(openPR) Das Wohnatelierhaus auf Erlenmatt Ost in Basel ist jetzt von über 30 Künstlern bezogen und eingerichtet.
Das Wohnatelierhaus von Degelo Architekten auf dem Erlenmatt-Ost-Areal in Basel ist fertig gestellt und bezogen. Dieser Neubau zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Grundrisse flexibel und die Ateliers nicht ausgebaut sind. Die Bewohner bekamen nur Rohlinge mit hohen Decken und unverputzten Wänden; selbst der Sanitärblock mit den nötigsten Küchen- und Badelementen war flexibel platzierbar. Inzwischen haben sich alle eingerichtet und eingelebt. Die Wohnateliers sind so grundverschieden ausgefallen, wie die Menschen es sind: das Spektrum reicht von der kleinteiligen, heimeligen Familienwohnung über die arbeitsame Werkstatt bis zum großzügigen Loft. Die flexiblen Grundrisse und der minimale Ausbau haben auch zur Folge, dass die Mieten günstig sind. Doch vor allem hatten die Bewohner dadurch die größtmögliche Freiheit, aus den zuvor fremden Räumen etwas Eigenes zu machen, sich die Räume anzueignen.
Denn im Normalfall sind uns die Räume zunächst unvertraut, wenn wir in eine gewöhnliche Mietwohnung einziehen. Dort haben wir nur die Möglichkeit, sie zu unserem Zuhause zu machen, indem wir Möbel aufstellen und Bilder an die Wand hängen. Wer sich dagegen sein Eigenheim selbst bauen kann, kann seine Träume und Vorstellungen konkretisieren und umsetzen. Doch allzu oft lassen äussere Einflüsse, beschränkte Möglichkeiten und die lange Zeit bis zum Einzugstermin einiges von der anfänglichen Euphorie verblassen. Oft wird aus dem anfänglichen Traum ein Trauma.
Das Konzept, das hinter dem Wohnatelierhaus steht, ist: Wie wäre es, kein privater Bauherr zu sein und trotzdem mehr Möglichkeiten zu haben als nur Bilder an die Wand zu hängen? Wenn man auch bestimmen kann, wo diese Wand steht, ob sie aus Holz oder Gips ist, oder ob es überhaupt eine Wand braucht? Oder wenn man erst einmal einzieht, schaut wie sich das anfühlt und dann vielleicht feststellt, dass der gute alte Wandschrank doch die beste Abtrennung zum Schlafbereich ist?
Diese Möglichkeit hatten die Bewohner des Wohnatelierhauses auf dem Erlenmatt-Ost-Areal. Sie sind Mitglieder der Genossenschaft Coopérative d’Ateliers, somit Mitbesitzer des Hauses und zugleich Mieter mit unbeschränktem Bleiberecht. Nach einer ersten Phase des sich Einfühlens und Einrichtens sind die Genossenschafter seit März 2019 auch zu Bewohnern der 17 Wohnateliers geworden. «Es ist faszinierend, wie vielfältig und ideenreich die Ausstattungen entstanden sind. Die Begeisterung, mit der sich die Bewohner eingerichtet und sich die Räume angeeignet haben, beeindruckt mich bei jedem Besuch aufs Neue», erzählt der Architekt Heinrich Degelo.













