(openPR) Die Werum Software & Systems AG aus Lüneburg unterstützt mit dem webbasierten Datenmanagementsystem DSHIP weltweit die Meeresforschung an Bord von Forschungsschiffen.
Wer dem Instagram-Profil der aktuellen Klimaforschungsexpedition MOSAiC im Nordpolarmeer folgt, erkennt auf den ersten Blick: Forschung auf hoher See ist zwar hochspannend, aber auch äußerst mühselig, kleinteilig und hochkomplex. Abhängig von den diversen Umweltbedingungen wie Windgeschwindigkeit oder Wassertemperatur sind so gut wie alle Messungen nicht wiederholbar – eine große Herausforderung für Mensch und Technik. Um die eigentlichen Forschungsergebnisse der Wissenschaftler besser einordnen und auswerten zu können, werden an Bord der Forschungsschiffe Unmengen von Rahmendaten erfasst, etwa zur Position des Schiffes, der Wassertiefe sowie sämtliche Wetterdaten. Die Forscher können diese mit den von ihnen selbst erhobenen Daten verknüpfen und abgleichen – so entstehen quasi nebenbei zahlreiche weitere Auswertungsmöglichkeiten. Die Anforderungen an eine Software, die solche Daten an Bord ausliest, sammelt und visualisiert, sind dementsprechend hoch: Das System muss absolut zuverlässig und für jeden Nutzer einfach zu bedienen sein; und es muss während der gesamten Reise gänzlich ohne Administrator auskommen.
Die Werum Software & Systems AG stellt seit über zwanzig Jahren mit dem System DSHIP eine solche robuste und einfach zu handhabende Software-Lösung zur Verfügung. Bereits 1997 wurde eine erste Version auf dem deutschen Forschungsschiff Meteor installiert. Seitdem sind zahlreiche weitere Forschungsschiffe weltweit mit DSHIP ausgestattet worden, etwa in Südkorea, Schottland und Argentinien. In Deutschland läuft DSHIP aktuell auf vier großen deutschen Forschungsschiffen sowie auf einer ganzen Reihe von weiteren – seit kurzem auch auf den Fischereiforschungsschiffen „Solea“ und „Clupea“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Bei der Installation von DSHIP auf der Clupea im Sommer 2019 zeigte sich eine weitere Stärke des Systems: Trotz der vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten kann es schnell installiert werden – bei der Clupea vergingen zwischen Auftragserteilung und Abnahme gerade einmal vier Wochen. Und der Fahrtleiter des Baltic International Trawl Surveys mit der FFS "Solea", Dr. Andrés Velasco, Wissenschaftlicher Angestellter am Thünen-Institut für Ostseefischerei, zog nach Beendigung der Forschungsreise eine durchweg positive Bilanz: „Wir sind sehr froh, dass wir auf DSHIP umgestellt haben – das System läuft absolut zuverlässig und ist wirklich einfach zu bedienen. Für uns sind die vielen neuen Möglichkeiten bei der Erfassung, Visualisierung und Auswertung der Daten unserer Forschungsreisen ein wahrer Segen.“
Die neusten Versionen von DSHIP sind webbasiert, so dass jeder Wissenschaftler sich die von ihm benötigten Daten zu Umweltbedingungen, Fahrtroute und vielen anderen Parametern direkt auf seinen Rechner holen und für seine eigenen Forschungen nutzen kann – an Bord ebenso wie im Anschluss an die eigentliche Expedition. Mit Weiterentwicklungen wie dieser hat sich das 125 Mitarbeiter starke IT-Unternehmen Werum aus dem norddeutschen Lüneburg im Laufe der Jahre einen Namen in der Branche gemacht. „Unser Ziel ist es, den Kunden und seine Aufgabenfelder so gut zu verstehen, dass wir seine Wünsche direkt in unsere Lösung einfließen lassen und ihm zusätzlich neue Entwicklungen vorschlagen können“ sagt Christian Sommer, Vorsitzender des Vorstandes der Werum Software & Systems AG, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feierte. Christian Sommer
ist seit über 30 Jahren beim Unternehmen, an der Entwicklung der ersten Versionen von DSHIP war er selbst beteiligt. Keine Seltenheit bei Werum, es gibt kaum Fluktuation unter den Mitarbeitern – kein Wunder bei abwechslungsreichen Projekten wie DSHIP, die unter anderem Wartungen vor Ort in Neuseeland oder Kapstadt miteinschließen. Sollte neben den regelmäßigen Wartungen während der Forschungsfahrten ein Problem auftreten, steht das gesamte Projektteam bei Werum per E-Mail, Telefon oder Satellit zur Verfügung.
Und wohin geht die Reise? „Immer mehr Schiffe nehmen während ihrer Fahrten auch Messdaten für die Forschung auf, etwa Kreuzfahrtschiffe oder Renn-Yachten“ erklärt Ralf Löwenberg, Projektleiter für DSHIP auf der Solea und der Clupea. „Da ergeben sich zurzeit viele neue Einsatzmöglichkeiten für unser System.“ Und auch allgemein entwickelt sich die Umweltbeobachtung für die Meeresforschung, aber auch für aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel, rasant weiter und braucht zuverlässige Softwaresysteme, die immer größere und komplexere Datenmengen sicher sammeln, verknüpfen, visualisieren und speichern können – in Lüneburg ist man bestens vorbereitet.










