(openPR) Was machen Sterneköche im Pflegeheim? Nicht ganz alltäglich, aber wie es ihrer Leidenschaft entspricht, in erster Linie kochen. In zweiter Linie recherchieren sie Rezepte aus der guten alten Zeit. Und darüber hinaus haben sie auch noch richtig Spaß. Im Gespräch mit unseren Bewohnern und beim gemeinsamen Schnippeln kommt man schnell ins Plaudern und manchem Küchengeheimnis von anno dazumal auf die Spur.
Es duftet in der Wohnküche nach Gemüse, nach gebratenem Fleisch, nach herrlichen Wildkräutern. Die Damen des Wohnbereichs sitzen an einem langen Tisch und putzen Gemüse. Karotten, Petersilienwurzeln, Sellerie und Co. werden im Handumdrehen in mundgerechte Stücke zerteilt. Gelernt ist halt gelernt. Mittendrin in dieser heiteren Runde sind an diesem Tag zwei Sternköche, eine Autorin und eine Fotografin. Ihr Ziel: Kulinarischen Erinnerungen auf die Spur zu kommen.
Möglich macht das Transgourmet, unserer Zulieferer. Der Caterer versorgt in unserem Pflegeheim AN DER WIESENAU in Steinbach unsere Bewohner mit schmackhaftem Essen. Und hat sich selbst der Qualität verschrieben. Schon einmal hat es das Unternehmen ermöglicht, dass sich die Autorengruppe in deutschen Seniorenheimen auf Spurensuche begeben konnte. Die Erstauflage „Wir haben einfach gekocht“ ist ein Füllhorn an Leckereien, die früher landauf-landab gekocht wurden. Die Rezepte waren meist mündlich von Müttern an die Kinder weitergegeben worden, im besten Fall gab es handschriftliche Aufzeichnungen. Um dieses wertvolle Gut nicht zu verlieren, die alten Gerichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, haben Jörg Reuter, Manuela Rehn, Cathrin Brandes und Caro Hoene sie aufgeschrieben.
Die Erstauflage war ein voller Erfolg. Sogar das Fernsehen wurde aufmerksam und sendete eine Reportage über das Projekt. Mit dem Buch wollten sie aber auch eine gesellschaftliche Diskussion anregen: Welche Rolle spielt das Essen als emotionaler Genuss in Seniorenheimen? Nach dem Erfolg des ersten Buchs, in dem 100 Rezepte zusammengetragen wurden, merkten die vier schnell, dass da noch mehr drin ist. Und Transgourmet unterstützt ihr Vorhaben, ein neues Kochbuch herauszubringen.
Hier kommt avendi ins Spiel. Die Nachfrage beim Kunden in Steinbach stieß auf Begeisterung. „Eine tolle Aktion!“, ist Heimleiter Jean-Pierre Caracena Silva überzeugt und begutachtet lächelnd das emsige Treiben in der Wohnküche. Gerade wird der Teig für gefüllte Buchteln geknetet und zu handlichen Knödeln geformt. Im Backofen brutzelt Kartoffelplotzer: Auf einen Sauerteig-Roggen-Teig kommen Kartoffeln, Sahne, Ei, Speck und Zwiebeln, alles wird im Backofen goldbraun gebacken. Das i-Tüpfelchen ist der aromatische Wildkräutersalat dazu. Die Zutaten stammen aus dem Garten von Ricky Saward. Der Koch ist in Frankfurt Küchenchef im sterneprämierten Seven Swans, einem veganen Restaurant.
Zwei Tage lang ist das Team in Steinbach zu Gast. Der erste Tag diente dem Kennenlernen. In der Runde sprach man über kulinarische Vorlieben, über ganz persönliche Erinnerungen, wie früher gekocht wurde. Am zweiten Tag wird gekocht. Unsere Bewohnerinnen sind voll in ihrem Element: Die Augen leuchten, wenn sie beim Schälen der Karotten leidenschaftlich erzählen, was früher bei ihnen auf den Tisch kam.
Schmecken tut‘s am Ende übrigens auch. „Das ist sehr lecker!“, „Hmmm, wie gut!“ – so und ähnlich ist zu hören. Wir sind stolz darauf, Teil dieses wundervollen Projekts zu sein.
Hintergrund: Neues Kochbuch „Unser kulinarisches Erbe“
Eine Reise durch ganz Deutschland zu elf Senioreneinrichtungen, die ihre besten Rezepte und berührendsten Geschichten teilen, präsentiert das neue Kochbuch „Unser kulinarisches Erbe“. Manuela Rehn, Jorg Reuter und Fotografin Caro Hoene haben deutschlandweit Menschen in elf Senioreneinrichtungen besucht und deren Lieblingsrezepte gesammelt.
Jedes Kennenlernen begleitete ein Spitzenkoch aus der jeweiligen Region. „So ist ein einzigartiges Werk entstanden, das altes Wissen bewahrt und weitergibt“, sagt Ideengeberin und Mitautorin Manuela Rehn. Es gehe um Neugierde, um Fachsimpeln, um gemeinsame Tradition und um die Lust, Traditionen aufleben oder daraus etwas Neues entstehen zu lassen. Auch sei das Buch ein Weckruf an Einrichtungen für Senioren: „Zu oft wird Essen in Seniorenheimen nur als Kostenfaktor betrachtet. Dabei ist es Genuss, Erinnerung und Kommunikation“, so Reuter. Wie die Kuche zu Hause sollten auch Kuchen in sozialen Einrichtungen zum Dreh- und Angelpunkt von Gemeinsamkeit, Erinnerung, Lebensfreude und Genuss werden.
Das Buch präsentiert neben der Reise die 80 besonders emotional verwurzelten Rezepte, die das Autorenteam mit den Senioren gemeinsam ausgewählt, nachgekocht und niedergeschrieben hat. Im Oktober erscheint „Unser kulinarisches Erbe“ und kann schon jetzt auf Amazon vorbestellt werden. Wer einen Teil der Reise miterleben möchte, kann auf Facebook jede der Etappen mitverfolgen.
„Unser kulinarisches Erbe“ ist die zweite Veröffentlichung von Jorg Reuter und Manuela Rehn, die sich nach dem überraschenden Bucherfolg von „Wir haben einfach gekocht“ ein zweites Mal auf eine Reise quer durch Deutschland begeben haben. Das Buchprojekt wird wie auch das erste von 2015 durch die Unterstützung des Coop-Fonds für Nachhaltigkeit und von Transgourmet Deutschland ermöglicht.










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