(openPR) Die "Dreder Musi" konnte beim heurigen Rosenheimer Herbstfest, dem größten Volksfest im gesamten südostbayerischen Raum nach dem Münchner Oktoberfest auf ein nunmehr 55-jähriges Engagement als Festkapelle im Festzelt der Flötzinger-Brauerei aus Rosenheim (eine der beiden letzten verbliebenen Privatbrauereien im Landkreis Rosenheim) zurückblicken. Dies ist um so denkwürdiger, da die "Dreder Musi" selbst heuer erst ihr 60-jähriges Gründungsjubiläum feiern konnte.
So kurz nach dem zweiten Weltkrieg fanden sich 1946 ein paar junge Burschen aus der Umgebung der kleinen Ortschaft Jarezöd (im Volksmund "Dred") zum Musizieren ein und erkoren aus dem Namen ihres Probenlokals, dem "Wirt von Dred" ihren eigenen Kapellennamen (Die Geburtsstunde der "Dreder Musi"). Nach einer kurzen Ausbildungsphase unter ihrem ersten Dirigenten Metzenroth wuchs die Kapelle auf eine stattliche Musikantenschar an und feierte ihre ersten Erfolge bis dann 1951 unter dem inzwischen die Leitung der Kapelle übernommenen Markus Babl aus Tuntenhausen zum ersten mal im Festzelt der Flötzinger-Brauerei als Festkapelle gespielt wurde.
Obwohl das Zelt nach heutigen Maßstäben noch ziemlich klein war und man gegen die oktoberfesterprobte Konkurrenz von Otto ("Gangerl") Schwarzfischer im benachbarten Festzelt der Auer-Brauerei aus Rosenheim anfangs einen recht schweren Stand hatte, lies man sich doch allerlei kurioses einfallen, vom "Musikantenstreik" über den "Brennenden Hut" bis zu einer "fliegenden große Trommel". Die "Dreder Musikanten" sparten dabei im Rahmen ihrer technischen Möglichkeiten nicht mit Erfindungsreichtum und schon damals galt, was auch heute noch beherzigt werden muss: Je mehr sich auf der Bühne rührt, umso schneller springt der Funke zwischen Festmusik und Publikum über.
Der Bekanntheitsgrad der Kapelle wuchs dann in den nächsten Jahrzehnten proportional zur Zeltgröße und man wurde auch des öfteren ins Ausland eingeladen, z. B. vor 20 Jahren auch über den "großen Teich" nach Orlando/Florida für ein Gastspiel im "American Bierhouse". In den 80er Jahren kam dann altersbedingt ein Generationenwechsel, der unter anderem auch eng mit dem derzeitigen Leiter der Kapelle Roland Merk verbunden ist. In diesen Jahren wurde das Programm der Kapelle auch stilistisch erweitert und eine schlagkräftige "Sängerschar" integriert mit der mühelos an 16 Tagen jeden Tag mit abwechselnden Gesangsbesetzungen ein ansprechendes großteils mehrstimmiges Festzeltstimmungsprogramm durchgezogen werden kann. Die derzeitige Besetzung der Kapelle zeichnet sich durch eine gesunde Mischung an Jugend und Routiniers aus. Die "Dreder Musi" würde sich in diesem Zusammenhang auch für weitere Engagements außerhalb ihrer angestammten Region freuen.
"Dreder Musi"
Josef Mangstl
Fritz-Schäffer-Straße 37
83104 Ostermünchen
Tel.: 0174/3071283
E-Mail:











