(openPR) „CLR2020“ schafft wertvolle Informationen über die Potenziale der Verflüssigung gemischter und kontaminierter Kunststoffabfälle
Chemisches Recycling wird zunehmend als ein Schlüssel für den Kreislauf von Polymeren angesehen. Kunststoffabfälle, für die Mechanisches Recycling ungeeignet ist, können durch Umwandlung in eine flüssige Ressource wieder für die Herstellung hochwertiger Polymere genutzt werden. RECENSO hat diese Ressource bereits an die BASF zur Verwendung in deren ChemCycling Projekt geliefert.
Neben dem Ausbau seiner Produktionskapazitäten zur Belieferung der Petrochemie startet RECENSO „CLR2020“ – ein Projekt zur Qualifikation unterschiedlicher Einsatzstoffe im Hinblick auf die Verölung und den Einsatz der Konversionsprodukte in der Polymerchemie. In Zusammenarbeit mit internationalen Partnern der Entsorgungsbranche und der Polymerchemie werden unterschiedliche Abfallqualitäten in der Anlage in Ennigerloh zu Öl umgewandelt. Die neue Ressource steht den Partnern anschließend zur Analyse und/oder zum Einsatz in ihren Produktionsanlagen zur Verfügung.
„CLR2020“ wird von renommierten und unabhängigen Instituten begleitet. Diese erstellen alle einschlägigen Bilanzen und bewerten den Konversionsprozess unter ökologischen und ökonomischen Aspekten.
Die Verölungsanlage der RECENSO arbeitet nach dem Prinzip der Catalytischen Tribo-chemischen Conversion (CTC). Im Unterschied zu vielen am Markt angebotenen Pyrolyseverfahren ist CTC auch bei gemischten und verunreinigten Kunststoffabfällen einsetzbar. Belegt ist die erfolgreiche Verarbeitung von Einsatzprodukten mit bis zu 40 % Biomasse, sowie mit signifikanten Anteile an PET, PVC oder mit Flammhemmern verse-henen Thermoplasten.
Der einstufige CTC Prozess findet in einem geschlossenen System unter Einsatz von Friktionsenergie und Katalysatoren statt. Bei Prozessemperaturen unter 400° C werden die Kohlenwasserstoffe in einem Tribo-Chemischen-Reaktor (TCR) gespalten. Produkte mit einer Kettenlänge von bis zu C26 verdampfen und werden als Kondensat aufgefangen. CTC weist dabei im Vergleich zu anderen Verfahren eine höhere Effizienz und geringere Produktionskosten auf. Die modulare Struktur der Anlagentechnik ist optimal für den dezentralen Einsatz und macht so regionale Wertschöpfung auf Basis der Ressource Müll möglich. Die neue flüssige und lagerfähige Ressource eignet sich als Rohstoff aber auch als hochwertiger und lagerfähiger Energieträger.








