(openPR) Natur- und Gewässerschutz - das war und ist das Hauptziel des Vereins "Teutoburger Wald, Wiehengebirge, Natur- und Gewässerschutz, Fliegenfischen" (TWNGF), der in diesem Jahr bereits seinen 20. Geburtstag feiert.
"Das war damals wie heute die Erkenntnis, dass Menschen, die ihre Preizeit in der Natur verbringen, auch zu ihrem Schutz und ihrer Entwicklung mit beitragen müssen", erläutert Kai Brauer, der Schriftführer des TWNGF. Erst an zweiter Stelle folge der Vereinszweck, das zumindest 1986 (zurzeit der Vereinsgründung) in Deutschland noch relativ unbekannte Fliegenfischen populärer zu machen.
Bei dieser ursprünglich aus England stammenden und auch in den USA sehr beliebten Sportart sollen die Objekte der Begierde, zumeist Salmonide wie Lachse und Forellen, mittels auf dem natürlichen Gewässer treibenden Fliegenimitaten zum anbeißen gebracht werden. "Aber da liegt auch schon das größte Problem: Der Köder ist leichter als die Schnur. Und jetzt versuchen Sie mal, diesen zielgerichtet zu werfen", beschreibt Vorsitzender Wolfgang Rötker das Fliegenfischen. Anhänger dieser Passion bezeichnen ihr Hobby deswegen auch gerne als "meditativ".
Der unhandliche Name des Vereins erklärt sich unter anderem daraus, dass er bei seiner Gründung ohne eigenes Gewässer war. Deshalb wählten die Gründungsmitglieder, darunter der langjährige, inzwischen verstorbene Vorsitzende Harald Heinicke, nur die Vereinsziele als Namen. Erst ein Jahr später, 1987, pachtete der TWNGF die Düte von der Quelle bis zum Stahlwerk in Georgsmarienhütte. Diese hat der Verein inzwischen in jahrelanger Arbeit renaturiert.
"Zunächst haben wir in regelmäßigen Aktionen den Müll aus dem Gewässer entfernt und über Jahre Wasserproben genommen, um die Güte des Wassers zu bewerten", berichtet Rötker weiter. Später seien Bauwerke gefolgt, die die Vereinsmitglieder in den Bach eingebaut hätten, um dem ursprünglichen Zustand wieder näher zu kommen.
So hätten die Mitglieder beispielsweise Mäanderpässe eingebaut",an denen die Fische Hindernisse wie eine Mühle passieren können". Auch unzählige Kolke seien mit Zustimmung der Fachbehörden angelegt worden. Diese Vertiefungen im Gewässeruntergrund dienten Fischen als "Wohnraum". Als nächstes sollen im Quellbereich Kiesbänke und damit ein Laichbereich für Forellen angelegt werden.
Der gute Ruf des TWNGF als Naturschutzverein machte sich jetzt auch beim Jubiläum bemerkbar. Dem mehrfach für seine Arbeit ausgezeichneten Verein gratulierten Vertreter der Stadt GMHütte, des Landkreises und des Unterhaltungsverbands Obere Hase. Ein bewusst kleiner Verein. Bei der Gründung im Jahr 1986 hatte der Verein "Teutoburger Wald, Wiehengebirge, Natur- und Gewässerschutz, Fliegenfischen" zwölf Mitglieder, heute sind es 33.
"Doch damit haben wir unser Limit erreicht, denn unser Gewässer, die Düte, würde kaum mehr Angler verkraften", erläutert Schriftführer Kai Brauer. Deshalb hat der Verein auch Tages- und Jahresfangzahlen festgelegt, die bei zwei Fischen am Tag und zwölf Fischen im Jahr liegen. Der Verein ist postalisch an der Karolinenhöhe 10 in 49124 Georgsmarienhütte beheimatet. Weitere Infos erhalten Interessierte beim Vorstand Wolfgang Rötker.








