(openPR) Brühl. Es war keiner der 700 jungen und sportlichen Studierenden – es war Rektor Prof. Dr. Jürgen Dröge persönlich, der zu den „Finishern“ des 10. Köln-Marathons am 8. Oktober gehörte. Bei herrlichem Sonnenschein startete der Gründungsrektor der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in der Klasse der Männer von 65 bis 69 Jahren und gehörte am Ende zu den 10.500 Läufern, die das Ziel an der Messe in Köln-Deutz sahen.
„Eigentlich wollte ich 2005 schon meinen ersten Marathon in Angriff nehmen, aber acht Wochen vor dem Start durchkreuzte ein Muskelfaserriss diese Pläne“, so Prof. Dr. Dröge. Umso gründlicher bereitete er sich in diesem Jahr auf seinen Start vor und lief seit April mehr als 600 Kilometer. Obwohl es sein erster Marathon war, ist der Rektor in punkto Laufwettbewerbe durchaus ein erfahrener Mann. Er trat beispielsweise schon beim Erftkreis-Halbmarathon und mehrmals beim Kölner Nachtlauf an.
Beim ersten Marathon-Start hieß sein oberstes Ziel „ankommen“. „Trotz Hunderttausender Zuschauer ist man auf der Strecke immer ein Einzelkämpfer. Es erfordert viel Disziplin, den eigenen Rhythmus zu finden und durchzuhalten und sich nicht an andere Läufer zu hängen, die ein anderes Tempo gehen.“
Natürlich haben nicht allein die Beine und der Wille sondern auch das tolle Publikum den Rektor über 42 Kilometer auf mehreren Schleifen durch die Kölner Innenstadt getragen. „Die Stimmung hatte was vom Straßenkarneval. Überall standen direkt an der Strecke Sambagruppen und trommelten mich nach vorn.“ Auch etwas derb-kölsche Anfeuerungsrufe wie „Lauf, Du S..!“ konnten Prof. Dr. Dröge nicht aus der Ruhe bringen, sondern stachelten ihn an. „Unterwegs am Wegesrand bin ich auch vielen Bekannten begegnet, die mich lautstark unterstützt haben. Das hat sehr geholfen, und ich hatte keinen einzigen wirklich toten Punkt auf der Strecke.“ Nur einmal war der Rektor leicht irritiert. „Das war, als ich unterwegs ein Kölsch angeboten bekam“, lacht er.
An den vielen Verpflegungsstationen hielt er sich lieber an Wasser, Tee und Bananen. Dabei bestand zu keiner Zeit die Gefahr eines „Hungerasts“. „Es hat mich sehr beeindruckt, wie Tausende von Freiwilligen es mit großem Engagement geschafft haben, dieses Mega-Event zu organisieren und die insgesamt mehr als 26.000 Teilnehmer wirklich bestens zu versorgen.
Und was ging ihm durch den Kopf, als er am Ende die Ziellinie überquerte? „Das war ein ganz besonderes Gefühl. Alle Zweifel sind in dem Moment von mir abgefallen. Das harte Training hat sich gelohnt, und durch die große Begeisterung der Zuschauer war dieser Augenblick ein wirklich tolles Erlebnis.“
Schon wenige Tage nach seinem Lauf hat Prof. Dr. Dröge schon wieder große Pläne, auch wenn er am Tag danach zunächst aus vollem Herzen behauptet hat: „Nie wieder!“ Dank der guten Vorbereitung erholte er sich sehr schnell von der Anstrengung. „Es wäre ein Traum, mal einen der ganz großen Marathons in Berlin oder New York zu laufen.“ Ob das zeitlich machbar ist, steht noch nicht fest. „Den Start in Köln will ich unbedingt wiederholen – auf jeden Fall wieder im orangefarbenen Trikot der EUFH!“
Renate Kraft
(Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
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