(openPR) Glaubt man den Aussagen aktueller Statistiken, wird immer mehr Geld für die vierbeinigen Freunde ausgegeben. Und gerade in den Ballungsräumen wie München scheint es keine Grenzen nach oben zu geben. „Für sie muss es immer das Beste sein“, schrieb die Süddeutsche Zeitung“. Hundeschulen partizipieren an dieser Entwicklung genauso wie die Lieferanten von Futter oder die Inhaber der Hunde-Pensionen. Selbst wöchentliche Massagen für das Tier sind heute nichts Außergewöhnliches mehr.
„Wir müssen uns im Wettbewerb was einfallen lassen“, sagt Sabrina Neuhaus, die mit Sitz, Platz, Bleib & mehr eine Hundeschule im Münchner Norden betreibt. Sie meint damit auch die gestiegene Erwartungshaltung der Besitzer, aber auch den steigenden Wettbewerb. Und die zertifizierte Trainerin mahnt: „Es reicht nicht mehr, die Hunde über einen Parcours zu schicken und Verhaltensmuster zu trainieren. Vielmehr müssen wir uns ganzheitlich um das Thema Hund kümmern“. Sabrina Neuhaus spricht damit eine Tatsache an, die nicht selten auch in ihrer Schule diskutiert wird. Es beginnt bei der Beratung vor dem Kauf eines Tieres. Züchter oder Tierheim? Anspruchsvolles und aktives oder pflegeleichtes und in jeder Hinsicht bequemes Haustier? Über welche Preisklasse und welche Folgekosten muss man reden? Die Münchnerin hat deshalb regelmäßige Workshops ins Leben gerufen, in denen auch Tierärzte, Hundefriseure und Züchter zu Wort kommen. „Da merken manche Besitzer, dass sie eigentlich den falschen Hund haben“, sagt Sabrina Neuhaus. Damit dokumentiert sie auch deutlich ihr Selbstverständnis für eine moderne und kundenorientierte Hundeschule, die ihrer Ansicht nach das bieten sollte, was man Fullservice nennt, also neben den angestammten Trainingseinheiten auch weitere Leistungen rund um die Vierbeiner.
Dass es nicht selten schon ein Massenbetrieb ist, was den Kunden als Hundeschule verkauft wird, spricht die Trainerin offen an. Und sie kritisiert: „Welpenspielstunden mit 15 Hunden und mehr sind in manchen Hundeschulen an der Tagesordnung. In der Kombination mit nicht ausreichend qualifizierten Betreuern führt dies leider sehr oft zu Verhaltensauffälligkeiten mit denen die Hunde ein Leben lang zu kämpfen haben.“ Deshalb fordert sie auch eine nachweislich qualifizierte Aus- und Weiterbildung. „Nur so kann man den Erwartungen gerecht werden und nachweisbare Erfolge abliefern“.











