(openPR) Bedeutet mehr Geld auch mehr Spielraum für Fehler? Wie gehen die Empfänger mit den Mikrokrediten um und was bedeuten diese Kleinstkredite für sie im täglichen Leben? Einblicke in die tatsächlichen Effekte von Mikrokrediten.
„Ihr seht, da ist noch Platz in den Regalen, den kann ich jetzt mit neuen Produkten füllen“, freut sich Farida, eine 53-jährige Ladenbesitzerin aus Denpasar. Durch einen Mikrokredit von 35 € der Hösbacher Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. bekam sie die Möglichkeit, ihre Produktpalette zu erweitern und konnte somit ihren Gewinn deutlich erhöhen. Sie ist ein perfektes Beispiel dafür, wie durch kleine Summen und begleitende Beratungen Großes erzielt werden kann.
So wie Farida konnte auch Catherine, die allererste Mikrokredit-Empfängerin, ihre Lebensumstände verbessern. Als die damals 35-jährige einen ersten Kredit über 80 € erhielt, lebte sie in einer Wellblechhütte, die jedes Jahr überflutet wurde. Es gab keinen Fußboden und kein fließendes Wasser. Ihr einziger Wunsch damals: Umziehen.
Dank Mikrokrediten und Schulungen von GMI war es ihr möglich, den Umsatz ihrer Schneiderei zu steigern und sich einen Gewinn von monatlich ca. 100 € zu erarbeiten. Heute lebt sie in einem überflutungssicheren Gebiet. „Mein Geschäft ist eine riesige Unterstützung, ohne das hätte ich mir meine neue Wohnung nie leisten können“, erzählt sie bei einem Treffen im letzten Jahr.
Auch die 59-jährige Benzinverkäuferin Seni hat mit Armut zu kämpfen. In ihrer Heimat Denpasar steigen die Lebenshaltungskosten von Jahr zu Jahr drastisch. Damit ihr jüngstes Kind weiterhin studieren kann, benötigt die Familie mehr Geld. „Meine Tochter muss die Semestergebühren bezahlen. Wir wollen, dass sie ihre Ausbildung abschließen kann“, erklärt die Unternehmerin. Durch spendenfinanzierte Mikrokredite und ihrer Situation angepasster betriebswirtschaftlicher Beratung erhält die Familie die Chance auf ein erhöhtes Einkommen und ein besseres Leben für ihre Kinder.
Dank der Partnerorganisationen vor Ort hat GMI ständig Überblick über die Erfolge der Projektteilnehmer. Mansyur, Projektleiter von Gema Alam, berichtet über die Auswirkungen der Mikrokredite auf die Situation der Frauen auf Indonesiens Insel Lombok: „Durch die Kredite und die Schulungen ist es den Frauen möglich, ein Unternehmen aufzubauen oder zu erweitern. Dadurch erhöhen sie ihren Beitrag am Haushaltseinkommen, womit sie ihre Stellung und ihr Mitspracherecht im familiären Gefüge verbessern.“ Er fügt hinzu: „Die Frauen gewinnen außerdem an Ansehen, wenn das Umfeld mitbekommt, dass sie von einer Organisation als Geschäftspartnerin betrachtet und respektiert werden.“
„Unsere von Spenden finanzierte Mikrokredite haben einen enormen Effekt“, erklärt Tobias Schüßler, GMI’s Gründer. „Was für die Menschen hier in Deutschland so viel kostet wie ein Restaurantbesuch, bedeutet für Menschen in Südostasien die Chance auf ein Leben in finanzieller Sicherheit und selbstbestimmter Zukunft.“
Text: Christiane Kleinewefers GMI PR-Team











