(openPR) 3. bis 12. November 2006 - filmbuehne museum im Ethnologischen Museum Berlin Museen Dahlem
In Kooperation mit dem Ethnologischen Museum in Berlin veranstaltet die Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland ein Taiwan-Filmfest, das eine Mischung aus neuesten Spielfilmen, alten Filmklassikern und aktuellen Dokumentationen präsentiert.
Taiwans Filmkultur ist in Europa bisher weitgehend unbekannt geblieben und Namen wie Ang Lee, Hou Hsiao-Hsien oder Edward Yang, die in den achtziger Jahren in Taiwan die so genannte New Wave auslösten, sind oft nur Cineasten ein Begriff.
Nach der in den letzten Jahrzehnten vor allem von Männern bestimmten Kinobewegung sind es heute vor allem Regisseurinnen und Produzentinnen, die im taiwanischen Kino neue Akzente setzen. Diese starken Frauen schaffen Filme, die den Zeitgeist im Land und das Lebensgefühl der jungen Generation dokumentieren.
Die Themen reichen von der ersten Liebe unter jungen Männern („Formula 17“) über Tod bringende Geister aus der Vergangenheit („The Heirloom“) bis hin zu der sensiblen Frage der Beziehung zwischen Taiwan und dem Festland („Love’s Lone Flower“). Aber auch Spielfilme aus anderen Genres wie die Kriminalkömödie „Catch“, das operettenhafte Drama „Splendid Float“ und der stimmungsvolle Liebesfilm „Taste of Love“ geben einen spannenden Einblick in das neue Taiwan Cinema.
Eine Reihe von Filmklassikern, die die ganze Breite des taiwanischen Kinos seit seiner Entstehung widerspiegeln - Action- und Historienfilme, Melodramen und Kung-Fu-Filme etc. – bilden eine schöne Ergänzung des Filmangebots.
Schließlich präsentiert das Filmfest auch noch einige aktuelle Dokumentarfilme, die im taiwanischen Kino für Furore gesorgt haben und zeigen, dass das reale Leben manchmal aufregender sein kann als jede Fiktion.
Im Rahmen des Filmfestes findet am Sonnabend, 4. November, um 17:00 Uhr im Ethnologischen Museum (Adresse siehe unten) eine Podiumsdiskussion - „Grell, sexy, weiblich, gay oder: das Ende eines Klischees!“ statt. Cineasten haben Gelegenheit, Filmschaffende aus Taiwan und Deutschland zu den neuesten Entwicklungen des Filmlandes Taiwan zu hören.
Eingeladen ist die Regisseurin, Autorin und Produzentin Monika Treut aus Hamburg. Die für ihre Spiel- und Dokumentarfilme [z.B. Die Jungfrauen-maschine (1987), Gendernauts (1987) und Kriegerin des Lichts (2002)] international ausgezeichnete Künstlerin liefert den einzigen nicht-taiwanischen Beitrag auf dem Filmfest. In ihrem Dokumentarfilm Den Tigerfrauen wachsen Flügel geht es um drei Generationen taiwanischer Frauen, deren Leben Zeugnis ablegt über die rasanten wirtschaftlichen, politischen und sozialen Veränderungen in der Inselrepublik.
Der zweite Gast ist der taiwanische Regisseur Jui-Yuan TSAO. Sein Genre umfasst Dokumentar- und Spielfilme [z.B. Vacation (1998), Youth, Midnight Dream (2000) und Crystal Boys (2002)], davon viele preisgekrönt. Filmkritiker sehen in ihm den Nachfolger des großartigen Ang Lee. Jui-Yuan TSAOs Film Love´s Lone Flower wird im Anschluss an das Taiwan Filmfest auch auf dem internationalen Filmfestival 06 in Brüssel aufgeführt. Er erzählt in zauberhaften Bildern eine Liebesgeschichte aus dem Shanghai der 50er Jahre.
Die Moderation, der auf Deutsch gehaltenen Podiumsdiskussion übernimmt Dr. Wolfgang Davis, Medienreferent des Ethnologischen Museums.
Zeit: 3. bis 12. November 2006
Ort: filmbühne museum, Ethnologisches Museum Berlin, Lansstr. 8 in 14195 Berlin.
Das Programm des Taiwan Filmfestes Berlin können Sie unter www.roc-taiwan.de/event/index.html herunterladen.







