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Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards: CHMS führt RFID-Kennzeichnung ein

(openPR) Der Workshop „Digitalisierung in der Textilreinigungsbranche“ des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums eStandards mit dem Technikausschuss des Deutschen Textilreinigungsverbandes (DTV) war der Anlass für den Coburger Handtuch und Matten Service (CHMS) die geplante RFID-Kennzeichnung im Reinigungsprozess der Matten auf Basis von Standards für die Serialisierung einzuführen.



Obwohl in der Branche bereits stellenweise RFID-Technik (Radio Frequency Identification) eingesetzt wird, war eines der Ergebnisse des Workshops in der Offenen Werkstatt Köln, dass die Interoperabilität dieser Technologie aufgrund fehlender Standards nicht gegeben ist. Die Folge: Trotz der grundsätzlichen Prozessvorteile von RFID bei wiederkehrenden Textilteilen in einer Kreislaufwirtschaft bringt der Mangel an Standards erhebliche Effizienzverluste mit sich. Standards der Identifikation und Kennzeichnung können an dieser Stelle Abhilfe schaffen.

RFID plus SGTIN
Für Joachim Krause, dem geschäftsführenden Inhaber des CHMS und Mitglied des Technikausschusses des DTV, stand spätestens nach dem Workshop fest, dass RFID plus Standards für die Serialisierung die Geschäftsabläufe erheblich optimieren würden. So wurde im Nachgang des Workshops ein Unternehmensbesuch vereinbart. Ein Fachexperte des Kompetenzzentrums eStandards machte sich direkt vor Ort ein Bild, um die Prozesse zu verstehen und ein Anforderungsprofil der Lösung zu entwickeln.

Durchgängige Transparenz
Ergebnis der ersten Analyse und Zielprozesse unter Einbindung von RFID-Identifikation: Zum einen sollen im Waschprozess qualitative Abweichungen erkannt und ausgesteuert werden. Zum anderen soll der Verlauf des Waschprozesses dokumentiert, um im Fall einer Reklamation Auskunft geben zu können. Das System soll dabei so offen gestaltet sein, dass auf einen Blick alle Informationen aus dem Waschprozess einsehbar sind. Maschinen unterschiedlicher Hersteller sollen auf Informationen des vorherigen Prozessschrittes zugreifen können.

Chargenverfolgung auf dem neuesten Stand
Aus dem Unternehmensbesuch wurde ein Umsetzungsprojekt des Kompetenzzentrum eStandards. Dabei wurden die aktuellen Entwicklungen der Standardisierungsinitiative des DTV bezüglich einer branchenweiten Empfehlung für die Identifikation und Kennzeichnung von Wäschestücken berücksichtigt. Kern der Sollprozesse bei CHMS ist der Einsatz einer standardisierten, weltweit eindeutigen und überschneidungsfreien Identifikation von Tauschmatten mit der SGTIN (Serialized Global Trade Item Number), die mit einem UHF Gen2 RFID Transponder gekennzeichnet wird. Dabei werden die serialisierten Matten am Anfang des Prozesses in Chargen zusammengefasst, die dann zusammen durch den Prozess gehen und von Maschine zu Maschine übergeben werden.

Voller Überblick
Diese Übergaben und Übernahmen zwischen Maschinen oder Unternehmen von serialisierten Artikeln werden auf Basis eines standardisierten Datenaustausches übertragen und zusammen mit Sensordaten aus dem Prozess gespeichert. Auf diese Weise werden komplette Historien einzelner Artikel von der Beschaffung bis zum Nutzungsende eines Wäschestücks erstellt.

Derzeit setzt CHMS das gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum eStandards entwickelte Konzept zur RFID-Kennzeichnung auf Basis der SGTIN mit eigenen Lösungsanbietern um. Dazu werden neue Hardware, Schnittstellen und Prozesse implementiert. Das Ziel: die lückenlose Chargenverfolgung beim Matten-Reinigungsservice, ohne die Probleme, die proprietäre Nummernsysteme mit sich bringen.

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