openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Der Bieterworkshop

22.04.202011:56 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Anders als der Name „Bieterworkshop“ vermuten lässt, handelt es sich bei dieser Art Workshop um eine Veranstaltung, welche im Zuge von Ausschreibungen, vom Auftraggeber organisiert wird und deren Teilnehmer potenzielle Auftragnehmer (Bieter) sind.



Das Ziel
Der Bieterworkshop dient dazu, bei allen interessierten und angefragten Bieter ein einheitliches Verständnis zur Ausschreibung zu schaffen und Unklarheiten aufzulösen. Dazu werden die einzelnen Ausschreibungsdokumente und der Ausschreibungsablauf erläutert. Nach dem Bieterworkshop sollten alle Bieter in der Lage sein, ein qualifiziertes Angebot zu erstellen.
Es hat sich gezeigt, dass durch die verbale Erläuterung komplexer Ausschreibungsinhalte oft wesentliche Optimierungen am Angebot erzielt werden konnten. Auch Erläuterungen zu den auszufüllenden Dokumenten, wie beispielsweise Preislisten aus umfangreichen Preismodellen, werden von den Workshopteilnehmern meist dankend angenommen.

Die Vorbereitung
Bereits während der Erstellungsphase der Ausschreibung ist der Bieterworkshop im Zeitplan der Ausschreibung zu berücksichtigen. Dabei sollte genügend Vorlaufzeit für den Anmeldezeitraum und für die Vorbereitung eingeplant werden.
In der Regel werden bei der Veranstaltung folgende Themen durch den Auftraggeber präsentiert:
die zu beachtenden Rahmenbedingungen rund um das Ausschreibungsverfahren (z. B. die Zeitschiene)
Aufbau und Struktur der Ausschreibung (z. B. das Inhaltsverzeichnis der Leistungsbeschreibung)
ausgeschriebene Leistungsinhalte (z. B. die Servicezeiten)

Hinzu kommt die Möglichkeit, dass die Teilnehmer Fragen stellen können, die, wenn möglich, im Workshop direkt beantwortet, anschließend protokolliert und verteilt werden.

Um all diese Inhalte verständlich transportieren zu können, wird innerhalb der Vorbereitungsphase zum Workshop eine Präsentation erstellt, welche detaillierte Informationen zu den zuvor genannten Themenpunkten enthält. Des Weiteren wird festgelegt, welche Mitarbeiter die Moderation und Protokollierung des Workshops übernehmen und ob weitere Kollegen aus anderen Fachbereichen erforderlich sind, um gegebenenfalls fachspezifische Rückfragen der Bieter beantworten zu können.
Im Regelfall findet der Bieterworkshop in den Räumlichkeiten des Auftraggebers statt. Bei der Auswahl der Räumlichkeit ist die Anzahl der angemeldeten Bieter zu berücksichtigen und auf eine sinnvolle Bestuhlung zu achten. Neben ausreichenden Sitzplätzen freuen sich die Teilnehmer sicher auch über Getränke, Kaffee und einen kleinen Snack.
Eine Einladung zum Bieterworkshop wird an alle interessierten Bieter nach Veröffentlichung der Ausschreibung gesendet. Diese enthält Informationen, die wir auch sonst von Einladungen kennen:
Anlass; Titel des Ausschreibungsverfahrens; Datum und Uhrzeit; Dauer der Veranstaltung; Veranstaltungsort; Teilnehmerkreis; Anmeldungsformalitäten; Termin zur Teilnahmebestätigung; Anfahrtsweg; Parkmöglichkeiten; usw.
Ebenfalls werden weitere wichtige Informationen, wie z. B. das notwendige Anmelden an einem Empfang oder Pforte beim Eintreffen, in der Einladung mitgeteilt. Die Rückmeldung zur Anmeldung sollte durch die Bieter an eine zentrale Stelle und über einen vorher definierten Kommunikationsweg erfolgen. Möglichkeiten hierfür sind zum Beispiel: E-Mail-Postfach oder telefonische Anmeldung.

