(openPR) Sechs neue Produktionen plant das GRIPS Theater für diese Spielzeit, neben „klas-sischen“ GRIPS-Stücken sind ganz neue Kooperationen und Projekte geplant.
Am 11. September 2019 war der Auftakt mit der Uraufführung des musikalisch-tänzerischen Theaterprojekts „Ankommen is WLAN - THE ARRIVAL“, das kraftvol-le, bildreiche Ergebnis einer auf zwei Jahre angelegten Recherche-Reise unter der Lei-tung der Regisseurin Theresa Henning. „Was bedeutet Ankommen für wen und in welchem Kontext?“ war die Frage, auf die ein Ensemble mit Künstler*innen unter-schiedlichster Disziplinen, u.a. mit dem Berliner Rapper Matondo Castlo und den ugandischen Künstlern Moses Mukalazi (Beatboxer) und Robert Ssempijja (Tänzer), Antworten in Berlin und in Uganda gesammelt hat. Ermöglicht wurde dieses Projekt durch den Fond „Turn“ der Kulturstiftung des Bundes.
In Berlin muss man nicht erklären, wer und was „Rimini Protokoll“ ist. Nun ha-ben sich RIMINI und GRIPS zusammengetan für die Berliner Fassung (P 23.10.19) von BUBBLE JAM, einer „Cloud-Performance für Smartphones“ von Daniel Wetzel. Die interaktive Spielanordnung„Bubble Jam“ legt auf sinnliche Weise offen, wie mit unseren Daten umgegangen wird. Dabei verbinden sich 60 Testspielende über Smartphones, mit dessen Server sie verbunden sind. Ein Algo-rithmus filtert heraus, wie, wo, warum und mit wem sie sich in den Bubbles tref-fen. Im Lauf der Zeit kommen immer mehr Menschen zusammen, die sich ähnlich sind, gesteuert durch eine virtuelle Selektierung. Für die Erprobung der Berliner Fassung werden noch Jugendliche bzw. Jugendgruppe ab 12 Jahren als Testpubli-kum gesucht (Anmeldung
Am 15. Januar 2020 kommt als die große Spielzeitproduktion mit „#diewel-le2020“ eine Neufassung des Jugendklassikers „Die Welle“ auf die große GRIPS-Bühne. Doch was interessiert das Team an diesem sehr bekannten Stoff von Morton Rhue? Heute ist die Welt aufgeklärt und sicher. Oder? Populismus, Xeno-phobie, Autokratien, Trump, Putin, Salviano u.a. und Bewegungen wie die Identitä-ren oder der Front National schüren in ganz Europa unter dem Deckmantel großer Gefahren von außen eine althergebrachte Angst, die sich mit bekannten Codes in neuen Worten präsentiert. Mit diesem heutigen Blick befragt Jochen Strauch, der die neue Textfassung und Regie übernimmt, den Stoff neu.
In der zweiten Spielzeithälfte kommen die Kinder zum Zug, in den mit dem „berli-ner kindertheaterpreis 2019“ ausgezeichneten Stück „Das Leben ist ein Wunsch-konzert“ von Esther Becker (UA am 26.3.20, Regie: Frank Panhans), und im GRIPS-Klassiker „Bella, Boss und Bulli“ von Volker Ludwig (P am 7.5.20, Regie: Robert Neumann) geht es um die Kraft des Gesehenwerdens und Mitteilens. „Kinder denken ja, sie dürften nichts von ihren Problemen erzählen, um ihre Fami-lie nicht zu verraten. Kindern diese Verantwortung von den Schultern zu nehmen, dafür stehen diese beiden Stücke. Und wie immer ist es so, dass unsere Kinderstü-cke ebenso Mutmachstücke für Erwachsene sind, denn erst wenn diese genau hin-sehen, ist Veränderung möglich“, so GRIPS-Leiter Philipp Harpain.
Apropos Kinder: Am 26. September 2019 kommt mit „Verwandelt!“ noch eine kleine, mobile Produktion für Kita-Kinder in der Regie von Katja Fillmann zur Premiere.
Und natürlich lässt das GRIPS Theater auch in dieser Spielzeit das Feiern nicht aus: Am 5. November 2019 feiern wir das 50-jährige Bühnenjubiläum unseres Schauspielers Dietrich Lehmann.













