(openPR) Ist Strom in Deutschland noch nicht teuer genug? Anscheinend nicht! Nach einstimmigen Medienberichten haben bereits jetzt über 400 Grundversorger in Deutschland Preiserhöhungen angekündigt. Diese treten ab 01. Januar 2020 in Kraft. Dabei steigen die Strompreise um durchschnittlich mehr als 5 %.
Schon heute bezahlen wir die höchsten Strompreise in Europa und ein Ende ist nicht in Sicht. Obwohl die EEG-Umlage ab 2021 um 0,25 Cent pro kWh gesenkt werden soll, steigt diese im Jahr 2020 erst einmal um 0,351 Cent auf 6,756 Cent pro kWh an. Damit erreicht die EEG-Umlage nach 2017 (6,88 Cent pro kWh) den zweithöchsten Wert in ihrer jungen Geschichte. Doch ist die EEG-Umlage nicht der einzige Kostentreiber. Hinzu kommen steigende Gebühren für die Nutzung der Stromnetze. Diese unterscheiden sich von Region zu Region, so dass Verbraucher mit Mehrkosten von bis zu 6 % rechnen sollten. Als wäre das noch nicht gut, steigen auch die Kosten für die Mehrwertsteuer, die zusätzlich auf sämtliche Gebühren und Umlagen erhoben wird.
Wo steigen die Preise am stärksten an?
Mit Ausnahme der Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen steigen die Strompreise in den Bundesländern Thüringen und Saarland am stärksten. Hier ergeben sich durchschnittliche Preiserhöhungen von über 6 %. Das bedeutet, dass Haushalte, die bislang 500 € im Jahr für Ihren Strom bezahlt haben, im Jahr 2020 gut 530 € bezahlen. Im Gegensatz dazu gibt es im Norden Deutschlands die geringsten Preiserhöhungen.
Was kann ich bei einer Preiserhöhung tun?
Soweit Verbraucher eine schriftliche Strompreiserhöhung für 2020 erhalten haben, besteht das Recht auf Sonderkündigung. Damit erhalten alle Verbraucher die Möglichkeit, sich einen günstigeren Stromanbieter bzw. Stromtarif zu suchen. Hierzu empfiehlt sich die Nutzung eines kostenlosen und unabhängigen Stromvergleiches. Dieser listet günstige Tarife und sorgt dank der Vergleichbarkeit der Angebote für einen regen Wettbewerb zwischen den Anbietern. Letztlich haben die Stromanbieter trotz der Preiserhöhung das Ziel, Kunden bzw. Verbraucher an sich zu binden und konsequent Neukunden zu gewinnen. Dafür bieten die Anbieter attraktive Wechselprämien wie Sofort- und Treueboni, die vor allem Neukunden erhalten. Ein Wechsel kann sich folglich lohnen, um der Strompreiserhöhung entgegen zu wirken und das Wettbewerbsverhalten der Marktteilnehmer zu stärken.












