ist. Im dritten Teil liefert der Autor konkrete Empfehlungen und Ansätze, um neue Einnahmequellen zu erschließen.
Was er mit dem Buch erreichen will, formuliert er deutlich im Vorwort: „»Wow, wie genial. Wer hätte das gedacht? Das haben wir mal richtig gut gestemmt. Anfangs hätte ich uns das niemals zugetraut. Da sind wir mal souverän durchgegangen!« Das würde ich gerne in ein paar Monaten von möglichst vielen Menschen hören. Auch von Ihnen.“ Es sei ein Buch „für unternehmerisch denkende Menschen, die sich und ihr Unternehmen aktiv aus der Krise führen wollen.“












