(openPR) Am Samstag feierte der Vitalis Tagestreff Preußisch Oldendorf Erntedankfest. Nach einem Erntedank-Gottesdienst, ging es ans Pickert-Backen – dabei verrieten einige Tagespflege-Gäste ihre Geheimzutaten für das „lippische Nationalgericht“.
Preußisch Oldendorf, 10.10.2019: Am Samstag gab Pastor Weber einen besonderen Erntedank-Gottesdienst im kleinen Kreis: Im Vitalis Tagestreff Preußisch Oldendorf feierten 21 Tagespflege-Gäste und drei Pflegefachkräfte mit ihm das Erntedankfest. Nach der Darbringung der traditionellen Ernte-Gaben wie Kartoffeln, Äpfel, Porree, Kürbis, Wirsing und Rotkohl, erfüllten fröhliche Erntedank-Lieder den Tagestreff im Gesundheitszentrum.
Backen als Erinnerungsarbeit
Danach ging es ans gemeinsame Kartoffelschälen für den Pickert. 10 Kilogramm Kartoffeln wurden für das traditionelle Kartoffelgericht aus dem Lipperland von den Tagespflege-Gästen verarbeitet. Das gemeinsame Pickert-Backen hatte jedoch nicht nur die Absicht den Hunger zu stillen: „Gerade bei dementiell veränderten Personen, ist die Erinnerungsarbeit der Schlüssel dazu, vorhandene Fähigkeiten wieder zu aktivieren. Denn das Langzeitgedächtnis ist meist gut erhalten“, erklärt Elke Deppermann, Verantwortliche Pflegefachkraft im Vitalis Tagestreff Preußisch Oldendorf. „Besonders leicht lässt sich das herauskitzeln, wenn wir Sinneseindrücke und Handwerkliches, wie das gemeinsame Zubereiten und Backen, miteinander verbinden.“
Der Geschmack der Kindheit
Am Samstag kam mit den Tagespflege-Gästen geballte Pickert-Erfahrung in der Küche des Tagestreffs zusammen. Dabei wurden einige Familienrezepte verraten: „Die Geheimzutat bei uns waren immer ein paar Haferflocken, die wir in den Teig gerührt haben“, erklärt Tagespflege-Gast Frau Fahrmeyer. Und auch beim Backen des Pickerts gab es unterschiedliche Herangehensweisen. „Für mich gehört zum einzig wahren Pickert-Rezept, den Teig auf ausgelassenem Speck zu Backen – das ist für mich der Geschmack der Kindheit“, ergänzt Herr Jockheck. Im Vitalis Tagestreff wurde das diplomatisch gelöst: Die eine Hälfte des Pickert-Teiges wurde auf einer mit Speck eingeriebenen Platte, die andere in Öl gebacken. „So war für jeden Geschmack etwas dabei“, schmunzelt Elke Deppermann.








