(openPR) BugClipse (www.bugclipse.org) ist eine vom SCCH entwickelte Open-Source-Lösung, um Fehlermanagement flexibel in Entwicklungs- und Produktivsysteme einzubinden. Darüber hinaus ist es dank flexibler Tool-Integration möglich, beliebige Systeme unter einer Oberfläche zusammenzufassen und so Arbeitsprozesse besser zu unterstützen. Erste Projekte mit BugClipse wurden bereits erfolgreich abgeschlossen, bei der Engel Austria GmbH wurde vor kurzem ein Projekt im Bereich Visualisierungsprojekte für Maschinensteuerungen gestartet.
Software-Entwicklung ist oft personalintensiv. Durch Automatisierung von Software-Entwicklungsaktivitäten und flexible Integration von Werkzeugen können Qualitäts- und Produktivitätsvorteile geschaffen werden. Automatisierung heißt aber nicht Standardisierung, sondern ermöglicht die optimale Unterstützung individueller Prozesse, bei einem hohen Maß an Flexibilität. Die Forscher des SCCH analysieren dazu die Aktivitäten im Entwicklungsprozess und implementieren innovative Werkzeuge, die sich in verschiedenen Umgebungen flexibel zu einer für das Unternehmen maßgeschneiderten Lösung integrieren lassen.
Fehlerverfolgung für Softwaresysteme, wie zum Beispiel Bugzilla, sind weltweit verbreitet, bieten aber keine allgemeine Schnittstelle für die Integration in Drittsysteme an. Aus diesem Grund ist es schwierig, automatisierte Fehlerverfolgung und Aufzeichnung in beliebigen Umgebungen wie etwa Entwicklungs-, Test- oder Produktivsystemen zu integrieren.
BugClipse bietet als Lösung für dieses Problem eine Schnittstelle an, die beliebige Fehlerverfolgungssysteme integriert. Mit BugClipse wurde z.B. Bugzilla in die populäre Entwicklungsumgebung Eclipse integriert, so dass der Medienbruch zwischen der Web-Schnittstelle von Bugzilla und der Entwicklungsumgebung Eclipse beseitigt ist. Entwickler können in Eclipse Fehler melden und bearbeiten. Das steigert die Akzeptanz von Fehleraufzeichnung sowie die Produktivität der Software-Entwicklung.
„Der Vorteil von BugClipse ist die gelungene Integration in die populäre Eclipse-Plattform ohne zusätzliche Produkte im Hintergrund einsetzen zu müssen“, sagt Albin Kern, Projektleiter Visualisierungsprojekte für Maschinensteuerungen bei Engel Austria GmbH, wo Bugzilla bereits Teil der Systemlandschaft war und BugClipse jetzt zusätzlich eingeführt wurde.
Jedes beliebige Entwicklungs- und Produktivsystem kann mit Hilfe von BugClipse Fehleraufzeichnung und -management direkt einbinden. Die BugClipse-Schnittstelle ermöglicht es außerdem, jede beliebige Software mit einem „Flugschreiber“ auszustatten, der im Fehlerfall den Ausführungskontext dokumentiert.
Das vom SCCH angewendete „Tool-Integrations-Konzept“, das für BugClipse zum Einsatz kam, eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Beliebige heterogene Tools lassen sich unter einer modernen Oberfläche zu einer neuen Applikation zusammenfassen, die den Anwendern eine deutlich vereinfachte Handhabung bietet. Da die Produktivität durch die Integration steigt, ist auch die Akzeptanz der einzelnen Tools höher.
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