(openPR) „Existenzgründung im ländlichen Raum“ – TransMIT-Veranstaltung im Rahmen des Tages der Regionen 2019 rückt die Zukunftssicherung des ländlichen Raums in den Fokus
Gießen, 2. Oktober 2019 – Kleinen und mittleren Unternehmen kommt eine Schlüsselrolle nicht nur für mehr Wachstum und Arbeitsplätze, sondern auch für die allgemeine Attraktivität und Zukunftsperspektive des ländlichen Raums zu. Dementsprechend setzt die Gesellschaft vor allem in strukturschwachen Regionen große Erwartungen in Existenzgründer. Sie sollen trotz oftmals ungünstiger Rahmenbedingungen wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung geben und für Beschäftigungswachstum sorgen.
Bereits seit mehreren Jahrzehnten zeigen sich immer mehr ländliche Regionen Deutschlands von den negativen Auswirkungen einer ökonomischen und sozialen Konzentrationsentwicklung erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Dies manifestiert sich unter anderem in der demographischen Verwerfung mit einem kontinuierlich wachsenden Anteil älterer Menschen sowie immer größeren Unterschieden der regionalen Kaufkraft. Demgegenüber gilt es dieser ernüchternden Bilanz mit wirkungsvollen Projekten entgegenzutreten, die ländlichen Räume zu stärken und zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land beizutragen.
Soll der ländlichen Raum nachhaltig (wirtschaftlich, ökologisch und sozial) als attraktiver Lebensraum für junge Familien und ansiedlungsinteressierte Personen rückgewonnen werden, muss sich die Aufmerksamkeit auf die Arbeitswelt der Zukunft konzentrieren. Gelungene Existenzgründungen zu ermöglichen, besitzt hierfür eine weit größere Rolle als dies gegenwärtig von den handelnden Akteuren wahrgenommen wird. Denn dort wo sich Existenzgründer/-innen wirkungsvoll entfalten können, sind auch die bestehenden Arbeitswelten bestmöglich geschützt.
Vor diesem Hintergrund und anlässlich des Tages der Regionen 2019 bieten der TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung und das TransMIT-Zentrum für raumbezogene Evaluation und Raumplanung ein Seminar zur Gemeinde- und Regionalentwicklung an. Ziel des Seminars ist es, das Thema Existenzgründung in dessen Bedeutung für die Zukunftssicherung des ländlichen Raums und Regionalentwicklung darzustellen. Dabei dienen die vorgestellten Umsetzungsbeispiele und Vorträge die hierfür zu wählenden Vorgehensstrategien und notwendigen Voraussetzungen in den Gemeinden, Landkreisen bzw. Regionen zu beschreiben.
„Wir benötigen einen grundlegenden Vitalisierungsprozess, der sich sehr stark und konkret an den Bedarfen und Potentialen der jeweiligen Gemeinde und Region ausrichtet“, betont Harald Semler, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, der die Veranstaltung am 11. Oktober bei der TransMIT eröffnen wird. „Umso wichtiger sind Orte mit der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch, wo mit hoher Expertise und anhand praktischer Beispiele ausgelotet werden kann, welche Lösungsszenarien für den ländlichen Raum sich anbieten.“
Die Veranstaltung „Existenzgründung im ländlichen Raum“ findet am 11. Oktober 2019 von 10 bis 14:30 Uhr bei der TransMIT in Gießen statt und ist kostenfrei. Sie richtet sich vor allem an Bürgermeister bzw. kommunal-gemeindliche Entscheider. Weitere Informationen sowie Anmeldung zum Seminar unter: https://www.transmit.de/akademie
Das TransMIT-Zentrum für Versorgungsforschung und Beratung unter der Leitung von Prof. Wolfgang George widmet sich seit geraumer Zeit mit zahlreichen Projekten und Publikationen der Regionalentwicklung und Stärkung der ländlichen Räume. So wurde unter anderem im Rahmen einer Offensive für den Erhalt der ländlichen Regionen durch gemeindenahe Gründungszentren bereits vor einigen Jahren mit verschiedenen Partnern das Projekt „Existenzgründung und Existenzerhalt im ländlichen Raum“ initiiert.
Prof. Dr. Christian Diller ist Leiter des TransMIT-Zentrums für raumbezogene Evaluation und Raumplanung. Das Angebot des TransMIT-Zentrums umfasst die gutachterliche Beratung von öffentlichen und privaten Einrichtungen. Der Schwerpunkt liegt auf Evaluationen und anderen Expertisen in praktisch allen raumbedeutsamen Politikfeldern. Im Fokus stehen dabei auch Analysen und Konzepte im Bereich der Raumplanung und regionalen Wirtschaftspolitik sowie Kommunal- und Regionalberatung.
Die TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH sieht in der Veranstaltung „Existenzgründung im ländlichen Raum“ einen vielversprechenden Auftakt für eine langfristige Zusammenarbeit regionaler Handlungspartner. Interessierte Unternehmen und Existenzgründer werden hinsichtlich einer strategisch nachhaltigen Innovationspolitik durch das TransMIT-Netzwerk von Hochschulen und Innovationen sowie begleitender Beratung aus dem Geschäftsbereich Managed Innovation Services ziel- und bedarfsgerecht unterstützt. Konkret besteht für die entsprechenden Unternehmen und Gründer die Möglichkeit, an fachspezifischen Kooperationsnetzwerken zu verschiedenartigen Themen und Tätigkeitsfeldern wie etwa Internet of Things (IoT), 3D-Druck oder biobasierte Materialien zu partizipieren.


