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Vision und Aufgabe: Medizin und Pflege als gleichberechtigte Partner

10.03.202011:40 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Vision und Aufgabe: Medizin und Pflege als gleichberechtigte Partner
Das Bewusstsein für den eigenen Wert zu stärken ist ein zentrales Anliegen der DRK Schwesternschaft
Das Bewusstsein für den eigenen Wert zu stärken ist ein zentrales Anliegen der DRK Schwesternschaft

(openPR) Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Medizin und Pflege ist untrennbar mit dem Image und der Attraktivität des Pflegeberufes verknüpft. Davon ist Heike Diana Wagner, Vorsitzende der DRK Schwesternschaft Rheinpfalz-Saar e.V., überzeugt.


„Die Thematik begegnet jedem von uns ständig im beruflichen Alltag und ist gleichzeitig ein hochpolitischer Gegenstand“, erklärt Wagner. Seit Jahren beschäftigt sich die examinierte Krankenschwester und Diplom-Pflegewirtin mit der Frage, wie das Ansehen der Pflege gesteigert werden und ihrer Fachkompetenz im Gesundheitssystem mehr Raum gegeben werden kann. Vielen Menschen sei nicht bewusst, wie vielseitig die Aufgaben sind und wie hoch die fachlichen Erfordernisse. Pflege ist ein eigenständiger, qualifizierter Berufszweig, wie Wagner betont: „Wir aus der Pflege sind mitten im Leben, ganz nah am Menschen. Wir haben einen ganzheitlichen Blick, nicht nur auf die akuten Beschwerden, sondern auch auf das Schmerzempfinden, den Angstzustand oder die Gesamtsituation des Patienten. In der Regel sind wir es, die Veränderungen registrieren. Außerdem sind wir menschlich für den Patienten oder Bewohner da. Wir leisten schlicht andere Arbeit, die enorm wichtig ist.“

Viel erreicht, noch viel zu tun

In den letzten Jahrzehnten wurde bereits viel erreicht. Im Klinikalltag wird heute vorwiegend kollegiales Miteinander gelebt. „Die Krankenschwester, Krankenpflegelehrerin und Soziologin Dr. Barbara Dätwyler-Wehrli sagte einmal über ihre Zeit als Schülerin: ‚Ich habe vieles nicht verstanden, zum Beispiel Arztvisiten, wenn ein Arzt die Krankenschwester mit einem Bonbon belohnte.‘ Heute sehen sich die verschiedenen Fachrichtungen meist als Team“, stellt Wagner fest. Dennoch zeigt sich immer wieder, dass den Disziplinen unterschiedlicher Stellenwert beigemessen wird, der sich nicht selten in mangelnder Wertschätzung für die Pflegenden äußert. „In Deutschland zählt die Pflege zu den Berufen, denen das höchste Vertrauen entgegengebracht wird“, sagt die Vorsitzende. „Dieses Vertrauen spiegelt sich jedoch nicht gleichermaßen in der Anerkennung.“ In vielen anderen europäischen Ländern ist der Pflegeberuf deutlich angesehener.
Ihre Vision sieht ein Deutschland, in dem in allen Köpfen angekommen ist, dass Medizin und Pflege einander bedingen und eigenständige qualifizierte Tätigkeiten umfassen. „Wir in der Pflege lassen uns noch zu oft auf Zuarbeit reduzieren und nehmen eine passive Rolle im System ein. Dieses Bild prägt das gesellschaftliche Image unseres Berufs. Dazu kommen die Probleme durch den Fachkräftemangel, die uns nicht immer erlauben, unsere Arbeit so auszuführen, wie wir es uns wünschen. Wir lernen erst, unsere Leistung als ebendies anzusehen: eine Leistung.“

Selbstbewusste Pflegekräfte gerade im Pflegenotstand

Wagner sieht die gesundheitspolitischen Handlungsnotwendigkeiten, die der Pflegenotstand mit sich bringt. Sie ist sich der oft schwierigen Arbeitsbedingungen bewusst. Doch sie ist sich auch sicher, dass jeder Einzelne im täglichen Miteinander dazu beitragen kann, dass Pflege und Medizin sich auf Augenhöhe begegnen. Sie selbst hatte in ihrer Laufbahn stets ein offenes Auge für Situationen, in denen Pflege nicht die nötige Aufmerksamkeit und Achtung erfuhr. Ein klassisches Beispiel ist eine Visite, in der die Kommunikation einseitig läuft: Die Schwester assistiert, hört zu, äußert jedoch ihre Einschätzung nicht und wird nicht danach gefragt. Zum Wohle des Patienten sollte eine funktionierende Kommunikation ein Austausch sein, von dem beide Seiten profitieren. Hierzu braucht es neben besseren Rahmenbedingungen – Stichwort Zeit – selbstbewusste Pflegekräfte, die gelernt haben, professionell zu kommunizieren. Als Vorsitzende der DRK Schwesternschaft Rheinpfalz-Saar e.V. will Wagner gerade auch jungen Rotkreuzschwestern das Selbstverständnis vermitteln, ihre Rolle mit Stolz auszuüben und mit dem Rückhalt des Netzwerks ihren Wert bewusst zu machen. „Es ist mir ein zentrales Anliegen, dass jede Schwester weiß, wie wichtig sie ist. In Seminaren stärken wir dieses Bewusstsein. Seit letztem Jahr bieten wir Coachings an, künftig werden wir zudem gezielt Kommunikationskompetenzen schulen.“

Herausforderungen im Gesundheitssystem gemeinsam meistern

Die Zeichen für einen Wandel sind da. Das Gesundheitssystem wird in den letzten Jahren vor immense Herausforderungen gestellt, vielerorts werden Probleme offenbar. Neben dem medizinisch-technischen Fortschritt, aus dem neue Berufsbilder hervorgehen, informieren sich Patienten heute vielseitig und haben den Anspruch, besser aufgeklärt zu werden. Ansprechpartner bei Fragen und Problemen ist meist die Pflegefachkraft. Vor allem die steigende Zahl älterer und chronisch kranker Patienten und die daraus resultierende höhere Nachfrage nach ambulanten Leistungen pflegerischer und medizinischer Art verlangt nach Strukturen, in denen die Sektoren besser ineinandergreifen. Hier kann die Akademisierung der Pflegekräfte ins Spiel kommen, indem beispielsweise eine Neuaufteilung der Aufgaben überdacht wird. Um den Beruf attraktiver zu machen, braucht es politische Maßnahmen und strukturelle Ansätze wie flexible Arbeitszeitmodelle und adäquate Bezahlung. Es braucht aber auch Pflegende, die für ihren Wert einstehen und das gesellschaftliche Bild von Pflege positiv verändern. „Jeder kann beitragen. In den Sozialen Medien gibt es zusätzliche gute Ansätze. Vermehrt zeigen hier Pflegende selbstbewusst die Vielseitigkeit unseres Aufgabengebietes, die Verantwortung und menschliche Komponente“, sagt Wagner. „Egal, welchen Weg die oder der Einzelne wählt: Wir können jetzt den Grundstein dafür legen, dass auf uns Generationen von Pflegekräften folgen, die mit Stolz und Selbstbewusstsein ihrer wertvollen Aufgabe nachkommen. Das macht den Beruf erstrebenswert – und das ist für unsere gesamte Gesellschaft zentral.“

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