Die Nachbearbeitung
Im Nachgang an den Bieterworkshop erhalten alle am Ausschreibungsverfahren beteiligten Bieter, also auch Bieter, die nicht am Workshop teilnehmen konnten, ein ausführliches Protokoll zum Bieterworkshop.
Dieses Protokoll enthält alle im Workshop gestellten Fragen der Bieter und ist meist ein Teil der „Bieterfragenliste“.

Fazit
Auch wenn die Organisation und Vorbereitung eines Bieterworkshops einen gewissen Aufwand bedeutet, sollte dieser bei größerem Ausschreibungsvolumen eingeplant werden. Er kann unter anderem folgende Mehrwerte liefern: Angebotslücken werden geschlossen; Preise und Inhalte der Angebote verschiedener Bieter gleichen sich an und werden vergleichbarer; angefragte Leistung wird für den Bieter greifbarer und besser bepreisbar; Widersprüchliche Beschreibungen können vor Vertragsbeginn beseitigt werden.

Setzen Sie von Anfang an auf einen partnerschaftlichen, offenen Umgang mit den potenziellen Dienstleistern und helfen Sie ihnen beim Verstehen Ihres Service. Es wird sich für Sie langfristig lohnen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1084678
 257

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Der Bieterworkshop“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von RÖWAPLAN AG

Service Levels als Bestandteil von IT-Serviceverträgen
Service Levels als Bestandteil von IT-Serviceverträgen
Wie im Fachtipp „Ausschreibungsdokumente – an alle Bestandteile einer Ausschreibung denken“ erläutert, sind Service Levels ein zentraler Baustein einer Ausschreibung. Service Levels beschreiben die erwartete Qualität der Leistung mit Hilfe von Kennzahlen. Sie stufen zum Beispiel ein, wann oder in welcher Ausprägung die Leistung zu erbringen ist. Hier können sowohl technische als auch prozessuale Kennzahlen (KPIs) zum Einsatz kommen. Im Rahmen von KPI-Messungen kann der aktuelle Status des Service im Vergleich zu den Service Level Vorgaben beu…
Übergangsphasen innerhalb der Serviceerbringung
Übergangsphasen innerhalb der Serviceerbringung
In unseren Fachtipps „Service Transition“ und „Beendigungsleistungen“ lesen Sie, wie wichtig Übergangsphasen für einen reibungslosen Verantwortungsübergang sind. Es kommt auf den Auftraggeber während eines Parallelbetrieb oder der Einführung eines neuen Service einiges zu: Es gilt, komplexe Sachverhalte und Vorhaben zu strukturieren und oftmals mehrere gleichzeitig eingesetzte Dienstleister zu steuern. Entscheidungen müssen getroffen werden, Terminpläne sind einzuhalten und allem voran, muss der neue Dienstleister in die Lage versetzt werden,…

Das könnte Sie auch interessieren:

Normierung von Dienstleistungen
Normierung von Dienstleistungen
… professionell aufzunehmen, zu beantworten und zu kommunizieren, hat es sich bewährt, auf ein standardisiertes Q&A- Verfahren zurückzugreifen und einen übergreifenden Bieterworkshop durchzuführen. Der Bieterworkshop dient dazu, bei allen interessierten und angefragten Bietern, ein einheitliches Verständnis zur Ausschreibung zu verschaffen und Unklarheiten …
Ausschreibungsdokumente
Ausschreibungsdokumente
… der Aussagen aller Beteiligten gelegt werden. Alle Zusagen und Zugeständnisse werden Vertragsbestandteil. Das gilt ebenso für mündliche Verabredungen. (siehe Fachtipp „Der Bieterworkshop“) Kommt es zum Vertragsabschluss, kann es auch während der Laufzeit noch zu vertragsrelevanten Änderungen kommen. Dazu sollte ein sogenannter Contract Change Prozess …
Die Bewertung von Angeboten
Die Bewertung von Angeboten
… veröffentlichen. Die ersten offenen Fragen der Bieter trudelten ein und wurden von Ihnen und Ihren Kollegen beantwortet. Im Idealfall gab es bereits einen Bieterworkshop, bei welchem die Ausschreibungsunterlagen im Detail allen Bietern vorgestellt wurden, um diesen ein einheitliches Verständnis zum Leistungsumfang und Ausschreibungsverfahren zu vermitteln. Konnten …
Sie lesen gerade: Der Bieterworkshop