(openPR) Pürgen-Lengenfeld, 17.10.2019
"Mitreißend und begeisternd präsentieren" ist der Titel des Fachbuches von Hans Fischer. Hier erfährt der Leser, wie er Sprache und Körpersprache einsetzen kann, um die optimale Wirkung als Referent zu erzeugen. 13 Praxistipps beschreiben, wie der Referent jede Präsentation erfolgreich meistert.
Die Kunst, eindrucksvoll präsentieren können ist ein Unterscheidungsmerkmal, mit dem sich ein Verkäufer oder Manager von seinen externen und internen Wettbewerbern deutlich abhebt. Nicht allein der fundierte Inhalt einer Botschaft ist für den Erfolg der Präsentation ausschlaggebend, sondern vor allem die Verpackung der Botschaft. Das ist zwar schade, denn wertvolle Inhalte können durch eine mittelmäßige Verpackung auf der Strecke bleiben. Das zeigen uns viele Vorträge von fachlich herausragenden Spezialisten, die aber durch Fehler in der Darstellung völlig an den Zuhörern vorbei dümpeln.
Aus dem Inhalt des Buches:
Wie funktioniert die Kommunikation auf Inhalts- und Beziehungsebene?
Wirkung von Sprache, Stimme und Körpersprache bei einer Präsentation.
Der spannende Aufbau einer Präsentation
Methoden um die Aufmerksamkeit zu steigern
Umgang mit Lampenfieber, Nervosität, Ängsten
Der richtige Umgang mit Beamer und PowerPoint
Umgang mit Störungen, Widerständen, unsachlichen Angriffen
Schlagfertigkeit verbessern
Leseprobe:
Auf die nonverbalen Signale kommt es an
Der Körper lügt nicht
Gerade mal 15% Ihrer Wirkung resultiert aus dem Inhalt Ihrer gesprochenen Sätze. Das ist ernüchternd. Sind wir doch jahrelang so erzogen worden, dass es hauptsächlich auf die sachlichen Fakten ankommt. Aber wir erleben täglich, dass, wenn zwei unterschiedliche Personen das Gleiche sagen, wir der einen Person mehr glauben. Obwohl es in der Sachlage keinen Unterschied gibt. Warum machen wir das?
85% der Wirkung Ihrer Botschaft liegt an nonverbalen Signalen, mit denen Sie auch Ihren Dackel und Ihre Katze beeindrucken können. Die sprechen nicht Ihre Sprache, wissen aber genau, was Sie von Ihnen wollen.
Wenn Sie einem Pferd mit Ihrer Körpersprache nicht vermitteln können, wer hier den Ton angibt, wird es Sie abwerfen.
Diese nonverbalen Signale nehmen wir überwiegend unbewußt auf der Beziehungsebene auf. Wie wichtig das ist, erkennen Sie daran, dass alle erfolgreichen Menschen sich immer wieder intensiv mit der Optimierung ihrer Körpersprache beschäftigen.
Was Sie sagen und wie Sie es sagen muss miteinander harmonieren, kongruent sein. Stellt Ihr Kommunikationspartner einen Widerspruch zwischen Ihrer Sprache und Körpersprache fest, wird er Ihnen nicht glauben. Sie wollen zum Beispiel als Vorgesetzter ein Mitarbeitergespräch führen. Bei der Formulierung: „Sprechen Sie sich aus, Herr Blümel, ich bin ganz Ohr“ halten Sie Ihre Arme verschränkt. Mit Sicherheit denkt Ihr Mitarbeiter jetzt: „Den interessiert mein Problem gar nicht. Das hat wohl keinen Wert, dass ich mit ihm spreche.“
Wie wird Information aufgenommen
Am intensivsten nehmen wir die Informationen auf, die wir sehen. Das macht stolze 75% der Aufnahmefähigkeit aus.
Darum sollen wir bei unseren Präsentationen immer daran denken, wichtige Inhalte visuell darzustellen.
Es muss nicht zwingend das perfekte Foto, die perfekte Zeichnung, dargestellt per Powerpoint sein. Gewiefte Taktiker haben herausgefunden, dass eine handschriftliche Skizze auf dem Flipchart (auch wenn sie nicht so schön und perfekt aussieht) eine hohe Wirkung auf die Aufnahmebereitschaft der Zuhörer hat.
Vor allem dann, wenn die Zuhörer bei der Entstehung der Skizze mit einbezogen werden und den Gedankengang von der Entstehung bis zu dem Ergebnis dazu nachvollziehen können.
An zweiter Stelle kommt das Hören mit 15%. Das ist schon so viel weniger, dass wir uns immer Gedanken machen sollten, wie wir durch Visualisierungen in jeder Gesprächssituation unsere Inhalte nachhaltiger kommunizieren.
Es ist erschreckend, wie oft wir uns darauf verlassen, dass das nur gesprochene Wort, der Sachinhalt, auch wirklich ein zu eins bei dem Empfänger ankommt. Ein fataler Irrtum.
Die Informationsaufnahme durch Tasten 5%, Riechen 2% und Schmecken 2%, hat bei der Präsentation nur einen einen geringeren Effekt.
Wie verrät unser Körper, dass wir unsicher sind?
Wenn wir unsicher sind, verspannen sich einige Körperteile. Unsere Schultern gehen mehr oder weniger merklich nach oben. Die Atmung wird flach und wir halten unmerklich die Luft an. Der Blickkontakt lässt nach und wir schauen zu oft nach unten oder zur Seite. Wir fangen an, unsere Hände zu verstecken oder fangen an, sie zu reiben, als wenn plötzlich Minusgrade herrschten. Auch das Volumen unserer Stimme lässt nach, der Klang wirkt unsicherer.
Welche Körpersprache signalisiert Sicherheit?
Ganz einfach betrachtet, wirken wir sicher, wenn wir bewusst die oben beschriebenen Fehler unterlassen. Achten Sie darauf, beim Gehen und Stehen eine aufrechte, Körperhaltung zu pflegen. Das muss immer wieder geübt werden, denn eine nachlässige Haltung kommt schneller, als wir sie wahrnehmen.
Nehmen Sie Ihren Kopf hoch und schauen Sie nicht gebückt auf den Boden. Ziehen Sie Ihre Schultern nicht nach oben, sondern locker nach unten. Merken Sie sich:
Der beste Freund Ihrer Schultern ist die Hüfte, nicht der Kopf!
Bauen Sie zu den Menschen, die indem Raum sitzen, den Sie betreten mutig einen Blickkontakt auf.
Bevor Sie mit Ihrer Präsentation beginnen, nehmen Sie erst Ihren endgültigen Platz ein. Reden Sie nicht vorher.
Stellen Sie sich fest und sicher hin, so , als wenn Sie sich erden wollten. Zwischen Ihren Füßen sollte eine Schulterbreite Abstand sein. Sind die Füße zu eng beieinander, dann wirkt das nicht selbstsicher, Sie haben dann keinen sicheren Stand. Ist der Abstand breiter als Ihre Schulterbreite, dann wirken Sie anmaßend und angeberisch. Nachdem Sie gekonnt gestartet sind, dürfen Sie sich bewegen. Gehen Sie einen Schritt zur Seite oder auf Ihr Publikum zu. Vermeiden Sie dabei hastige, unruhige Bewegungen.
Lassen Sie Ihre Hände locker hängen und vermeiden Sie, Fäuste zu bilden. Spielen Sie auch nicht mit den Fingern. Bauen Sie jetzt schweigend den Blickkontakt zum Publikum auf. Das halten Sie ca. 2 – 3 Sekunden durch. Dann starten Sie mit einem originellen Opener.











