(openPR) Es ist ein eher unscheinbares Aquarium. Mit 60 Litern hat es die typische Einsteigergröße. Die Einrichtung beschränkt sich auf das Wesentliche. An Fischen finden sich Neonsalmler und Schwertträger. Sie machen einen munteren Eindruck, das Wasser ist klar. Auffällig sind allein zwei dunkle Schläuche. Einer endet kurz über der Wasseroberfläche und entlässt einen kleinen, gleichmäßigen Wasserstrahl, der sich perlend in das Aquarium ergießt. Der andere Schlauch ist mit einer Pumpe versehen. Diese hält offenbar einen Kreislauf in Gang, da der Wasserspiegel im Aquarium trotz des einlaufenden Wassers nicht steigt. Über die Funktion dieses Kreislaufs klärt Besitzer Dietmar Tremel auf: „Das Wasser wird diesem Apparat zugeführt.“ Er zeigt auf ein über dem Aquarium hängendes, würfelförmiges Pflanzgefäß, in das die beiden Schläuche münden. „Im enthaltenen Lavagestein sitzen Unmengen an nützlichen Bakterien, die als Biofilter fungieren. Und die in der Lava wurzelnden Kräuter verbrauchen beim Wachsen die Nährstoffe. Wir nennen es Quellarium.“ Tremel holt einige Fläschchen mit Aufschriften, die an den Chemieunterricht erinnern, aus einem Schuhkarton. „NO3 Reagenz 1“ ist auf einem zu lesen. Dazu legt er Reagenzgläser, Spatel und Farbskalen auf den Tisch. Mit einer Spritze entnimmt er dem Aquarium Wasserproben und füllt diese in die Reagenzgläser. Dann werden die Test-Reagenzien dazugegeben. Nach einigen Minuten Wartezeit stellt er die Reagenzgläser auf die Farbskalen und erklärt: „Normalerweise sammeln sich in Aquarien die Nährstoffe in Form von Nitrat und Phosphat an und das Wasser wird für die Fische bedrohlich. Die Kräuter im Quellarium verbrauchen diese Nährstoffe. Und der schönste Nebeneffekt ist, dass ich die Kräuter ernten und essen kann. Ich habe das Wasser in diesem Aquarium zuletzt Anfang November 2018 gewechselt. Bald jährt sich der Wasserwechsel und ich habe keine Zweifel, dass das System weiter stabil laufen wird.“ Die Farbskalen zeigen Nitratwerte von zwölf Milligramm je Liter und Phosphatwerte von 0,5 Milligramm je Liter. „Diese Werte werden im Beiblatt zum Testset als ‚gute Nitratwerte‘ beziehungsweise ‚optimale Phophatwerte‘ bezeichnet,“ freut sich Tremel. Fachquellen empfehlen sonst wöchentlich oder 14-tägig einen Teil des Aquarienwassers zu wechseln, um das Wasser stabil zu halten.
Tremel ist Mitglied eines fünfköpfigen Gründerteams, das nach vier Jahren Entwicklungs- und Testarbeit das Quellarium derzeit über die Crowdfunding-Plattform Startnext auf den Markt bringt. Als Ziel für die Crowdfunding-Kampagne geben die Gründer den Verkauf von 100 Quellarien in 40 Tagen an. Unterstützer ohne eigenes Aquarium können dazu beitragen, dass Schulen und Kindergärten Exemplare gestellt werden.










